Zurück auf Los – Als Trader richtig durchstarten

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Corona – Kornagel kehrt zurück – „In Australien geht’s jetzt richtig los“

Fulda/Adelaide (fs) – Nach gerade mal etwas mehr als drei Monaten ist das Kapitel Australien für Daniel Kornagel (erst einmal) beendet: Auch in Down Under ruht wegen des Coronavirus der Ball mindestens bis Mitte April, kurzerhand hat der 26-Jährige noch versucht, einen Rückflug nach Deutschland zu ergattern – und hatte dabei richtig Glück: Am Freitagabend Ortszeit fliegt Kornagel von Adelaide über Doha zurück nach Frankfurt, nach fast zwei Tagen Reisezeit will der Ex-Hünfelder dann in Frankfurt landen.

Daniel Kornagel kehrt nach Deutschland zurück. Foto: privat

„Ich bin fit und gesund, gesundheitlich ist alles in Ordnung“, betont Kornagel, der im Dezember nach Adelaide aufgebrochen war, um beim australischen Zweitligisten Adelaide Raiders sich doch noch den Traum vom Profifußballer zu erfüllen. Bis vor kurzem war alles bestens: Der 26-Jährige fühlte sich im Süden Australiens pudelwohl, verpasste die ersten zwei Saisonspiele nach fast dreimonatiger Vorbereitung zwar wegen einer Reizung der Achillessehne, stand im dritten und vierten Spiel dann aber in der Startelf und durfte als Zehner auflaufen. „Das ist schon ein anderes Spiel als in Deutschland: Sehr intensiv, körperlich betonter und sehr schnell: Es geht hin und her. Was da marschiert wird, ist schon krass“, berichtet Kornagel, der erst vergangenen Freitag bei der 1:2-Niederlage bei den Croydon Kings letztmals auf dem Platz stand.

Seitdem hat sich die Situation aber auch in Australien gewandelt: „Bis dahin habe ich schon alles aus Europa und Deutschland mitbekommen, hatte aber das Gefühl, dass es in Australien nicht so schlimm ist. Das ging die Woche aber richtig los“, sagt der Ex-Borusse, der ebenfalls von einsetzenden Hamsterkäufen berichtet: „Das ist wie in Deutschland. Hier wird das Toilettenpapier auch knapp.“ Dazu kommt, dass die australische Regierung mittlerweile angeordnet hat, dass jeder Einreisende für zwei Wochen in Quarantäne muss und die australischen Staatsbürger das Land nicht mehr verlassen sollen. Dazu pausiert die Liga mindestens bis zum 14. April, ein Trainingsverbot wurde ebenfalls ausgesprochen. „Erst danach soll entschieden werden, ob die Pause verlängert oder die Saison komplett abgesagt wird“, erklärt Kornagel.

Kurzerhand entschied sich der Sport- und Fitnesskaufmann dann dazu, die Profikarriere in Adelaide erst einmal Profikarriere sein zu lassen und zurück nach Deutschland zu reisen: „Momentan macht das keinen Sinn, es ist wirklich alles offen. In so einer Zeit will man ja bei seiner Familie sein und darauf freue ich mich. Persönlich finde ich es aber unfassbar bitter, wie es gelaufen ist“, bedauert der 26-Jährige, der zuvor jahrelang von Verletzungsproblemen geplagt worden war und Down Under endlich durchstarten wollte. „Fußball ist momentan aber nicht das Wichtigste“, betont der gebürtige Dermbacher, der immerhin noch einen Flug zurück nach Deutschland gefunden hat: „Das war aber wohl der letzte, die internationalen Flüge werden nach und nach alle gecancelt, einen Tag später wäre es wohl zu spät gewesen.“

