Rück- und Ausblick auf die KW 39 Aktuelle Trading News

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Rück- und Ausblick auf die 39 Kw

Mit Spannung wurde in dieser Woche die Entscheidung zum Leitzins der US-Notenbank Fed erwartet. Aber auch in Japan, der Schweiz und in England hatten die Notenbanken in den vergangenen Tagen Zinsentscheidungen zu verkünden. Die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed ließ den DAX steigen. Der Dollar sank dagegen in dieser Woche. Besonders die Aussicht auf eine weiterhin behutsame Zinserhöhung in den USA brachte den Aktienmarkt in Schwung.

Auch Kursgewinne an der Wall Street, die nach der Entscheidung der Fed zu verzeichnen waren, wirkten sich positiv auf den Aktienmarkt aus. Neben der Fed traf in dieser Woche auch die japanische Notenbank eine wichtige Entscheidung und beschloss, den geldpolitischen Spielraum zu erweitern. Ziel ist es, das japanische Wirtschaftswachstum anzukurbeln.

WIRTSCHAFT UND GELDPOLITIK

EU: In der Schweiz bleibt der Negativzins bestehen. Trotz der anziehenden Konjunktur hält die Schweizer Nationalbank (SNB) an ihren Negativzinsen fest. Allerdings wächst die Kritik aus dem Finanzsektor an der Entscheidung der SNB. Nach Ansicht von SNB-Präsident Thomas Jordan würde eine Abkehr von dieser Strategie jedoch zu einer Aufwertung des Franken führen. Dies will die Nationalbank unter allen Umständen verhindern. Bei ihrer vierteljährlichen Lagebeurteilung blieb die SNB daher dabei, das Zielband für den Referenzzins Dreimonats-Libor unverändert zu lassen. Die Zinsen in der Schweiz sind derzeit so niedrig wie in keiner anderen größeren Volkswirtschaft.

Entscheidung der BoE

Die Bank of England verkündete in dieser Woche, dass man keine Veränderungen an der aktuellen Geldpolitik vornehmen werde. Nach dieser Bekanntgabe sank zunächst der Wert des Pfunds gegenüber dem Dollar. Die Entscheidung war allgemein erwartet worden. Dennoch wird eine Zinssenkung in Betracht gezogen, falls die Wirtschaft nicht anziehen sollte. Zunächst bleiben die Zinssätze in Großbritannien allerdings bei 0,25 Prozent und damit auf einem Rekordtief.

Auch das nach dem Brexit angeschobene Programm zur Unterstützung der britischen Wirtschaft bleibt bestehen. Zudem zeigte sich die Bank of England in ihrer Prognose für die britische Wirtschaft nicht mehr so pessimistisch wie noch vor einigen Monaten. Dennoch geht man von einem Wachstumsrückgang in der zweiten Jahreshälfte aus. Eine Einschätzung für das kommende Jahr ist allerdings derzeit nur schwer zu treffen, da Daten und Informationen hierzu noch nicht vorliegen.

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Außerdem wurden Daten bekannt, nach denen die Umsätze im britischen Einzelhandel im August um 0,2 Prozent zurückgegangen sind. Zuvor gingen Experten sogar von einem Rückgang von 0,4 Prozent aus. Dennoch lagen die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr um 6,2 Prozent höher. Die britischen Verbraucher haben sich daher wohl nur wenig vom Brexit-Referendum beeindrucken lassen.

Inflation nach wie vor zu niedrig

In Deutschland wurden in dieser Woche Zahlen des Statistischen Bundesamts zu den Löhnen und Gehältern der Arbeitnehmer veröffentlicht. Die niedrige Inflation sorgt zurzeit dafür, dass die Reallöhne in Deutschland steigen. Im zweiten Quartal lagen sie 2,3 Prozent über denen im Frühjahr 2020. Nominal stiegen die Löhne um 2,4 Prozent und damit so langsam wie zuletzt Ende 2020. Da die Inflation zwischen April und Juni allerdings nur bei 0,1 Prozent lag, konnten die Arbeitnehmer davon profitieren. Die Kaufkraft der Konsumenten wird gestärkt und die Konjunktur zieht an. So freuen sich die Baubranche und der Einzelhandel derzeit über eine hohe Inlandsnachfrage und haben ihre Erwartungen für das laufende Jahr nach oben korrigiert.

