Wirtschafts- und geldpolitische Entscheidungen der 26KW

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Wirtschafts- und geldpolitische Entscheidungen der 26KW

Die letzte Woche im Juni wird zweifelsohne von den Ereignissen um Griechenland überschattet. Am Wochenende haben die Griechen erstmalig eine Reformliste vorgelegt, deren Inhalte annähernd an die Vorgaben der Geldgeber herankamen. Dennoch wurden die Vorschläge als unzureichend empfunden, womit die Verhandlungen weiter geführt werden. Der DAX gewann am Montag 4 % – der höchste Tagesgewinn seit drei Jahren. Konjunkturell betrachtet scheint sich die US-Wirtschaft zu beschleunigen, dennoch haben die Aufträge der Gebrauchsgüter eher enttäuscht.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

Das Verbrauchervertrauen aus der EU, die Einkaufsmanagerindizes für Mai aus den Ländern Frankreich, Deutschland, Italien und der EU, der IFO-Geschäftsklimaindex für Deutschland sowie das deutsche GfK-Konsumklima.

Nach den letzten konjunkturdatentechnisch positiven Entwicklungen innerhalb der EU-Wirtschaft scheint sich eine Flaute in den Erwartungen für Deutschland zu zeigen. Sowohl der IFO-Geschäftsklimaindex als auch das GfK-Konsumklima waren rückläufig. Die Einkaufsmanagerindizes für die oben genannten Länder konnten jedoch sowohl im Herstellungs- als auch Dienstleistungssektor positiv überzeugen. Lediglich das Verbrauchervertrauen in der gesamten EU-Zone fiel wieder, jedoch weniger als erwartet.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

Bestehende Veräußerungen von Eigenheimen, Verkäufe neuer Eigenheime, Aufträge der Gebrauchsgüter und das BIP-Wachstum (Revision) für Q1 sowie die Einkaufsmanagerindizes für Juni.

Der Immobilienmarkt scheint sich im Juni abzuschwächen. Die bestehenden Eigenheimveräußerungen fielen im Mai deutlich höher aus als erwartet, wohingegen die neuen Verkäufe zwar über den Erwartungen lagen, jedoch deutlich geringer als im Vormonat.

Die wichtigen Aufträge der Gebrauchsgüter wiesen einen stark negativen Wert auf. Ein negativer Wert wurde zwar erwartet, aber nicht in diesem Ausmaß. Die Kernrate dieser Daten fiel – wie erwartet – leicht positiv aus.

Das BIP-Wachstum für das erste Quartal wurde von -0,7 % auf -0,2 % revidiert, was auf eine Wachstumsbeschleunigung im ersten Halbjahr hindeutet. Der Einkaufsmanagerindex für das Produktionsgewerbe und für den Monat Juni fiel; erwartet wurde ein leichter Anstieg.

Geldpolitik

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In dieser Woche kam Fed-Mitglied Powell zu Wort. Er bekräftigte den Kurs hinsichtlich der Zinsanhebung ging sogar einen Schritt weiter, indem er erklärte, dass in diesem Jahr auch noch ein zweiter Anstieg erfolgen könne. Das war neu für die Marktteilnehmer, denn der Großteil rechnete eher mit einem einmaligen und dazu geringfügigen Zinsanstieg. Die Aussagen haben sich direkt auf den EUR/USD-Kurs ausgewirkt.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Tageschart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar kämpft um eine Richtung, die jedoch aktuell und auf mittel- bis langfristige Sicht nicht eindeutig ist. Um eine klare Richtung zu haben, müsste sich der Kurs deutlich unter die 1,09 US-Dollar je Euro oder über die 1,15 US-Dollar je Euro bewegen.

Screen 3: Tageschart des GBP/USD

GBP/USD: Das Währungspaar GBP/USD hat die vor zwei Wochen vorgestellte SKS-Formation nach oben hin aufgelöst und fand den Widerstand im Bereich bei knapp über 1,58 US-Dollar je britischem Pfund. Ein Abfallen ist nun nicht nur aus technischer Sicht möglich, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass das Zinsthema in den USA näher rückt (siehe Geldpolitik). Ein Antesten des Widerstandes könnte jedoch noch erfolgen, bevor es weiter nach unten geht. Ein nachhaltiges Überschreiten der 1,59 US-Dollar je britischem Pfund könnte weiteres Aufwärtspotenzial nach sich ziehen.