Nun steigt Kornagel am Freitag um 21.50 Uhr Ortszeit in den Flieger, fliegt 14 Stunden von Adelaide nach Doha, muss dort 21 Stunden Aufenthalt überbrücken und fliegt dann nochmal sieben Stunden nach Frankfurt, wo er – sofern alles klappt – um 7 Uhr am Sonntagmorgen landet. „Die 21 Stunden Aufenthalt sind mir aber egal, ich muss irgendwie nach Deutschland, das war die allerletzte Option. Vorerst ist das wohl der letzte Flug von Adelaide in Richtung Europa“, sagt der Ex-Hünfelder, der sich trotz des bitteren Beigeschmacks aber schon auf seine Rückkehr und vor allem seine Familie freut. Wie es für den 26-Jährigen danach weitergeht, ist völlig offen: „Mal sehen, vielleicht gibt es etwas komplett Neues. Aber es ist auch eine Option, wieder nach Australien zu fliegen. Theoretisch bräuchte ich ja nur einen Flug zurück.“

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Chancen und Risiken von Trading: Ein Einsteiger-Guide

Kaufen, verkaufen und dabei Gewinne einstreichen – oder den Verlust verkraften: Trading bedeutet, die Schwankungen der Finanzmärkte (Volatilität) für die eigenen Zwecke zu nutzen. Im privaten Bereich hat diese kurzfristige Form der Anlage insbesondere seit dem Aufkommen des Online-Handels Einzug gehalten. Über benutzerfreundliche Online-Depots wird es auch für Hobby-Anleger möglich, Aktien und andere Wertpapiere zu kaufen und zu verkaufen.

Inhaltsverzeichnis

Trading wird oft als vergleichsweise wenig Arbeit mit hohem Ertrag betrachtet – doch das Gegenteil ist der Fall. Hobby-Trader müssen daher einiges beachten, bevor sie in das Spiel mit den Märkten einsteigen können.

Trading, zu Deutsch: Handel, beschreibt den kurzfristigen Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten wie Wertpapieren, Währungen, Rohstoff-Zertifikaten oder den sogenannten Differenzkontrakten (Contract for difference, CFD). Trading ist damit praktisch das Gegenteil von langfristig geplanten Investitionen. Die Wunschvorstellung der meisten Trader dürfte es sein, mit wenig Aufwand innerhalb kurzer Zeit vergleichsweise viel Geld verdienen.

Sofern Sie auf Trading setzen wollen, sollten Sie sich jedoch stets bewusst sein, dass es sich hier grundsätzlich um Spekulation handelt. Trader versuchen, die Marktentwicklung vorherzusagen und dies zu ihrem Vorteil zu nutzen. Wo ein Trader sein Geld investiert, ist für ihn meist zweitrangig – es geht nicht darum, einen Anteil an einem Unternehmen zu kaufen und langfristig an dessen Entwicklung teilzuhaben. Ein Trader kauft beispielsweise eine Aktie, hofft auf einen Kursanstieg und verkauft sie umgehend wieder – oft innerhalb eines Tages (Intraday-Handel). Die Wertdifferenz abzüglich der Transaktionskosten, beispielsweise der Brokergebühr, ist der Gewinn des Traders.

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Online-Trading: Handel in Echtzeit

Aktien kaufen und sie zwei Stunden, zwei Minuten, zwei Sekunden, gar zwei Millisekunden später zu einem besseren Kurs veräußern war in den 1990er Jahren für Privatanleger noch beinahe undenkbar. Zu lange dauerte es, über Telefon, Fax, den Postweg oder direkt in der Bankfiliale Aktien zu kaufen. Mit dem Internet und dem Online-Trading verfügt mittlerweile jedoch nahezu jeder über die Mittel der Profianleger von einst. Wenn Sie ins Trading einsteigen möchten, benötigen Sie theoretisch nur einen Rechner sowie eine stabile, schnelle Internetverbindung. Informationen können über das Netz schnell beschafft werden, Aktienkäufe per Mausklick getätigt werden.

Auch der Intraday-Handel hat durch den technischen Fortschritt einen Schub erhalten: „Daytrader“ öffnen und schließen innerhalb eines Tages Positionen. Das Zauberwort der Trader lautet hierbei Volatilität, die Schwankung eines Kurses. Je höher diese ist, desto größer ist sowohl die Gewinn- als die Verlustchance für Trader. Bei ausbleibender Volatilität haben Trader dagegen schlechte Aussichten auf große Gewinne.

