Tradingtagebuch – Ein Muss für jeden ernsthaften Trader

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Ein Muss für jeden ernsthaften Trader: Das Tradingtagebuch

Jeder gute Trader hat so seine Tricks und Geheimnisse. Verschiedene Gemeinsamkeiten findet man bei den Top-Händlern aber trotzdem immer wieder. Zum einen sind es natürlich Key-Skills wie Disziplin und Hartnäckigkeit. Zum anderen antworten sehr viele erfolgreiche Trader auf die Frage: „Was ist das Geheimnis Ihres Erfolges?“ mit: „Mein Tradingtagebuch“.

Warum überhaupt ein Tradingtagebuch?

Dafür gibt es eine Reihe von Gründen. Das Hauptziel, das mit einem Tradingtagebuch verfolgt wird, ist natürlich die Verbesserung der eigenen Performance. Auf dem Weg zum guten Trader bedarf es vor allem an Disziplin und diese erfordert Kontrolle. Hier kommt dann das Tradingtagebuch ins Spiel. Durch das genaue Aufzeichnen der einzelnen Trades und der Gründe, warum man die Trades überhaupt eingegangen ist, kann man Rückblickend sehr genau sehen, wo sich eventuelle Schwächen verstecken. Ohne die genaue Dokumentation wäre dies nicht möglich.

Ein kleines Beispiel: Sie sind begeisterter Fußballspieler und gehen jeden Mittwoch abends zum Fußballtraining. Beim Lesen Ihres Tradingtagebuches fällt Ihnen auf, dass Sie in den letzten Monaten jeweils am Mittwoch eine besonders schlechte Handels-Performance hatten. Das könnte damit zusammenhängen, dass Sie am Mittwoch während des Tages mit Ihren Gedanken immer schon beim Fußballtraining sind und sich nicht voll und ganz auf den Handel konzentrieren. Mit Hilfe Ihres Tradingtagebuchs kommen Sie solchen Mustern auf die Schliche und können Ihre Fehler korrigieren.

Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten.

Ein weiterer essentieller Grund ein Tradingtagebuch zu führen ist, dass man einen eingegangenen Trade oder bereits abgeschlossenen Trade, egal ob dieser mit Gewinn oder Verlust geendet hat, möglichst schnell aus dem Kopf bekommen sollte. Nur wenn man von der Vergangenheit „frei“ ist kann man sich voll und ganz auf die nächste Transaktion konzentrieren. Mit Hilfe der Aufzeichnungen kann man sich den Trade „aus dem Kopf schreiben“ und ohne Emotionen zur nächsten Analyse übergehen (die Kontrolle der Emotionen ist ein sehr wichtiger Punkt im Trading).

Welches Medium sollte ich nutzen?

Hier ist natürlich jeder Trader verschieden und hat seine eigenen Präferenzen. Viel bevorzugen einfach immer noch ein klassisches, physisches Buch in dem Sie Ihre Trades notieren.

Eine weitere und sehr einfach Möglichkeit ist es, einfach eine Tabellenkalkulationsprogramm wie „Excel“ oder „Open Office Calc“ zu verwenden. Damit können Sie durch Verknüpfungen die einzelnen Trades auch sehr leicht auswerten.

Für alle Internetfreaks ist das Führen eines eigenen Trading-Blogs ideal. Heutzutage kann sich jeder sehr leicht einen kostenlosen Blog mit Hilfe von WordPress, Blogspot oder anderen Blogging-Plattformen anlegen.

Sollten Sie im Umgang mit Weblogs keine Erfahrung haben, dann sind wir Ihnen gerne behilflich. Schreiben Sie einfach eine eMail an info -NO SPAM!- @ easybinaryoption.com und wir richten einen professionellen Trading-Blog für Sie ein.

Natürlich können Sie das Tradingtagebuch auch sofort auf solide Beine stellen und eine kostenpflichtige Software erwerben. Ein Tipp dazu ist das „Trading-Tagebuch 3“. Hier finden Sie dazu nähere Informationen.

Was sollte ich mir notieren?

Zuallererst sollten Sie die Fakten notieren: Zeitpunkt, was habe ich gekauft, zu welchem Einstiegskurs, wo hat der Trade geschlossen usw.. Darüber hinaus ist es immer von Vorteil, auch die Begründng, also warum Sie den Trade eingegangen sind, festzuhalten (wenn Sie einen Trading-Blog führen, dann können Sie auch gleich einen Screenshot mit dazuhängen).

Aber auch Psychologie und körperliches Wohlbefinden spielen eine wichtige Rolle. Also alles, was Ihnen dazu einfällt, notieren Sie auch (Streit mit der Freundin vor dem Trade, schlechtes Mittagessen, …).

Rückblickend, also einige Tage später, kommen Sie mit einem objektiven Blick nochmals zu Ihrem Eintrag zurück und wenn Ihnen noch etwas einfällt, dann fügen Sie noch einen „Nachtrag“ hinzu.

Fazit

Sie sehen: Ein Tradingtagebuch verwandelt Verluste von „Spielgeld“ in „Lehrgeld“. Fangen Sie am besten noch heute damit an. Sie werden es nicht bereuen!

My Trading Journal – Wie erstelle ich ein Trading Tagebuch in Excel?

Oft wird neuen Tradern geraten, ein Trading-Tagebuch zu führen, um die eigene Disziplin zu trainieren und gleichzeitig den Erfolg oder Misserfolg der verfolgten Strategie zu analysieren. Klingt gut, aber wie funktioniert das eigentlich?

Wer im Internet nach Trading-Tagebüchern recherchiert, findet in der Regel eine von zwei Varianten. Entweder eine sehr personalisierte Version irgendeines Traders, der selbige in einem Forum hochgeladen hat oder ein kostenpflichtiges Excel-Addin. Wahlweise auch eine Mischung aus beidem. Was man hingegen nur selten findet, sind Anleitungen, wie man ein solches Trading-Tagebuch selbst erstellen kann, was wir nun mit diesem Artikel ein Stück weiter erläutern möchten.

Für viele ist Excel nur ein überdimensionierter Taschenrechner, in dem man ein paar Tabellen zusammenbasteln kann und sich die Arbeit spart, selber Summen zu bilden. Wir werden uns für diesen Guide allerdings mit einigen etwas komplexeren Funktionen von Excel beschäftigen um viele Auswertungen zu automatisieren.