Screen 3: 4-Stundenchart des DAX

DAX: Der DAX-Future stieg aufgrund der Erwartungen an eine Einigung um Griechenland bis in den Bereich bei 11.600 Pkt. Dieser Widerstand stellt auch die obere Begrenzung des aktuellen Abwärtstrends dar. Ein Überschreiten dieser Begrenzung könnte – unter der Voraussetzung, dass eine Lösung gefunden wird – einen weiteren Push nach oben initiieren. Andererseits wäre die nächste relevante Unterstützung nach unten der Bereich bei 11.000 Pkt. und anschließend das Tief bei 10.780 Pkt.

Screen 4: 4-Stundenchart des S&P500

S&P 500: Der US-amerikanische Leitindex setzt seine starken Fluktuationen fort, obgleich man sagen muss, dass sich in der letzten Woche viele Käufer gefunden haben. Doch um nachhaltig wieder nach oben zu laufen, sollte zumindest der Bereich bei 2130 Pkt. überwunden werden. Ein Zurückfallen unter die 2105 Pkt. könnte weiteren Abwärtsdruck nach sich ziehen.

Screen 5: Tageschart von Gold

Gold: Auch Gold fluktuiert weiterhin auf einem niedrigen Niveau und kann trotz steigender Inflation und sich anbahnender Wirtschaftskrise nicht stabilisieren. Die nächste relevante Unterstützung nach unten liegt in einem Bereich bei 1150 US-Dollar je Unze. Sollte diese nach unten gebrochen werden, ist ein Abfallen auf 1000 US-Dollar je Unze möglich. Hält die Unterstützung und bildet sich ein technischer Boden, bestünde die Chance auf einen mittelfristigen Anstieg.

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Wirtschafts- und geldpolitische Entscheidungen der 19KW

Die erste Mai-Woche war hinsichtlich der Konjunkturdaten nicht minder wichtig. Die US-amerikanischen Arbeitsmarktdaten und die Wahlen in Großbritannien dominieren die Medien-News. Während die ADP non-farm Arbeitsplätze am Mittwoch enttäuschten, stehen an diesem Freitag die Non-farm Gehaltsabrechnungen an. Derweil verliefen die Wahlen für die Konservativen in Großbritannien. Das Währungspaar EUR/GBP reagierte prompt mit einem Abverkauf.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht:
Die Einkaufsmanagerindizes aus den Ländern Italien, Frankreich, Deutschland sowie der EU für den Monat April und das Herstellungsgewerbe. Der Index für Italien, Deutschland und der EU ist positiv ausgefallen. Frankreich enttäuschte mit einem leichten Rücklauf.

Einkaufsmanagerindizes für das Dienstleistungsgewerbe aus den Ländern Italien, Spanien, Frankreich, Deutschland, EU und Großbritannien für den Monat April. Hier konnte lediglich Deutschland nicht überzeugen und verzeichnete einen leichten Rücklauf. Frankreich überraschte jedoch mit einem guten Anstieg.
Die Erzeugerpreise aus der EU sind im Monat März und im Vergleich zum Vormonat rückläufig gewesen.

USA: Aus den Vereinigten Staaten von Amerika wurden folgende wichtige Daten veröffentlicht
Werksaufträge für März, Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe im April sowie der ISM Beschäftigungsindex. Darüber hinaus die Handelsbilanz für das erste Quartal sowie die ADP non-farm Arbeitsplätze und Produktivität. Während die Werksaufträge im März überzeugen konnten, trübt sich die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt ein. Die ADP non-farm Arbeitsplätze sind im April überraschend stark gesunken. Auch die Non-farm Produktivität ist rückläufig gewesen. Der Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe konnte nicht wirklich überzeugen.