Inzwischen haben sich auch einige Apps etabliert die mobiles Online-Trading ermöglichen. Diese Apps stellen verschiedene Features bereit, wie beispielsweise einen Chat oder die Möglichkeit, Bargeld und Einzahlungsschecks zu übertragen, indem Fotos mit der Telefonkamera aufgenommen werden.

Online-Trading und was man dafür braucht

Grundsätzlich benötigen Sie keine besondere Software, wenn Sie im Internet Finanzprodukte kaufen und verkaufen möchten. Sie müssen sich nur bei einer Direktbank oder einem Online-Broker registrieren und ein Wertpapierdepot eröffnen. Es gibt zahlreiche Anbieter solcher Depots, alle bieten verschiedene Konditionen. Wichtige Kennzahlen für den Depot-Vergleich sind zum Beispiel die Grundgebühr für die Nutzung des Depots sowie die Kosten pro Order.

Gerade Daytrader handeln aber nicht nur mit normalen Wertpapieren, sondern auch mit CFDs (Differenzkontrakte) oder mit Devisen (Forex Trading). Für diese spekulativen Anlageformen, an die sich Anfänger besser nicht wagen sollten, gibt es im Netz spezialisierte Broker. Der Großteil der Anbieter lockt mit einem kostenlosen Demokonto, in dem Kleinanleger mit virtuellem Geld in CFDs und Devisen investieren können.

Kurven, Charts & Börsennews: Arbeitsmittel eines Traders

Sie kennen das Bild vielleicht: Börsenhändler sitzen vor vielen Bildschirmen, die Kurven, Tabellen und Zahlen anzeigen. Auch ein professioneller Privat-Trader hat meist mehrere Bildschirme auf dem Schreibtisch stehen. Auf einem Screen ist die Handelsplattform zu sehen, bei der der Trader angemeldet ist. Hier verdient er sein Geld: Per Mausklick kauft und verkauft er Aktien, Devisen, Rohstoff-Zertifikate und andere Wertpapiere. Auf den anderen Bildschirmen beobachtet der Trader die Entwicklung der Märkte, beispielsweise den DAX an der Frankfurter Börse, den amerikanischen S&P-500-Aktienindex oder auch Warentermin-Börsen wie Euronext, an denen Rohstoffe gehandelt werden.

Die Kurse verändern sich dabei fast im Sekundentakt. Wenn es rot blinkt, bedeutet dies fallende Kurse, grün verheißt einen Kursanstieg. Ein Feed mit den aktuellen Wirtschafts- und Finanznachrichten deutet mögliche Veränderungen an. Profis vertrauen zudem auf Risikomanagement-Software und weitere Tools, die den Verlauf der Kurven vorhersehbar machen sollen.

Kurven zum Kursverlauf gibt es in zahlreichen Variationen. Gerade unter Daytradern erfreut sich vor allem der Kerzenchart (Candlestick-Chart) großer Beliebtheit. Auf einen Blick kann der Trader hier die Bewegung des Kurses ablesen, inklusive des Eröffnungs- und des Schlusskurses. Der obere „Docht“ bzw. die untere „Lunte“ geben den Abstand zum Hoch und Tief des jeweiligen Intervalls an.

Was Trader handeln: Aktien, CFDs (Differenzkontrakte) und Devisen (Forex Trading)

Zu den klassischen Produkten, mit denen Trader handeln, gehören Aktien. Trader beobachten den Markt und versuchen dann, im genau richtigen Moment zu kaufen oder zu verkaufen. Natürlich kann niemand den Verlauf der Kurse voraussagen, erfahrene Trader entwickeln mit den Jahren aber ein Gespür für den Markt – sofern sie sich so lange halten können. Gerade am Anfang der Trader-Karriere muss auch das Glück mitspielen, wenn Trader auf einen bestimmten Aktienverlauf wetten.