Anmerkung: Im Text wird gelegentlich ein kurzer Einschub erfolgen, der eine bestimmte Funktion in Excel näher erklärt und deren praktischen Nutzen erläutert.

Trading-Tagebuch? Was ist das eigentlich?

Ein Trading-Tagebuch hilft dem Trader, seine Trades zu dokumentieren, zu analysieren, seine Stärken und Schwächen aufzudecken und sich selbst zu kontrollieren. Neben dem Informationsaspekt, den Trader über seine Gewinne oder Verluste auf dem neusten Stand zu halten, kann ein Trading-Tagebuch aber auch durchaus sinnvoll sein, um die eigene Disziplin zu trainieren. Je umfangreicher das Tool wird, desto mehr können Sie aus ihren Daten herausholen, natürlich nur unter der Voraussetzung, dass Sie alle Trades konsequent und ehrlich eintragen.

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Wie sollte ein Trading-Tagebuch aufgebaut sein?

Das Herzstück der Datei sind logischerweise die Daten der Trades. Je nach Umfang der Datei und der Komplexität der Formeln, können spätere Anpassungen recht lästig werden. Daher ist es durchaus ratsam, sich vor Beginn der Arbeit gründlich zu überlegen, welche Daten erfasst und welche Zusatzinformationen pro Trade notiert werden sollen und was am Ende mit den Daten gemacht wird.

Der Grundsatz heißt hier immer Struktur. Die Daten müssen nach einem festen Schema erfasst werden, sodass Formeln möglichst vollständig automatisiert werden können, was nur bedeutet, dass man nicht pro Zeile irgendeinen Bezug per Hand anpassen muss.

Der Kern der Datei

Logischerweise kann man nichts auswerten, wenn nichts vorhanden ist. Daher ist der erste Schritt eine Tabelle, in der wir alle Trades erfassen. Für unser Beispiel nehmen wir die Standardangaben aus dem MetaTrader, sowie einige persönliche Notizen pro Trade.

Der Aufbau bleibt zunächst simpel. Wir vergeben fortlaufend eine eigene ID, beginnend ab 1. Dies lässt sich bequem per Formel realisieren, sodass hier keine Eingabe notwendig ist. Diese ID können wir später nutzen, um komplexere Suchformeln zu erstellen, sofern wir dies wünschen.

Anmerkung: Die ID werden wir über eine Wenn-Bedingung automatisch berechnen. Wir ermitteln dabei nur, ob eine Ticket Nummer vorhanden ist und für den Fall das dem so ist, erhöhen wir die letzte ID um 1. Wenn dem nicht so ist, bleibt das Feld leer. So ergeben sich IDs automatisch, sobald man einen Trade einträgt.

=WENN(BEDINGUNG ; DANN ; SONST)

Die nächsten Spalten dienen nur der Erfassung der Trades, beginnend mit der eigentlichen Ticketnummer, gefolgt von den Tradedaten. Die letzten paar Spalten sind unsere persönlichen Kommentare zu dem jeweiligen Trade. Für dieses Beispiel erfassen wir hier, wie wir aus dem Markt ausgestiegen sind (SL, TP, Manuell), ob wir bei dem Trade all unsere Regeln eingehalten haben und eine kleine Notiz zu jedem Trade. Diese Notiz kann eigentlich alles beinhalten, zum Beispiel Gründe für Ein- oder Ausstieg oder eine eigene Analyse vom Trade (beispielsweise „Der Stop war zu groß / zu klein / wurde mehrfach verschoben und das war schlecht, weil…“).

Wer es etwas genauer möchte, kann hier die Notiz in mehrere Spalten aufteilen, wie beispielsweise:

  • „Signal für Einstieg“
  • „Grund für Ausstieg“
  • „Wurden Fehler gemacht?“
  • „Wenn ja, welche Fehler wurden gemacht und warum?“
  • „Eigene Analyse des Trades“
  • „Eigene Bewertung des Trades“

Alle Informationen die Sie notieren, können Sie später auswerten. Nehmen wir beispielsweise die Angabe „Eigene Regeln eingehalten?“. Pro Trade würden wir hier schlicht „Ja“ oder „Nein“ notieren.

Mit der Excel-Funktion ZÄHLENWENN könnten wir die Anzahl der Trades ermitteln, bei denen wir unsere eigenen Regeln gebrochen haben. Diese Zahl wiederum geteilt durch die Anzahl aller Trades liefert uns den Prozentwert der Trades, bei denen wir nicht Regelkonform gehandelt haben. Je größer diese Prozentzahl ist, desto mehr Handlungsbedarf besteht hier.

Anmerkung: ZÄHLENWENN ermöglicht es, einen Bereich nach einem bestimmten Wert zu durchsuchen und liefert als Ergebnis die Anzahl Treffer zurück.

=ZÄHLENWENN(BEREICH ; SUCHKRITERIUM)

Nehmen wir beispielsweise an, dabei würde herauskommen, dass wir bei 50 % der Trades unsere eigenen Regeln nicht einhalten, dürfte eines der größten Probleme wohl die Disziplin sein. Liegt der Wert hier jedoch bei 0 % und wir verlieren laufend Kapital, dann dürften die Regeln an sich eher das Problem sein.

Das Beispiel sei nur am Rande erwähnt, um aufzuzeigen, was man aus solchen Daten an Informationen gewinnen kann.

Zurück zum Guide:

Warum wurden die ersten Zeilen freigelassen? Weil wir später das Tabellenblatt ab der Kopfzeile fixieren. So können wir auch hunderte von Trades auflisten, ohne die Überschriften aus den Augen zu verlieren und gleichzeitig in den ersten Zeilen einige einfache Auswertungen errechnen, die immer sichtbar sind.

Anmerkung: Man kann ein Tabellenblatt auf drei Arten fixieren. Waagerecht, senkrecht oder in Kombination.

Zum fixieren geht man in Excel auf den Menüpunkt Ansicht -> Fenster fixieren.

Was dann fixiert wird, hängt davon ab, welche Zellen markiert sind.