Geldpolitik
Zwar wurden einige Reden von Fed-Mitgliedern gehalten, allerdings konnten Marktteilnehmer keine neuen Erkenntnisse daraus ableiten. Mehr Rückschlüsse ließen die schlechten Arbeitsmarktdaten und die Handelsbilanz zu, denn negative Daten würden sich nach überwiegender Meinung auf die Zinspolitik auswirken, was wiederum Einfluss auf den Dollarkurs hätte. So wurde der US-Dollar gegenüber dem Euro diese Woche stark verkauft, da der US-Konjunktur langsam die Puste ausgeht.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Tageschart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar EUR/USD hat diese Woche endlich die 1,10 US-Dollar je Euro geknackt und stieg auf bis zu knapp unter 1,14 US-Dollar je Euro an, wird jedoch seit gestern Abend wieder verkauft. Der Anstieg hatte mehrere Gründe. Zum einen sind die US-Daten negativ ausgefallen, zum anderen wurden Shorts eingedeckt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Währungspaar weiter ansteigt, ist hoch. Sollte der Widerstand zwischen 1,14-1,15 nicht halten, so bestünde durchaus Potenzial bis 1,18 US-Dollar je Euro.

Screen 2: 12-Stundenchart des EUR/GBP

EUR/GBP: Bedingt durch den Ausgang der Wahlen in Großbritannien wurde das britische Pfund gegen den Euro gekauft. Das Währungspaar eröffnete mit einem Down-Gap. Unterhalb der eingezeichneten Flagge besteht weiterhin Abwärtspotenzial.

Screen 3: Tageschart des GBP/USD

GBP/USD: Auch gegen den US-Dollar wurde das britische Pfund gekauft und testet nun zum zweiten Mal den Widerstand zwischen 1,54-1,55 US-Dollar je Euro. Ein Durchbruch sollte einen weiteren Schub in Richtung 1,57-1,58 US-Dollar je Euro initiieren.

Screen 4: Tageschart des NZD/USD

NZD/USD: Das Währungspaar NZD/USD konnte den Boden, der bereits seit Januar gebildet wird, nicht vollenden. Die obere Dreiecksbegrenzung diente als Widerstand. Spekulationen über eine weitere Zinssenkung der neuseeländischen Notenbank führten zu Verkäufen des neuseeländischen Dollars gegen den US-Dollar. Kurzfristig könnte das Währungspaar noch fallen, es ist jedoch unwahrscheinlich, dass ein neues Tief generiert wird.

Screen 5: Tageschart des AUD/USD

AUD/USD: Im australischen Dollar sieht es im Vergleich zu dem neuseeländischen etwas freundlicher aus. Zwar hat die Notenbank den Zins Anfang der Woche um 25 Bp. gesenkt, gleichermaßen jedoch zu verstehen gegeben, dass zunächst keine Zinssenkungen folgen. Ein dritter Test des Widerstandes bei 0,80 US-Dollar je australischen Dollar ist wahrscheinlich, ein Bruch wird womöglich neue Käufe bewirken. Der nächste Widerstand läge in etwa bei 0,82 US-Dollar je australischem Dollar.

Screen 6: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex setzt seine Korrektur fort. Der starke Euro lastet auf dem Index. Bisher sieht die Korrektur jedoch nach einer normalen bullischen Flagge aus und neue Käufe sollten nicht lange auf sich warten lassen. Ein Testen der Unterstützung knapp unter 11.000 Pkt. ist allerdings wahrscheinlich. Erst ein Durchschreiten der 11.800 Pkt. sollte auf das Ende der Korrektur hindeuten. Es ist besonders darauf zu achten, dass Indizes oft drehen, wenn relevante Unterstützungen gebrochen wurden.

Screen 7: Tageschart von Kupfer

Kupfer: Kupfer brach aus der mittelfristigen Abwärtstrendlinie aus und generierte ein neues Jahreshoch, fand jedoch einen Widerstand. Ein nachhaltiges Durchbrechen des Widerstandes könnte einen guten Run in Richtung 7.000 US-Dollar je Tonne bewirken. Andererseits besteht auch die Chance, dass der Preis innerhalb der Aufwärts-Flagge korrigiert, bevor er wieder nach oben startet.