Allein auf das Steigen und Fallen von Aktienkursen zu setzen, scheint vielen Tradern zu einseitig – und zu wenig lukrativ, gerade im Vergleich zu anderen Anlageprodukten. Bei CFDs etwa schließen die Trader Verträge mit einem Broker: Eine Partei sichert der anderen zu, die Differenz zwischen dem aktuellen Wert eines Kurses und einem zukünftigen Wert zu bezahlen. CFDs, auch als Differenzkontrakte bekannt, sind damit im Grunde Instrumente für Wetten auf Kursverläufe (bei Aktien) und Wertveränderungen (bei Rohstoffen, Währungen). Der Devisenhandel (Foreign Exchange Trading, kurz: Forex Trading) ist eine weitere lukrative Alternative zum normalen Aktienhandel. Hier geht es grundsätzlich darum, wie sich zwei Währungen zueinander verhalten.

CFDs und das Forex Trading versprechen hohe Gewinne – und Verluste – bei relativ niedrigem Einsatz. Ermöglicht wird dies durch den sogenannten Hebel: Der Trader investiert nur eine geringe Summe seines eigenen Kapitals, den Rest leiht ihm der Broker. Dennoch profitiert der Trader komplett von den Kursschwankungen – beziehungsweise haftet für sie: Denn mit gehebelten Finanzprodukten kann er viel gewinnen, aber auch genauso viel verlieren.

CFDs und Forex Trading sind hochspekulativ und damit insbesondere für Trading-Anfänger sehr gefährlich. In den USA ist der Handel mit den aus England stammenden CFDs sogar verboten. Daher wird hier nicht weiter auf die Feinheiten dieser Finanzinstrumente eingegangen.

Traden lernen: Wie geht das?

Eine einheitlich geregelte Ausbildung zum Trader gibt es nicht. Zahlreiche – teilweise auch selbsternannte – Trading-Profis bieten Kurzzeit-Seminare an, meist online und oft, so scheint es, mit versteckten Kosten. Wenn Sie Trading ausprobieren möchten, kann ein kostenloses Demokonto ein Weg sein. Achten Sie dabei auf Kostenfallen und gehen Sie nicht zu schnell zum Handel mit echtem Geld über, wenn die Probe-Trades unverhofft gut laufen.

Unter Profis gibt es verschiedene Verhaltensregeln, die allzu große Verluste verhindern sollen. Sie können unter dem Überbegriff „Selbstdisziplin“ zusammengefasst werden. In einem Interview mit dem Deutschen Anlegerfernsehen sagte der bekannte deutsche Daytrader Birger Schäfermeier zum Beispiel, dass Trader unbedingt eigene Regeln brauchen und sich strikt an diese halten sollten. Ausnahmen könnten oft fatale Folgen haben. Weiterhin merkte Schäfermeier an, dass Daytrading für nachdenkliche, gewissenhafte Menschen eher nicht infrage komme.

Profi-Trader verfolgen meist ein individuelles System, das sie sich häufig über Jahre angeeignet haben. Kein erfolgreicher Trader kauft auf gut Glück wahllos eine Aktie und hofft, dass sie sich entsprechend seiner Vorstellungen verhält. Profis planen ganz genau, was sie kaufen, wann sie kaufen und wann sie wieder verkaufen. Die Trader sichern sich gegen Verluste mit einer sogenannten Stop-Loss-Order ab, das heißt, sie steigen automatisch aus, wenn der Kurs eine bestimmte Grenze unterschreitet. Weiterhin gehört es beispielsweise zum Money-Management , so bezeichnen Trader ihre Wertsicherungsstrategie, den Einsatz pro Trade sowie den Handelseinsatz in der Summe zu begrenzen. Der Einsatz pro Trade sollte nicht höher sein als ein bis zwei Prozent des Depotwert, der gesamte Handelseinsatz sollte 10 Prozent nicht überschreiten.

Trading-Strategien: Chartanalyse und Co.

Mit dem Geschäft haben sich auch einige Trading-Strategien herausgebildet, ein zuverlässiger Erfolg solcher Strategien kann aufgrund der Unberechenbarkeit des Marktes jedoch nicht garantiert werden. Renommierte Wirtschaftswissenschaftler wie der Amerikaner Eugene Fama sind der Meinung, dass kein Teilnehmer eines Finanzmarktes durch Analysen oder andere Methoden langfristig erfolgreich sein kann.