  • Wenn eine Zeile markiert ist, wird das Blatt ab dieser Zeile nach unten scrollbar.
  • Wenn eine Spalte markiert ist, wird das Blatt ab dieser Spalte nach rechts scrollbar.
  • Wenn eine Zelle markiert ist, wird das Blatt links und oberhalb dieser Zelle fixiert.

Für unser Beispiel markieren wird Zeile 9 (die Zeile unter den Überschriften) indem wir links die 9 anklicken und fixieren dann.

Anschließend fügen wir oberhalb einige Auswertungen ein. Detailliertere Auswertungen werden aus Platzgründen eher auf ein neues Tabellenblatt ausgelagert.

Die Auswertungen erfolgen je nach Kennzahl mit unterschiedlichen Formeln.

Spalte C besteht aus einer Mischung aus ANZAHL2 und ZÄHLENWENN. Spalte G und J aus SUMMEWENN und M rein aus SUMME.

Anmerkung: Die Funktion ANZAHL gibt die Anzahl der Zellen zurück, die eine Zahl enthalten. Die Funktion ANZAHL2 gibt die Anzahl der Zellen zurück, die nicht leer sind. Wir zählen in unserem Fall die Anzahl der Trades anhand der Ticket ID. Sofern diese auch Buchstaben enthalten kann, ist hier ANZAHL2 die sichere Variante.

Die Funktion SUMMEWENN funktioniert ähnlich ZÄHLENWENN. Es wird ein Bereich auf ein Kriterium durchsucht, und alle Zeilen, in denen das Kriterium gefunden wird, werden aufsummiert.

In unserem Beispiel:

Die Summe aller Profit-Trades wäre als Bereich und Summenbereich Spalte O (Profit) und als Kriterium „>=0“. Als Resultat erhalten wir die Summe aller Profite, die größer oder gleich 0 sind, sprich alle Gewinner oder BreakEven-Trades.

Die Optik

Design ist Geschmackssache, kann aber durchaus nützlich sein. Abgesehen von verschiedenen Farbverläufen in einigen Zellen, die Überschriften von Werten abgrenzen sollen, kann man auch mit bedingten Formatierungen einige nette Effekte erzielen.

Markieren wir dazu den Bereich B9 bis O20 (der Bereich kann später erweitert werden). Nun gehen wir in Excel auf den Menüpunkt Start -> Bedingte Formatierungen -> Neue Regel

Die Regel stellen wir analog zu folgendem Bild ein.

Wir ermitteln die zu formatierenden Zellen per Formel.

Die Formel lautet dabei =UND($B9<>““;$O9 >= 0) ($-Zeichen beachten). Als Formatierung wählen wir unter Ausfüllen einen Grünton und bestätigen mit OK.

Anmerkung zu $-Zeichen in Excel: Durch ein $ vor der Spalte oder der Zeile kann selbige für die Formel fixiert werden. Fixieren wir die Spalte, so sind die Zeilen noch variabel. Alternativ können wir auch die Zeile fixieren und die Spalte variabel halten. Beides geht in Kombination.

In unserer Formel fixieren wir so die Spalten B und O, sodass immer die Ticket ID und der Profit überprüft wird, lassen aber die Zeile variable, sodass die Formel für jede Zeile neu ausgewertet werden kann.

Und was macht diese Formel eigentlich? Wir verknüpfen zwei Bedingungen mit UND, sodass nur Zeilen betroffen sind, die eine Ticket ID enthalten (B9 <> ““) und einen Profit größer oder gleich 0 haben (O9 >= 0).

Ohne die Bedingung der Ticket ID wären auch alle leeren Zeilen gleich 0, was wir aber nicht wollen.

Anmerkung

=UND(Bedingung 1 ; Bedingung 2 ; .. ; Bedingung X)

Die Formel ist nur wahr, wenn alle Bedingungen wahr sind. Die einzelnen Bedingungen werden per Semikolon getrennt.

Als Resultat werden nun alle Trades Grün hervorgehoben, die positiv verlaufen sind. Entsprechend können wir eine weitere Regel mit =“&B17;Trades!$C$9:$C$50000;“ = 42500 und =„&0;Trades!$C$9:$C$50000;“>=

„&B17;Trades!$C$9:$C$50000;“ =“&0; Bedingung: Profit >= 0 Trades!$C$9:$C$50000;“>=“&B17; Bedingung: Datum >= 10.05.16 Trades!$C$9:$C$50000;“ =

„&B17;Trades!$C$9:$C$50000;“ „“ = Wenn B17 nicht leer ist, dann soll die Formel, die wir bereits haben, berechnet werden, ansonsten soll das Feld leer bleiben.

Wir umrunden also die vorhanden Formeln nur mit =WENN(B17<>““; bisherige Formel ; „“)

Dies machen wir für alle Spalten in B17. Danach erfreuen wir uns an der Schönheit von durchdachten Formeln und kopieren diese für einige hundert Zeilen nach unten, was für ein paar Jahre langen sollte.

Achtung: Die Formel für das Datum erst ab B18 kopieren, da wir in B17 den Startwert ohne Formeln stehen haben.

Der letzte sichtbare Eintrag in der Liste entspricht dann dem Datum von Heute.

Nun erstellen wir ein Chart, das lediglich den Nettoprofit als Balken darstellt.

Auch hier gibt es wieder Probleme. Ein Diagramm hat in den Standardeinstellungen immer einen festen Datenbereich. Damit sich das Diagramm also von selbst erweitert, müssen wir diesen Datenbereich dynamisch machen, da ansonsten entweder zu Beginn schon etliche 100 leere Zeilen angezeigt werden, oder eben irgendwann das Ende des Datenbereichs erreicht ist. Beides erfordert Handarbeit, welche wir ja vermeiden wollen.

Die Lösung nennt sich Namensmanager. Ein praktisches Tool für alle Einträge, die irgendwie variabel gehalten werden müssen.

Zu finden ist dieser im Menü unter Formeln -> Namensmanager. Dort legen wir einen neuen Namen an, mit folgender Formel:

=BEREICH.VERSCHIEBEN(Tagesbilanz!$B$17;0;0;ANZAHL(Tagesbilanz!$B$17:$B$50000);1)

Die Formel scheint erstmal komplex, ist aber eigentlich auch kein Hexenwerk.