Dennoch erwartet die OECD für das kommende Jahr weniger Wachstum in Deutschland. Zudem fordert die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Reformen in Deutschland. Die Organisation erwartet, dass das Bruttoinlandsprodukt 2020 nur um 1,3 Prozent zulegen werde. Zuletzt wurden 1,5 Prozent erwartet. Für das laufende Jahr konnte die OECD ihrer Prognose allerdings von 1,7 auf 1,9 Prozent erhöhen. Die OECD mahnte an, dass Deutschland genug finanziellen Spielraum habe, um das Wachstum anzukurbeln und beispielsweise öffentliche Investitionen fördern könne. Auch Steuerreformen, um die Mittelschicht zu entlasten, seien sinnvoll.

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Pessimistischer Ausblick der OECD

Auch weltweit blickt die OECD derzeit eher pessimistisch auf die Wirtschaft. So traut man der britischen Wirtschaft für das kommende Jahr nur noch ein Wachstum von einem Prozent zu. Vor dem Brexit-Referendum war die Prognose der OECD noch doppelt so hoch. Auch die Prognose für die USA wurde heruntergeschraubt. Die globale Konjunktur soll nach Angaben der Organisation in diesem und im kommenden Jahr nur um drei Prozent anziehen. Die Weltwirtschaft bleibe insgesamt in einer Falle niedrigen Wachstums.

In ganz Europa ist derzeit die Autobranche im Aufwind. Im August stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU um zehn Prozent, wie der Herstellerverband ACEA mitteilte. Allein Italien konnte einen Zuwachs von 20,1 Prozent verbuchen. Vor allem Fiat und Billigmarken wie Dachia konnten profitierten. VW hingegen konnte seine Talfahrt nach dem Dieselskandal nicht stoppen: Der Marktanteil des Wolfsburger Autoherstellers sank auf 25,9 Prozent. Insgesamt erholt sich der europäische Automarkt jedoch mehr und mehr von seinem tiefen Einbruch, den er im Rahmen der Finanzkrise erleiden musste.

Ölpreise auf Sechs-Wochen-Tief

Die Ölpreise sind in dieser Woche auf ein Sechs-Wochen-Tief gefallen. Der Grund hierfür ist, dass Venezuela gefordert hatte, die globale Ölförderung um zehn Prozent zu senken, um die Produktion an den Verbrauch anzupassen. Die weltweite Ölförderung von 94 Millionen Fass pro Tag müsse um ein Zehntel fallen. So läge sie auf der Höhe des Verbrauchs. Das wichtigste Thema der Branche ist allerdings das Treffen des Ölkartells Opec, das in der kommenden Woche in Algier stattfinden soll. Dort soll es um eine mögliche Begrenzung der Ölförderung zur Preiskontrolle zwischen der Opec und anderen Produzenten wie Russland gehen. Obwohl Russland der Regelung für ein Jahr zustimmen würde, halten Fachleute diese Vereinbarung für unwahrscheinlich.

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USA: Wie das US-Handelsministerium in Washington mitteilte, fielen die Umsätze der Einzelhändler um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Im Juli waren die Erlöse sogar um 0,1 Prozent gestiegen. Amerikanische Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang von 0,1 Prozent gerechnet. Die amerikanische Konjunktur wird damit wohl im dritten Quartal nicht die erhoffte Belebung erfahren. Der Grund für die Schwäche im Einzelhandel lag vor allem im Autogeschäft, das im August um 0,9 Prozent zurückging. Außerdem stellten die Firmen in den USA im August 0,4 Prozent weniger Güter her als im Juli. Im Juli stieg die Produktion noch um 0,6 Prozent.

Auch in der Baubranche gab es überraschende Meldungen. Die Baubeginne in den USA sind im August entgegen den Erwartungen deutlich gesunken. Im Vergleich zum Vormonat verringerte sich die Zahl der Baubeginne um 5,8 Prozent, wie aus Zahlen des US-Handelsministeriums hervorgeht. Volkswirte erwarteten nur einen Rückgang von 1,7 Prozent. Zudem mussten die Zahlen für Juli von 2,1 auf 1,4 Prozent korrigiert werden. Auf das gesamte Jahr 2020 hochgerechnet, ergibt sich so ein Rückgang der Neubauten auf 1.142 Millionen Einheiten. Auch die Zahl der Baugenehmigungen ging deutlich zurück.