Zahlreiche Trading-Strategien lassen sich unter dem Überbegriff der Chartanalyse zusammenfassen, sie ist auch als technische Analyse bekannt. Chartanalysten versuchen, mithilfe historischer Daten den bestmöglichen Kauf- und Verkaufszeitpunkt, beispielsweise einer Aktie, vorherzusagen.

Bei der Chartanalyse prüfen die Trader Auffälligkeiten und Muster des Kursverlaufs. Hat eine Aktie zum Beispiel bereits mehrfach einen ähnlichen Höchst- oder Tiefstand erreicht, sprechen Analysten von einem Widerstand oder einer Unterstützung. Verläuft der Kurs längere Zeit in eine ähnliche Richtung, nach oben oder nach unten, bezeichnen Trader dies als Trend. Aus dem Zusammenspiel all dieser Kennzahlen schließlich versuchen die Trader bei der Chartanalyse, die Wahrscheinlichkeit des weiteren Kurvenverlaufs vorherzusagen.

Mit bestimmten Strategien versuchen Trader, bestimmte Eigenschaften von Kursen in Zahlenwerte umzuformulieren. Zu den bekanntesten Trading-Strategien zählen die Trendfolge- und die Momentum-Strategie.

Trendfolgestrategie

Diese Strategie, die auch für Anfänger geeignet ist, basiert auf dem bekannten Satz „The trend is your friend“. Der Trader geht einfach gesagt davon aus, dass sich Trends fortsetzen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ein fallender Kurs weiter fällt oder ein steigender Kurs weiter steigt. Analyse-Programme für Trader können den Trend einer Aktie auch in Zahlen wiedergeben.

Momentum-Strategie

Mit dieser Strategie versuchen Trader, zu bestimmen, wann sich der Kurs einer Aktie beschleunigt. Der Theorie liegt die Annahme zugrunde, dass sich Kurse oft längere Zeit seitwärts bewegen und dann plötzlich in die Höhe schnellen beziehungsweise stark fallen. Diese unmittelbare Veränderung des Momentums soll abgepasst werden, um rechtzeitig zu kaufen oder zu verkaufen. Um das Momentum zu ermitteln, dividieren Trader aktuelle durch vergangene Kurse. Daraus ergibt sich ein Graph, der auch als Momentumkurve bezeichnet wird.

Trading: Ein Job mit hohem Risiko

Erfolgreiche Trader mit einem guten Händchen können von ihrem Geschäft leben, ihr Einkommen ist rein theoretisch unbegrenzt. Die Realität vieler Trader sieht jedoch vielfach anders aus: Studien zum Thema, unter anderem von der University of California, zeigen, dass die wenigsten Daytrader tatsächlich etwas verdienen. Ständige Gewinner sind nur die Broker, die für jeden ausgeführten Trade Gebühren kassieren und auch vom spekulativen Handel profitieren.

Trading hat also wenig zu tun mit der Vorstellung vieler Menschen: Statt bequem von zu Hause aus mit ein paar Mausklicks einen bombensicheren Trade zu bestätigen und so sein Tagessoll erarbeitet zu haben, analysieren Profis stundenlang Kursverläufe und denken sehr genau darüber nach, wie und wo sie investieren. Professionelles Trading ist damit nicht weniger arbeitsintensiv als ein normaler Job und liefert zudem keine Einkommenssicherheit.

Der Einstieg ins Trading sollte gut überlegt sein. Grundsätzlich gilt, dass Trading kaum nennenswerte Gewinne abwirft, wenn das eingesetzte Kapital nicht mindestens im unteren vierstelligen Bereich liegt. Starten Sie mit einem Demokonto und informieren Sie sich ausführlich, beispielsweise auf seriösen Trading-Plattformen und durch Fachliteratur.