=BEREICH.VERSCHIEBEN(BEZUG ; ZEILEN ; SPALTEN ; [HÖHE] ; [BREITE])

Die erste Angabe ist der Anfang unseres Bereichs (B17). Die nächsten zwei Parameter bleiben 0, da wir den Bereich nicht verschieben wollen. Die Höhe des Bereichs ermitteln wir anhand der Anzahl von befüllten Feldern. Wir erweitern also den Bereich um die Anzahl an Tagen, die bereits sichtbar sind. Als letzten Parameter setzen wir eine 1, da wir nur eine Spalte haben wollen.

Der Namensmanager berechnet diese Formel dann automatisch und liefert unserem Diagramm immer den genauen Bereich an Daten, die wir haben. =B17:B“letzter Eintrag“

Wir legen nun analog dazu auch einen Namen für den Nettogewinn an. Die Formel bleibt an sich gleich, nur der Spaltenbezug ändert sich von B auf F.

Nun passen wir im Diagramm den Datenbereich an. Als Reihenwerte setzen wir folgende Formel:

=TradingDiary.xlsx!TagesbilanzBereichNetto

Das Diagramm benötigt die Angabe des Dateinamens gefolgt von einem Ausrufezeichen und dem Namen aus dem Namensmanager. Analog dazu passen wir die Achsenbeschriftungen ebenfalls an.

=TradingDiary.xlsx!TagesbilanzBereichDatum

Diese zwei Namen werden nun für automatisch aktualisiert, sodass sich das gesamte Blatt automatisch an alle eingetragenen Trades anpasst. Als Alternative zum Nettogewinn pro Tag kann man auch die Bilanz errechnen und diese dann graphisch darstellen, ebenfalls über den Namensmanager automatisiert (Bereich in der Formal auf G ändern).

So erhält man eine Verlaufskurve, die sich täglich aktualisiert.

Als Idee zum Spielen:

Erfassen Sie im Trading-Tagebuch separat irgendwo Ein- und Auszahlungen mit Angabe von Datum und erweitern Sie die Tabelle dann um diese Information. Danach kann man auch diese Informationen in das Chart einfließen lassen, sodass man eine Übersicht über den Bilanzverlauf hat, mit Angaben von Ein- und Auszahlungen.

Als Alternative zum Eröffnungsdatum kann man genauso gut das Datum für die Filter nehmen, an dem man den Trade geschlossen hat. Welches Datum Sie nehmen, ist eigentlich egal, solange es einheitlich bleibt. Sie ordnen damit Gewinn und Verlust eines Trades entweder dem Tag zu, an dem Sie den Trade eröffnet haben, oder dem Tag, an dem Sie den Trade geschlossen haben. Was davon Sie bevorzugen, bleibt Ihnen überlassen.

Kennzahlen für Trades berechnen

Nun möchten wir in unserem Trading-Tagebuch pro Trade einige Kennzahlen berechnen. Für dieses Beispiel übernehmen wir schlichtweg nacheinander alle IDs aus der Liste der Trades. Danach ermitteln wir die dazugehörigen Werte per SVERWEIS und nutzen diese in Formeln um einige Zahlen zu berechnen.

Die ID holen wir einfach per Formel =Trades!A9 und kopieren diese nach unten.

In Spalte C setzen wir einige Informationen zu einem Satz zusammen. Dazu verknüpfen wir die einzelnen SVERWEISE einfach mit &.

=WENN(A2<>““;SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;5;FALSCH)&“ x „&SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;6;FALSCH)&“ „&SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;4;FALSCH)&“ @ „&SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;7;FALSCH);““)

Wir fragen per SVERWEIS nach vier verschiedenen Spalten mit der ID aus A2 und verknüpfen jedes Ergebnis mit &“ TEXT “&, sodass daraus ein Satz entsteht.

SIZE x ITEM TYP @ PRICE

Alle Formeln wieder umrundet mit einer Abfrage, ob wir eine ID haben. Falls dem nicht so ist, bleibt das Feld einfach leer.

Wer etwas genauer hinsieht, stellt fest, dass hier alle SVERWEISE im Grunde gleich sind, abgesehen von dem Spaltenindex, der zurückgegeben wird.

Risk und Reward berechnen wir anhand des Open Price und dem SL bzw. TP.

=WENN(A2<>““;ABS(SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;7;FALSCH)-SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;8;FALSCH));““)

Die Formel etwas vereinfacht wäre ABS(TP-OPEN) bzw. ABS(SL-OPEN).

ABS liefert in Excel den Absolutwert, auch Betrag genannt zurück. Wir nutzen dies, um uns die Unterscheidung der Reihenfolge bei Long und Short zu sparen (Was ziehen wir wovon ab?), da uns letztendlich sowieso nur die Differenz der beiden Zahlen interessiert.

Danach ermitteln wir noch das Verhältnis zwischen Risk und Reward.

Auch hier schachteln sich wieder die Formeln, um die gewünschten Effekte zu erzielen, daher eine kurze Aufschlüsselung der Formel. Die erste Wenn-Bedingung fragt wieder ab, ob eine ID vorhanden ist. Die zweite Wenn-Bedingung prüft, ob wir als Wert für Risk nicht 0 haben, da wir durch 0 nicht teilen können. Wenn beides OK ist, bauen wir einen Text zusammen nach dem Schema 1 : (Reward / Risk), wobei wir dieses Ergebnis noch auf 2 Stellen runden.

Schließlich berechnen wir noch die Haltedauer des Trades, wobei uns hier die Angaben zur Uhrzeit zu Nutze werden.

=WENN(A2<>““;WENN(UND(SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;10;FALSCH)<>““;SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;3;FALSCH)<>““);SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;10;FALSCH)-SVERWEIS(A2;Trades!$A$9:$T$50000;3;FALSCH);““);““)

Wie sie mittlerweile bemerkt haben dürften, werden die Formeln immer unübersichtlicher, weswegen es wichtig ist, dass Sie die einzelnen Funktionen an sich verstehen, um bei solchen Formeln noch durchzublicken, was denn eigentlich dort passiert.

Neben der üblichen ID Abfrage in der ersten Bedingung, fragt die zweite Bedingung die beiden Werte für Eröffnungs- und Schließungsdatum ab und prüft ob beide einen Wert enthalten. Sollte ein Trade noch offen sein, wird nichts berechnet, wobei man auch hier noch eleganter sein könnte.