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Wirtschafts- und geldpolitische Entscheidungen der 36KW

Seit zwei Wochen versuchen Aktienmärkte, sich vom kleinen Crash zu erholen, der mit der Yuan-Abwertung zwar durch die chinesische Notenbank initiiert wurde, den weiter fallenden Aktienmarkt in China den Absturz an den weltweiten Börsen aber weiter befeuert hat. Der DAX-Index hat seine im ersten Halbjahr gewonnene Performance abgegeben und notiert aktuell auf dem Ausbruchsniveau von Anfang Januar mit 10.180 Pkt. im Future. Der Zinsentscheid des Fed rückt immer näher, und Arbeitsmarktdaten aus den USA sowie einige irritierende Aussagen von Fed-Mitgliedern lassen hier keine eindeutige Richtung erkennen.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

  • Einzelhandelsumsätze aus den Ländern Deutschland, Italien und der EU.
  • Der Verbraucherpreisindex (VPI) aus den Ländern EU und Italien.
  • ISM Einkaufsmanagerindizes für das Produktionsgewerbe und Dienstleistungen aus den Ländern Spanien, Italien, Frankreich, EU, Deutschland und Großbritannien.
  • Die Arbeitslosenquoten aus den Ländern Deutschland und der EU
  • Das italienische und EU BIP für das dritte Quartal
  • Deutsche Arbeitsaufträge

Die Einzelhandelsumsätze fielen in Deutschland für August und im Vergleich zum Vorjahresmonat besser aus als erwartet, doch unterhalb des Vorwertes. Der Wert im Vergleich zum Vormonat stieg nach einem rückläufigen Wert im Vormonat deutlich an. Der italienische Einzelhandel verzeichnete beim Jahreswert eine steigende Tendenz, während der Wert im Vergleich zum Vormonat entgegen den Erwartungen rückläufig ausfiel.

Der VPI für die EU stieg im Vergleich zum Vorjahr etwas besser an als erwartet. Für den italienischen VPI gilt das gleiche.

Die Einkaufsmanagerindizes für das Produktionsgewerbe fielen überwiegend enttäuschend aus. Die Länder Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien und die EU verzeichneten allesamt rückläufige Daten. Lediglich Deutschlands Daten fielen leicht über den Erwartungen aus. Für das Dienstleistungsgewerbe wurden allerdings eher positive Daten veröffentlicht. Lediglich Frankreich verzeichnete entgegen den Erwartungen einen stagnierenden Wert.

Die Arbeitslosenquote fiel in der EU von 11,1 auf 10,9 %. In Deutschland verblieb die AQ auf 6,4 %.

Das italienische BIP-Wachstum war wie erwartet positiv ausgefallen. Das EU BIP-Wachstum wird am heutigen Freitag erwartet. Deutsche Arbeitsaufträge verzeichneten nach einem stark positiven Wert im Vormonat einen stagnierenden.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

  • Chicago Einkaufsmanagerindex
  • ISM Einkaufsmanagerindex für das Produktionsgewerbe und Dienstleistungen
  • ADP non-farm Arbeitsplätze
  • non-farm Gehaltsabrechnungen

Aus den USA gab es etwas weniger Daten, jedoch liegt der Fokus stark auf den heutigen non-farm Gehaltsabrechnungen für den Monat August. Es werden 220.000 neu geschaffene Stellen nach 215.000 erwartet. Die ADP non-farm Arbeitsplätze fielen am Mittwoch mit 190.000 neuen Stellen weniger aus als erwartet.

Der ISM Einkaufsmanagerindex fiel für das Produktionsgewerbe leicht über den Erwartungen aus, während der Index für das Dienstleistungsgewerbe geringer als im Vormonat ausfiel, jedoch über den Erwartungen. Auch der Chicago Einkaufsmanagerindex fiel schlechter aus als erwartet.

Geldpolitik

Das Fed steuert auf eine Zinswende zu, die chinesische Notenbank leitet eine Abwertung des Yuan ein und die EZB möchte ihr Anleihekaufprogramm ausweiten. Letzteres wurde in der Pressekonferenz am Donnerstag bekannt gegeben. Die Inflation hält sich weiterhin auf niedrigem Niveau und Aktienmärkte wollen sich nach der Yuan-Abwertung nicht recht erholen. Die Aussagen des EZB-Chefs Marion Draghi stützen den US-Dollar und damit die Aktienmärkte nur kurz. Marktteilnehmer schauen aktuell mehr auf das Fed und die Arbeitsmarktdaten.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Wochenchart des DAX

DAX: Wie oben bereits erwähnt, vollzog der DAX-Index in Form des Futures zwar in den letzten zwei Wochen eine leichte Erholung. Die Frage ist jedoch, ob diese Erholung über das Ausbruchsniveau vom Januar durchbrechen kann und damit ein Tief signalisiert, also ein neuer Aufwärtstrend entsteht. Noch ist es aber auch möglich, dass dieses Niveau nur getestet wird, bevor es zunächst weiter abwärts geht. Die 200er Moving Average auf Wochenbasis scheint jedoch eine gute Unterstützung zu bieten und sollte nachhaltig nicht unterschritten werden.