Nur Geld einsetzen, das Sie entbehren können

Investieren Sie niemals Geld, auf das sie nicht verzichten können. Gerade mit dem Handel von spekulativen Finanzinstrumenten wie CFDs können Kleinanleger schnell große Verluste machen. Und auch wenn Sie das eingesetzte Kapital nicht zwingend benötigen, sollten Sie sich Grenzen setzen.

Zurück auf Los – Als Trader richtig durchstarten

Als Schönheitskönigin sammelte Kështjella Pepshi (31) bereits Erfahrung im Rampenlicht. Jetzt erfüllt sich die ehemalige Miss Universe Kosovo einen Lebenstraum – und veröffentlicht ihren ersten Song. Mit der Up-tempo-Nummer «Too Many Miles» will die Bernerin mit kosovarischen Wurzeln eine grosse Musikkarriere starten.

In den vergangenen Jahren lag ihr Fokus woanders: 2020 erreichte sie bei den Miss-Bern-Wahlen das Halbfinale. Im gleichen Jahr wurde sie zur Miss Universe Kosovo gekürt und nahm bei den Miss-Universe-Wahlen in Las Vegas (USA) teil.

Nachdem sie als Schönheitskönigin Erfolge gefeiert hatte, widmete sie sich der Politik und setzt sich bis heute für Migration, Toleranz sowie Integration ein. 2020 kandidierte sie als Mitglied der CVP Bern für den Nationalrat. Jetzt will sie sich voll auf die Laufbahn als Sängerin konzentrieren.

«Ich will der Welt mit meiner Musik eine Botschaft weitergeben»

«Schon als Kind hatte ich eine grosse Leidenschaft für Musik», erklärt sie. «Wenn man einmal Blut geleckt hat, kommt man nicht los davon. Ich spürte immer mehr, dass ich im Herzen Musikerin bin.» Geschrieben wurde ihre erste Single bereits 2020 vom Münchner Songwriter Sami Hammi. Rund zwei Jahre dauerte es, bis sie sich bereit fühlte, den Song zu veröffentlichen. «Erst jetzt spüre ich das Lied richtig», sagt sie. «Mit meiner Single will ich jetzt richtig durchstarten. Ich will der Welt mit meiner Musik eine Botschaft weitergeben.»

«Für mich ist kein Ziel zu klein»

Der Clip zu ihrem Lied wurde bereits bei MTV gezeigt, wie sie erzählt. «Als ich mein Video auf MTV sah, musste ich weinen. Ich konnte es nicht glauben», erinnert sie sich. «Es ist überwältigend, wenn man sich selbst sieht, wo sonst Musikclips von Stars wie Beyoncé gezeigt werden.»

Die 31-Jährige lebt mit ihrer Mutter und ihrem Bruder in Heimberg BE. «Typisch albanisch, lebe ich noch zu Hause», sagt sie lachend. Von sich selbst und ihrem musikalischen Talent ist sie überzeugt. «Für mich ist kein Ziel zu klein. Ich träume von einem Grammy! Klar braucht es Glück, aber wenn man nicht an sich selbst glaubt, kann man es auch gleich sein lassen», sagt Kështjella Pepshi selbstbewusst. Das grösste Idol der Sängerin ist aber keine Pop-Diva, sondern ihre Mutter.

«Hinter mir steht kein Millionär»

Nachdem der Vater von Kështjella Pepshi an Lungenkrebs gestorben war, war ihre Mutter plötzlich alleinerziehend und musste für ihre Tochter und den älteren Sohn stark sein. «Meine Mutter hat mir mitgegeben, immer weiterzumachen», sagt die Sängerin. «Sie kam mit 25 Jahren aus dem Kosovo in die Schweiz und hat sich schnell integriert. Sie ist eine starke Frau und mein Vorbild.»

Leben kann Pepshi, die aktuell an einem Album arbeitet, von der Musik noch nicht. Sie arbeitet als Model und Kosmetikerin und investiert Geld in die Gesangskarriere. «Ich mache das alles selbst – hinter mir steht kein Millionär», sagt sie. «Doch jeder Rappen ist es wert. Von nichts kommt schliesslich nichts!»

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