Nur wenn beide Werte vorhanden sind, subtrahieren wir den Zeitpunkt der Eröffnung vom Zeitpunkt der Schließung. Nun Formatieren wir das Feld in Excel als Zeit und erhalten die gewünschte Information.

Auswertung nach Handelssymbol

Die meisten Trader werden speziell bei Währungspaaren einige Favoriten haben, welche sie bevorzugt handeln. Aber welches Paar ist eigentlich das lukrativste? Hierfür würde sich eine Auswertung der einzelnen Handelsinstrumente für unser Trading-Tagebuch eignen, doch wie berechnet man sowas ohne viel Eigenarbeit?

Wir nutzen hier schon größtenteils die Funktionen, die wir in den vorhergehenden Beispielen genutzt haben. Die Anzahl der Trades über ZÄHLENWENNS, Profit und Verlust über SUMMEWENNS, sowie Netto und Durchschnitt über einfache Formeln mit den Ergebnissen.

Das Chart an sich kann sich wieder per Namensmanager steuern lassen. Was jetzt noch Handarbeit erfordert, ist die Liste mit Symbolen, die wir gehandelt haben. Für dieses Problem gibt es mehrere Lösungen, wobei keine wirklich schön ist.

Die einfachste Variante wäre logischerweise, die Liste einfach entsprechend per Hand zu erweitern, sobald ein weiteres Handelsinstrument hinzukommt. Bedeutet Arbeit, wird gelegentlich vergessen und ist bei steigender Anzahl an Möglichkeiten auch recht fehleranfällig, wird daher einstimmig abgelehnt.

Die zweite Variante ist rein formelbasiert, erfordert aber etliche Hilfsspalten und Formeln, die kein Normalsterblicher auf Anhieb begreifen würde.

Bleibt also Variante drei, ein Makro, dass die Liste auf Knopfdruck erstellt.

Anmerkung: Um Makros zu erstellen, benötigen Sie die Entwicklertools. Diese sind standardmäßig ausgeblendet. Um Sie zu aktivieren gehen Sie im Menü auf Datei -> Optionen -> Menüband anpassen und blenden dort die Entwicklertools ein. Danach haben Sie unter anderem Zugriff auf Visual Basic.

Der Code soll hier nicht groß erläutert werden, jedoch müssen ein paar Anmerkungen gemacht werden, sofern Sie die Datei geringfügig anders aufbauen.

Folgender Code liefert uns das gewünschte Ergebnis:

Public Sub ListeFiltern()
ActiveWorkbook.Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18:B5000“).ClearContents
Set TargetRange = Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18“)
Set TradeRange = Sheets(„Trades“).Range(„F9:F50000“)

If Application.WorksheetFunction.CountA(TradeRange) > 0 Then
Dim ListArray As Variant
Dim TradeDic As Object
Dim Counter As Long
ListArray = TradeRange
Set TradeDic = CreateObject(„Scripting.Dictionary“)
For Counter = 1 To UBound(ListArray)
TradeDic(ListArray(Counter, 1)) = 0
Next
TargetRange.Resize(TradeDic.Count) = WorksheetFunction.Transpose(TradeDic.Keys)
End If
End Sub

Ohne auf die Funktion des Codes näher einzugehen, gibt es drei Zeilen, die gewisse Anpassungen benötigen, sofern Sie die Datei anders aufbauen.

ActiveWorkbook.Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18:B5000“).ClearContents

Diese Zeile löscht die bisherige Symbolliste, um Platz für eine neue zu schaffen und Fehler durch falsche Einträge zu vermeiden.

Set TargetRange = Sheets(„AuswertungHandelssymbol“).Range(„B18“)

Diese Zeile liegt das Ziel fest, ab dem die Liste ausgegeben werden soll. In unserem Fall B18, weil dort der erste Eintrag stehen soll.

Set TradeRange = Sheets(„Trades“).Range(„F9:F50000“)

Die letzte Zeile legt den Bereich fest, in dem die Symbole in unserer Tradeliste stehen. In unserem fall also Spalte F von 9 bis irgendwo weit unten. Der Rest vom Code geht dann diese Zeilen durch, sucht die Unikate und gibt sie auf der anderen Seite wieder aus. Wenn also entweder die Tradeliste oder die Auswertungsseite anders aufgebaut ist, müssen diese drei Zeilen entsprechend angepasst werden.

Nun feilen wir noch ein wenig an der Optik.

Zunächst erstellen wir über das Menü -> Einfügen -> Formen einen Button. Suchen Sie sich dazu irgendeine Form aus und formatieren Sie diese wie Sie wollen.

Danach machen wir auf die Form einen Rechtsklick -> Makro hinzufügen -> ListeFiltern.

Der Knopf führt dann per Klick das Makro aus und die Symbolliste wird aktualisiert.

Für die Optik erweitern wir die restlichen Formeln wie immer mit Wenn-Bedingungen, damit Sie nur etwas anzeigen, wenn auch ein Symbol vorhanden ist. Teilweise kommen der Namensmanager und einige Makros nicht ganz miteinander klar, speziell wenn das Makro Daten löscht. Daher müssen wir den Namensmanager hier etwas erweitern.

Zunächst ermitteln wir die Anzahl der Symbole per Formel und geben diesen Wert im Tabellenblatt aus.

Danach erweitern wir die Formeln im Namensmanager um eine Wenn-Bedingung, damit der Bereich nur berechnet wird, wenn mindestens ein Symbol in der Liste steht. Ansonsten wird es zu Fehlermeldungen kommen, sobald das Makro gestartet wird, wobei das Chart dann nichts mehr anzeigt.

Namensmanager:

=WENN(AuswertungHandelssymbol!$C$2>0;BEREICH.VERSCHIEBEN(AuswertungHandelssymbol!$B$18;0;0;ANZAHL2

(AuswertungHandelssymbol!$B$18:$B$50000);1);0)

Alles in allem haben wir auch hier eine fast automatisch generierte Auswertung. Einzig und allein ein Knopfdruck ist nötig, der Rest wird wieder über Formeln ermittelt.

Makros vs. Formeln

Für gewöhnlich langen Formeln aus, um die entsprechenden Ansichten und Berechnungen zu ermöglichen. In einigen Fällen ist der Griff zu Makros allerdings aus mehreren Gründen sinnvoll.