Screen 2: Wochenchart des EUR/USD

EUR/USD: Auch hier schauen wir uns dieses Mal das Wochenchart an, denn es zeigt deutlich eine bearishe Flagge. Sollte diese Flagge nach unten hin aufgelöst werden, ist das ein deutliches Signal dafür, dass der Abwärtstrend weiterhin intakt ist. Die nächsten Unterstützungen würden dann in den Bereichen 1.04 und 1.00 US-Dollar je Euro liegen. Hält sich die Unterstützung bei etwa 1.09 US-Dollar je Euro, so kann sich ein weiterer Schub in Richtung obere Flaggenbegrenzung ergeben.

Screen 3: Wochenchart des S&P500

S&P 500: Im US-amerikanischen Leitindex zeigt sich ein ähnliches Bild wie im DAX, nur dass hier die 200er Moving Average auf Wochenbasis als Unterstützung noch etwas weit entfernt liegt. Je nachdem, welche Richtung die Notenbanker in den USA einschlagen, könnte dieses Level durchaus angesteuert werden. Im anderen Fall sollten die 2.000 Pkt. als relevanter Widerstand gelten, dessen Break Out nach oben weiteres Aufwärtspotenzial signalisieren würde.

Screen 4: Wochenchart von Gold

Gold: Auch in Gold sehen wir auf Wochenbasis klare technische Strukturen. Der Aufwärtsschub wurde an der Trendbegrenzung (blau) klar abgewiesen. Erst der Bruch dieser Trendlinie sollte neue Käufe initiieren. Darunter

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Wirtschafts- und geldpolitische Entscheidungen der 6KW

Die erste Februar-Woche verlief an den Märkten mit etwas mehr Volatilität, besonders an den breiten Aktienmärkten. Die Griechenlandproblematik und das politische Geplänkel, die zurzeit stattfinden, sorgen für heftige Ausschläge sowohl nach oben als auch unten. Marktteilnehmer sollten sich davon jedoch nicht verunsichern lassen, denn abgesehen von dem politischen Redenschwingen hat sich in dem grundlegenden Marktumfeld kaum etwas fundamental verändert.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Diese Woche war reichlich mit Konjunkturdaten bestückt. So gut wie die gesamte Euro-Peripheriezone hatte die Einkaufsmanagerindizes aus dem Herstellungsbereich auf der Agenda. Diese sind größtenteils schlecht für den Januar ausgefallen. Italien, Frankreich sowie Deutschland wiesen eine negative Performance in den Indizes auf. Der Einkaufmanagerindex für die gesamte EU-Zone ist im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 51 Pkt. geblieben. Lediglich der EU- und der deutsche Einkaufmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe fielen positiv aus. EU-Einzelhandelsumsätze waren im Dezember dagegen rückläufig. Extrem negativ fielen auch die Erzeugerpreise für die EU und den Monat Dezember aus. Sowohl im Jahresvergleich als auch im Vergleich zum Vormonat stagnierten die Preise deutlich.

USA: Auch aus den USA wurden die Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht. Der Index für das Herstellungsgewerbe stagnierte im Januar. Das Dienstleistungsgewerbe war positiver gestimmt, auch wenn der Anstieg nur leicht gewesen ist. Negativ stellten sich auch die Werksaufträge im Dezember dar. Diese stagnierten deutlich. Auch das Handelsbilanzdefizit erhöhte sich im Dezember mehr als erwartet. Interessant sieht es auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt aus: Während die ADP Arbeitsplatzanzahl und der Beschäftigungsindex gesunken sind, stiegen die wöchentlichen Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Auch die Q4 Arbeitsproduktivität konnte nicht überzeugen und sank im Vergleich zum Vorquartal deutlich. Positiv fielen die Lohnstückkosten für das vierte Quartal aus. Diese waren im Quartal davor noch deutlich in den negativen Bereich gerutscht.

GB: Im Gegensatz zu den Daten aus der EU verzeichnete das englische Königreich durchweg positive Daten. Der Einkaufmanagerindex ist sowohl für das Herstellungsgewerbe als auch das Dienstleistungsgewerbe positiv ausgefallen.