Geldpolitik:

Der US-Leitzins bleibt zunächst unverändert. Wie die US-Notenbank Fed am Mittwoch entschied, wird auch die erste Leitzinserhöhung in diesem Jahr weiter hinausgezögert. Damit wird der Schlüsselsatz zur Versorgung von Banken mit Geld weiterhin bei 0,25 bis 0,5 Prozent liegen. Dennoch signalisierte man in Washington, dass man noch in diesem Jahr die Zinsen anheben könne. Womöglich wartete man mit diesem Schritt allerdings bis nach der Präsidentenwahl in den USA.

Im Gegensatz zur Fed lenkte die japanische Notenbank die Geldpolitik in dieser Woche in eine neue Richtung. Der Verzicht auf eine Verschärfung des Strafzinses überraschte am Mittwoch viele Experten. Diese glauben jedoch, dass das Thema noch nicht erledigt sei; es bestünde die Möglichkeit, dass die Notenbank die Geldschleusen noch weiter öffne. Laut Notenbankchef Haruhiko Kuroda blieb die erwünschte Wirkung bisheriger Konjunkturspritzen aus, sodass die Akzentverschiebung die Wirtschaft ankurbeln solle.

Der Markt betrachtete die Ankündigung als Erleichterung für die Landesbanken, die bereits gegen eine Verschärfung des Strafzinses protestierten. Für laufende Konten bei der BoJ wird für Finanzinstitute nach wie vor eine Gebühr von 0,1 Prozent fällig. Der Strafzins soll dazu führen, dass mehr Kredite ausgereicht werden können – dies wiederum soll die Wirtschaft ankurbeln und für einen Preisauftrieb sorgen.

TECHNISCHE BEWERTUNG DER MÄRKTE:

Wochenchart des DAX

DAX: Bei der technischen Bewertung der Märkte geht es nicht darum auf Krampf einen Einstieg zu finden, sondern auch darum zu schauen, wenn man lieber an der Seitenlinie bleibt. Da sowohl im Stunden- als auch im Tageschart des Deutschen Leitindex keine wirkliche klare Richtung zu erkennen war, habe ich einfach mal den Wochenchart bemüht. Und auf den ersten Blick scheint auch hier kein klarer Trend erkennen zu sein. Wenn man jedoch die aktuelle Wochenkerze genauer betrachtet, so erkennt man ein long legged Doji. Also eine Kerze mit extrem kurzen Kerzenkörper, aber dafür mit einer langen Lunte und einem langen Docht. Das zeugt von der Unentschlossenheit der Marktteilnehmer. Nichts desto trotz kann diese Kerze als Fortsetzungszeichen gedeutet werden. Anhänger der Charttechnik wissen, welche Bedeutung dieser Kerze zugeschrieben wird. Sollten Sie jedoch im Tageschart unterwegs sein, dann kann es durchaus noch einmal zu tieferen Kursen kommen. Selbst ein erneuter Test der 10.000er Marke würde die Trendfortsetzung nicht stören. Weshalb langfristig orientierte Trader ruhig DAX CFD oder DAX ETFs kaufen können. Auch länger laufende Binäre Optionen sind möglich.

Tageschart von Gold

Gold: Gold gehört nach wie vor zu den sogenannten sicheren Häfen. Einer der Gründe, warum viele Trader nach wie vor online Gold kaufen. Betrachtet man den Chart, so erkennt man jedoch, dass der Kurs aktuell an seiner oberen Trendkanalgrenze angelangt ist. Hier würden sich aktuell Shortpositionen auf Gold eher anbieten. Ohnehin sollte beim Online Gold kaufen darauf geachtet werden, dass der Stop Loss hier nicht zu eng gewählt wird. Natürlich immer in Abhängigkeit vom persönlichen Risk- und Moneymanagement.