Zum einen kann es vorkommen, dass es einfach keine formelbasierte Lösung gibt oder diese zumindest so komplex ist, dass es völlig unübersichtlich wird. Zum anderen gibt es Fragestellungen, die sich nur über mehrere Matrixformeln lösen lassen. Um dann noch möglichst flexibel in der Menge der Daten zu bleiben, müssen die Bereiche entsprechend groß angelegt werden. Matrixformeln erlauben es zu einem gewissen Grad, innerhalb von Formeln noch separate Berechnungen durchzuführen.

Nehmen wir ein praktisches Beispiel.

Wir haben unsere Liste voller Trades (1000+ Einträge) und möchten nun eine Seite erstellen, in der wir einige Filter setzen können, um dann als Resultat nur noch die Trades angezeigt bekommen, die dem Filter entsprechen.

Zum Beispiel: Nur EURUSD mit einem Profit > 100 und einer Haltedauer Formeln -> Berechnungsoptionen ), was bedeutet, dass bei jeder Änderung alle Formeln berechnet werden. Je umfangreicher die Datei, desto mehr Berechnungen sind notwendig und desto langsamer wird Excel.

Eine VBA-Lösung würde die Berechnungen nur auf Knopfdruck ausführen und die Zellen mit reinem Text befüllen. Damit wird Excel allerhöchstens während der Laufzeit der Makros etwas verlangsamt, läuft aber ansonsten flüssig. Außerdem lassen sich mit Makros wesentlich komplexere Berechnungen in Schleifen durchlaufen, was in den meisten Fällen auch noch schneller programmiert ist, als die entsprechenden Formeln zusammenzusetzen.

Trading-Tagebuch in Excel!

Sie haben nun einige Möglichkeiten kennengelernt, wie man Daten in einem Trading-Tagebuch verwerten kann. Richtig aufgebaut, läuft diese Auswertung danach größtenteils von selbst, sodass man keinerlei Arbeit hat, außer täglich seine Trades einzutragen. Die Erstellung mag zwar aufwendig sein, ist aber in den meisten Fällen eine Arbeit, die man nur einmal erledigt (und gelegentlich erweitert) und danach dauerhaft nutzen kann.

Wenn Sie also Spaß am Basteln haben, ist solch ein Projekt garantiert eine sinnvolle Investition, zumal Sie am Ende der Arbeit eine Datei haben, die genau das macht, was Sie erwarten. Nicht mehr und nicht weniger, wie es bei den meisten fertigen Lösungen der Fall ist.

Das Herzstück solcher Dateien sind immer die Daten. Je mehr Sie zu einem Trade erfassen, desto mehr können Sie auch mit den Daten machen. Sie kennen nun einige Möglichkeiten, wie Sie die Daten von A nach B bekommen, wie Sie gezielt nach Daten suchen und wie Sie diese in Formeln verwenden können. Mit etwas Bastelarbeit und ein wenig Design lassen sich daraus maßgeschneiderte Tools entwickeln, die Ihnen den Trading-Alltag erleichtern können. Mit den hier vorgestellten Funktionen lassen sich etliche Auswertungen erledigen, sodass das Resultat Ihrer Arbeit nur noch von der eigenen Kreativität abhängt.

Sofern Sie über die nötigen VBA-Kenntnisse verfügen, lässt sich das Ganze noch auf eine weitaus flexiblere Ebene katapultieren.

Als kleiner Tipp zur Einarbeitung in VBA:

In den Entwicklertools gibt es die Funktion „Makro aufzeichnen“. Wenn Sie diese Option aktivieren, wird jeder Mausklick und jede Eingabe, die Sie in der Datei machen, aufgezeichnet. Sobald Sie die Aufnahme beenden, können Sie das Makro in Codeform im Editor einsehen und somit nachvollziehen welche Aktion in Excel welchem Code entspricht. Das erleichtert es Ihnen ungemein, gewisse Funktionen in Code zu verwandeln und zu verstehen, was hinter dem Code steckt.

Wir wünschen viel Spaß und Erfolg beim Basteln!

Das beste Währungspaar zum Traden

Wie Sie sicherlich wissen, können Sie mit binären Optionen auch sehr einfach Währungen handeln. Das ist mit diesem Finanzprodukt auch um einiges leichter, als wenn Sie direkt am Forexmarkt traden. Diese Chance sollten Sie sich nicht entgehen lassen, denn es sprechen sehr viele Punkte dafür:

  • der Forexmarkt ist der größte Finanzmarkt weltweit
  • am Forexmarkt finden Sie immer ausreichend Liquidität
  • Währungen können Sie rund um die Uhr handeln
  • mit binären Optionen kennen Sie immer Ihren genauen Ertrag
  • mit binären Optionen ist Risikomanagement sehr einfach

Damit stellt sich natürlich auch die Frage, welches das beste Währungspaar zum Traden ist. Das ist allerdings nicht so einfach zu beantworten, denn jedes Währunspaar hat seine eigene Persönlichkeit und auch jeder Trader selbst hat natürlich seine eigene Persönlichkeit.

Im Wesentlichen kommt es einfach darauf an, Ihren persönlichen Vorteil im Markt zu finden. Darüberhinaus ist es natürlich auch davon abhängig, zu welcher Tageszeit Sie handeln wollen. Handeln Sie beispielsweise am liebsten die asiatische „Session“, dann sollten Sie Yen-Wärungspaare wählen und nicht den GBPUSD. Die meisten von uns werden aber die europäische „Session“ handeln und dazu möchten wir Ihnen einige Tipps geben.

Zunächst aber noch der Hinweis auf die Wahl des Brokers. Schließlich sollte der Broker nicht nur viele Währungspaare zum Handeln anbieten, sondern auch noch gute Auszahlungen. Die beste Wahl hierfür ist BDSwiss, außerdem der einzige Broker mit Banklizenz und damit mehr als sicher. Hier können Sie bei BDSwiss durchstarten!

EURUSD

Der EURUSD hat den höchsten Orderflow und damit die beste Liquidität im gesamten Forexmarkt. Sie brauchen sich also nicht vor möglicher Slippage zu fürchten (bis auf wenige Ausnahmen) und Ihre Trades werden immer sofort ausgeführt.