Geldpolitik: Geldpolitische Maßnahmen kamen aus China und Australien. Die chinesische Zentralbank hat den Reservesatz noch einmal gesenkt und zusätzliche Liquidität in die Märkte gepumpt. Australiens Zentralbank, die RBA, hat den Leitzins um 0,25 Basispunkte gesenkt. Der Schritt war erwartet worden. Neue Entscheidungen seitens der EZB betrafen das aktuelle Geschehen um Griechenland. Die EZB hat griechische Banken mit kurzfristiger Liquidität versorgt, jedoch gleichzeitig Griechenland damit gedroht, Staatsanleihen des Landes im Rahmen des QE nicht aufkaufen zu wollen.

Technische Bewertung der Märkte:

Screen 1: Tageschart des EUR/USD

Das Währungspaar EUR/USD befindet sich aktuell in einer Erholungsphase und hat im Zuge der letzten FED-Sitzung den Bereich bei 1,1530 US-Dollar pro Euro angesteuert, nachdem es die Woche davor auf 1,1090 US-Dollar je Euro gefallen ist. Die 20er Durchschnittslinie auf Tagesbasis konnte die Erholung vorerst stoppen. Darüber besteht ein Aufwärtsrisiko bis in den Bereich zwischen 1,16-1,17 US-Dollar je Euro (Screen 1).

Screen 2: Tageschart des GBP/USD

GBP/USD: Das britische Pfund erholt sich dynamischer und hat deutlich die 20er Durchschnittslinie gebrochen. Aktuell notiert das britische Pfund bei 1,5330 US-Dollar. In diesem Bereich befindet sich die Abwärtstrendlinie. Ein nachhaltiges Durchbrechen der Trendlinie könnte einen Schub in Richtung 1,55 US-Dollar je britischem Pfund initiieren (Screen 2).

Screen 3: Tageschart des USD/JPY

USD/JPY: Der japanische Yen befindet sich gegen den US-Dollar in einer typischen Konsolidierungsphase, aber unterhalb der 20er Durchschnittslinie auf Tagesbasis. Deutliche technische Anzeichen für eine Richtung sind aktuell nicht gegeben. Die lockere Geldpolitik der japanischen Zentralbank sollte jedoch weiterhin auf dem japanischen Yen lasten. Dennoch könnte ein Sinken des Währungspaares bis in den unteren Dreiecksbereich bei 116 japanische Yen je US-Dollar stattfinden. Über der 20er Durchschnittslinie besteht Aufwärtsrisiko zunächst bis 119 japanische Yen je US-Dollar (Screen 3).

Screen 4: Tageschart von WTI OIl

WTI: Ein Blick auf den Ölpreis zeigt eine deutliche Veränderung in den Marktbedingungen. Anscheinend erwarten Marktteilnehmer bald steigende Preise. Der Preis für die amerikanische Rohölsorte WTI stieg innerhalb einer Woche von 43,750 auf 52 US-Dollar je Barrel – ein Anstieg von knapp 20 %. Der Auslöser war der Bericht von Baker Hughes, ein Unternehmen, das Bohrplattformen ausstattet. Dem Bericht zufolge war das Abschalten der Plattformen in den letzten Wochen extrem ausgefallen, sodass viele Marktteilnehmer mit einem sinkenden Angebot rechnen. Technisch gesehen besteht ein deutliches Aufwärtspotenzial. Dennoch sollten Trader bei Öl vorsichtig sein, da die Volatilität enorm hoch ist und der Produktionsoutput trotz Schließung der Plattformen dennoch ein Rekordhoch erreicht hat. Eine Positionierung nach technischen Kriterien wäre daher eher auf Wochenbasis zu empfehlen (Screen 4).

Screen 5: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex DAX hat die US-Indizes DOW JONES und S&P 500 in dieser Woche deutlich underperformt. Das könnte mit der Griechenlandproblematik zusammenhängen. Daher bewegt sich der Index aktuell innerhalb einer Range auf kurzfristiger Basis. Der Aufwärtstrend auf Tagesbasis ist dennoch intakt. Selbst wenn eine größere Korrektur stattfinden sollte, würde die 20er Durchschnittslinie eine deutliche Unterstützung bieten. Erst darunter bestünde Abwärtsrisiko (Screen 5).

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