Außerdem findet man im EURUSD eine relativ niedirge Volatilität und damit ist dieses Währungspaar besonders für Anfänger bestens geeignet. Ein weiterer Vorteil ist der sehr geringe Spread, der besonders dann, wenn Sie ein Scalping-Trader sind, von Bedeutung ist.

USDJPY, USDCHF

Mit USDJPY und auch USDCHF können Sie auch nicht falsch liegen. Sie haben ebenfalls einen sehr soliden Orderflow, jedoch bieten diese Währungspaare manchmal etwas zu wenig „Action“.

AUDUSD, USDCAD

In diesen beiden Rohstoff-Währungspaaren (*) ist der Orderflow und damit die Liquidität um einiges geringer. Deshalb können Sie auch manchmal sehr überraschend reagieren und es kommt oftmals zu unerwarteten Reversals.

(*) Der AUDUSD und USDCAD werden oftmals als Rohstoff-Währungspaare bezeichnet, da Ihre Kurse mit Gold bzw. Erdöl stark korrelieren. Australien ist ein großer Goldproduzent und deshalb wird der Kurs des AUDUSD vom Goldpreis beeinflusst. Kanada ist einer der größten Erdölproduzenten und dementsprechend hängt der Kurs des USDCAD oftmals eng mit dem Ölpreis zusammen.

GRPJPY

Der GBPJPY ist sehr volatil und damit für alle Zocker besonders geeignet. Besonders wenn Japan neue Wirtschaftszahlen veröffentlicht werden, dann ist in diesem Währungspaar „die Hölle los“. Andrenalin-Junkies aufgepasst!

GBPUSD

Der GBPUSD ist ebenfalls ein sehr solides Währungspaar für den Tradinganfänger. Auch dort finden Sie sehr gute Liquidität und sehr gute Bewegungen. Der GBPUSD ist etwas volatiler als der EURUSD, bei weitem aber nicht so, wie der GBPJPY.

Fazit

Anfänger sollten sich zuerst auf den EURUSD und den GBPUSD konzentrieren. Um letzendlich das beste Währunspaar für sich selbst zu finden, hilft nichts anderes als testen, testen, testen. Setzen Sie am besten sehr kleine Summen und dokumentieren Sie alle Ihre Trades in Ihrem Tradingtagebuch. Wenn Sie sehen, dass Ihre Strategie im jeweiligen Währungspaar funktioniert (dazu brauchen Sie schon ca. 100 Trades damit die statistische Aussage auch relevant wird), dann können Sie nach oben skalieren und Ihre Einsätze erhöhen.

Noch ein abschließender Tipp: Wenn Sie wirklich am Forexhandel interessiert sind, die Hintergründe und Strategien näher kennenlernen wollen und vor solidem Fachwissen eines Forex-Profis nicht zurückschrecken, dann empfehlen wir Ihnen das Buch „Order Flow Trading for Fun and Profit„.

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Das Trading-Tagebuch

Ein Tagebuch? Das ist doch nur etwas für Teenies, aber nicht für einen Trader! Wer so denkt, irrt gewaltig. Richtig eingesetzt ist das Trading-Tagebuch ein unendlich wertvoller Schatz für jeden angehenden und erfolgreichen Trader. Aber warum ist das so und wie sollte ein Trading-Tagebuch aussehen?

Um die Frage nach dem Warum zu beantworten, müssen wir uns anschauen, wie typischerweise Lernprozesse ablaufen. Damit meine ich nicht das Auswendiglernen von Gedichten oder Formeln, sondern das Erlernen einer Tätigkeit. Dazu zählt das Trading genauso wie das das Erlernen eines Berufs oder das Essen mit Messer und Gabel. Das Prinzip ist immer das gleiche: Der Theorie folgt die Praxis.

Während die Theorie (Bücher, Seminare, Webinare …) schnell auswendig gelernt ist, gilt es im praktischen Teil die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlangen, die für den Erfolg notwendig sind. Nicht jeder von uns ist mit dem Tradergen geboren und so müssen wir tradingtechnische Disziplin und Geduld genauso erlernen, wie analytische Fähigkeiten und Co. Um diesen Lernprozess erfolgreich abzuschließen und den Erfolg später auch halten zu können, sind jedoch zwei Dinge unverzichtbar:

  1. Sie müssen erkennen, wo Sie noch Lernbedarf haben
  2. Sie müssen sich regelmäßig Feedback geben, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen

Genau diese Aufgaben muss das Trading-Tagebuch übernehmen, denn in der Regel hat nicht jeder Trader seinen ganz privaten Coach. Das Trading-Tagebuch soll uns dazu zwingen, uns mit dem eigenen Lernprozess auseinander zu setzen, denn nur wenn wir wissen, wo wir eventuelle „Fehler“ gemacht haben, können wir auch gegensteuern. Im Trading müssen wir unser eigener Coach sein und das Trading-Tagebuch hilft uns, diese Aufgabe zu bewältigen.

Erst wenn diese Punkte klar sind, können wir uns den Inhalten Ihres Trading-Tagebuchs zuwenden. Wer an dieser Stelle eine absolutistische Struktur für ein solches Tagebuch erwartet, möge sich bitte den ersten Teil dieses Beitrags noch einmal durchlesen. Wie in aller Welt soll es eine perfekte Tagebuchvorlage geben, wenn jeder von Ihnen doch einen unterschiedlichen Trainingsstand hat? Wer gerade dabei ist, seine Strategie zu entwickeln, wird andere Aspekte in seinem Trading-Tagebuch hervorheben müssen, als jemand der gerade versucht, seine emotionalen Trades in den Griff zu bekommen:

Ihr Trading-Tagebuch setzt sich immer mit den für Sie gerade wichtigen Themen auseinander

Aus diesem Grund habe ich persönlich auch meine Schwierigkeiten, mit vorgefertigten Trading-Tagebüchern. Eine gemeinsame Basis für jeden Trader ist sicherlich das „Mitschreiben“ seiner Trades. Schließlich ist die Performance die Kennzahl schlechthin, um den eigenen Lernprozess in Summe zu bewerten. Auch klassische Kennzahlen wie die Trefferquote oder die durchschnittlichen Gewinne bzw. Verluste geben einen groben Abriss des eigenen Tradings. Der Trader erhält durch diese grundlegendes Feedback über das, was er tut und gleichzeitig auch erste Hinweise, wo eventuell Schwierigkeiten bestehen. Tauchen Sie aber tiefer in Ihr Trading ein, wird es mit allumfassenden, vorgefertigten Tagebüchern schon schwierig. Ein Trader, der gerade dabei ist, seine Strategie zu entwickeln, wird innerhalb des Tagebuchs andere Dinge in den Vordergrund stellen, als jemand der gerade versucht, seine emotionalen Trades in den Griff zu bekommen.

Vor diesem Hintergrund ist auch die im Rahmen dieses Thementages „beigefügte“ Tagebuchvorlage zu werten. Sie soll Ihnen zeigen, wie ein solches Tagebuch aussehen kann, aber nicht muss. Die konkreten Inhalte eines Trading-Tagebuchs richten sich nach den für Sie gerade wichtigen Dingen. Dies setzt voraus, dass Sie sich Aufgaben / Ziele setzen. Diese wiederum erhalten Sie aus Ihren bisherigen Tagebuchaufzeichnungen, womit wir uns in einem Kreislauf befinden.

Das Tagebuch hilft Ihnen also nicht nur, Hürden zu meistern, sondern zeigt solche auch auf.

Ein Tagebuch zu schreiben ist gut, eines auszuwerten aber noch viel besser!

All dies wird aber nur dann funktionieren, wenn Sie Ihr Trading-Tagebuch ordentlich führen und, man glaubt es kaum, auch auswerten. Verstaubt dieses ungelesen in der Schublade, brauchen Sie sich über eine Aussage wie: „Na klar führe ich ein Trading-Tagebuch, aber erfolgreicher hat mich dieses nicht gemacht!“ nicht wundern.

Dies bringt uns zu einem weiteren wichtigen Aspekt, der gegen ein vorgefertigtes Trading-Tagebuch aus dem Internet & Co. spricht. Abgesehen davon, dass die zu protokollierenden Inhalte die falschen sein können, besteht die Gefahr, dass Sie das Tagebuch in der Form gar nicht führen, weil es Ihnen keinen Spaß, in der Form einfach zu viel Zeit in Anspruch nimmt oder eine spätere Auswertung nach Ihren Bedürfnissen nicht oder nur erschwert möglich ist. Diese drei Dinge sollten Sie berücksichtigen, wenn Sie sich die Frage stellen, wie Sie Ihr Trading-Tagebuch schreiben wollen. Während man an seinen Emotionen arbeitet, finde ich persönlich bspw. ein handgeschriebenes Büchlein schick. Zum einen sitze ich schon den ganzen Tag am Computer und zum anderen empfinde ich es als sehr angenehm, auf der Couch die Einträge durchzuarbeiten. Die Gedanken kann ich hierbei viel entspannter kreisen lassen, als am PC.

Ein solches Vorgehen ist wesentlich schwieriger, wenn es um die konkrete Auswertung von Daten geht. Vielleicht sind Sie charttechnischer Trader und nutzen klassische Formationen wie Dreiecke, Wimpel, Flaggen, Schulter-Kopf-Schulter etc. für Ihren Einstieg. Wenn Sie klären wollen, welchen Erfolgsanteil welches Muster hatte, dann müssen Sie schnell und effektiv Daten sammeln und auswerten können. Hierfür bietet sich eher Excel als ein handgeschriebenes Büchlein an. Vor allem die Auswertung ist bei letzterem nicht ganz einfach. Aber denken Sie daran: ein Trading-Tagebuch sollte zwar zeitlich so effizient wie möglich geschrieben werden, aber es sollte nicht in einer Schublade verstauben. Wenn Sie mit Excel oder PCs absolut nichts anfangen können/wollen, dann würde ich auch der Frage nach dem besten Muster meines bisherigen Tradings in einem kleinen handgeschriebenen Büchlein nachgehen. Das Führen und Auswerten mag dann zwar etwas länger dauern, aber besser so als gar nichts.

Ich möchte diesen Artikel jedoch auch nicht mit dem Gefühl beenden, welche das Lesen von Tradingbüchern & Co. oftmals bei mir hinterlassen haben. So ala: Ah, darauf muss ich achten, aber was soll ich denn jetzt tun? Und wie? Was für Optionen habe ich denn? Wie setze ich das um.

Wir wissen, ein Trading-Tagebuch ist eine höchst individuelle Angelegenheit, sowohl was die Inhalte als auch die Aufbereitung dessen anbelangt. Es soll Sie als Trader darin unterstützen, Probleme aufzuzeigen und Lösungen anbieten. Dabei soll ein Trading-Tagebuch so gestaltet werden, dass es möglichst effizient zu führen und auszuwerten ist. Je nach Problemstellung und eigener Persönlichkeit kommen dafür unterschiedlichste Dinge in Frage. Ein paar Schlagworte, die Ihnen helfen sollen, Ihr perfektes Trading-Tagebuch zu finden, möchte ich Ihnen noch an die Hand geben:

  • Handschriftlich vs. Computerbasiert vs. Mix
  • Videos
  • Blogs / Internetseite
  • Audiokommentierungen
  • Bilder (bspw. tägliche Trades im Chart mit Kommentaren) ausdrucken oder auf dem PC archivieren
  • Unterstützungen des Brokers (Tradeauswertung wie sie bspw. vom Metatrader angeboten wird, nutzen)
  • Eigengeführtes Tagebuch vs. fremdgeführtes (sehr unkonventionell, aber Sie können auch Ihren Partner / Ihrer Partnerin die Rolle des Coaches übernehmen lassen und dann das Problem einfach auf ihn abwälzen ;- ) )
  • Checklisten auf Papier oder am Computer

Auf der Suche nach Ihrem perfekten Trading-Tagebuch nähern Sie sich der Aufgabe von den großen Zielen her an. Ein Tagebuch ist ein „Muss“, also wie möchten Sie es gerne führen? Nur wer Spaß bei der Arbeit hat, wird diese auch bestens erledigen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Erfolg,

Ihr Rene Berteit

PS: Wollen Sie den Weg zum erfolgreichen Trader nicht alleine gehen, dann schauen Sie doch einmal im von mir betreuten Ausbildungsservice vorbei: Das Godmode-Ausbildungspaket!

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