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Rück- und Ausblick auf die KW 41: Aktuelle News aus Wirtschaft und Geldpolitik

In der europäischen Wirtschaft sorgen derzeit die Banken für Aufsehen. Im Fokus steht dabei vor allem die Deutsche Bank, die nicht aus den Negativschlagzeilen herauskommt. Dennoch deutet nichts auf eine europäische Bankenkrise hin. Die EZB verteidigt weiterhin ihr Konjunkturprogramm und die amerikanische Notenbank wartet auf den passenden Zeitpunkt für die geplante Zinserhöhung.

WIRTSCHAFT UND GELDPOLITIK

EU: Die führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland haben ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes auf 1,9 Prozent erhöht. Dies würde das größte Plus seit fünf Jahren bedeuten. Im Frühjahr sah es nur nach 1,6 Prozent Wachstum aus. Dennoch fordern sie mehr Investitionen. Zudem geht man für 2020 von schlechteren Aussichten aus. Für den Aufschwung in Deutschland sind die Verbraucher verantwortlich. Im nächsten Jahr wird allerdings nur noch ein Wachstum um 1,4 Prozent erwartet. Ein Grund hierfür ist, dass 2020 weniger Arbeitstage anstehen. Insgesamt befindet sich die deutsche Wirtschaft jedoch in einem moderaten Aufschwung.

Trotz kauffreudiger Verbraucher fordern Wirtschaftsforscher aber mehr Investitionen seitens der Politik. Die Bundesregierung müsse im Steuersystem mehr Anreize für Wachstum setzen und in Bildung und Forschung investieren. Auch im Rentensystem werden Veränderungen gefordert. So solle die Rente an die demografische Entwicklung angepasst werden. Zudem sehen die Forscher Gefahren für die Konjunktur in einer wachsenden Skepsis gegenüber der Globalisierung.

Erstmals seit Ende 2020 stieg die Inflationsrate in Deutschland wieder auf 0,7 Prozent. Das bedeutet, dass die Preise im September in Deutschland so stark gestiegen sind wie seit Mai 2020 nicht mehr. Dies ist jedoch noch immer weit unter den Zielvorgaben der EZB. Diese sieht eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Entwicklung der Konjunktur an. Während die Kosten für Nahrungsmittel um 0,4 Prozent stiegen, sanken die Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent.

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Daher rechnen Ökonomen damit, dass die EZB ihr Wertpapier-Ankaufprogramm weiter ausweiten wird, um die Inflation anzukurbeln. Eine Verlängerung um sechs Monate und mehr scheint nicht ausgeschlossen. Allerdings kommen aus Sicht der EZB aus Spanien gute Nachrichten: Dort stiegen die Preise erstmals seit Juli 2020 wieder – und zwar um 0,3 Prozent. Seit 2020 konnte kein Land der Eurozone – noch nicht mal annähernd – den Optimalwert der EZB von zwei Prozent erreichen.

In Großbritannien sorgt man sich um die Zukunft der Finanzbranche im Falle eines „harten Brexits“. Bei einem sogenannten „harten Brexit“, also einen EU-Austritt Großbritanniens ohne freien Zugang zum europäischen Binnenmarkt, könnten der britischen Finanzbranche Verluste von bis zu 43 Milliarden Euro drohen. Mit einem „harten Brexit“ ginge den Briten auch das Recht auf den Verkauf von Dienstleistungen in der EU verloren. Dies könnte den Verlust von 75.000 Arbeitsplätzen nach sich ziehen. Diese Zahlen wurde in einer Studie der Beratungsfirma Oliver Wyman veröffentlicht. Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei der volle Zugang zum EU-Binnenmarkt mit der Akzeptanz der Grundfreiheiten der EU wie der Freizügigkeit von Personen untrennbar verbunden. Laut der britischen Premierministerin Theresa May soll der Antrag auf den EU-Austritt spätestens Ende März 2020 gestellt werden. Gerade für den Finanzplatz London sind europäische Fragen wichtig. So ist für Banken der ungehinderte Zugang zu den Kapitalmärkten in der EU unerlässlich.

Obwohl gerade einige europäische Kreditinstitute in Schwierigkeiten stecken, sieht die EZB keine Gefahr einer allgemeinen Bankenkrise. Die EZB ist für 129 Kreditinstitute im Euroraum zuständig, die von ihr überwacht werden. Derzeit stehen von diesen in mehreren Ländern einige im Fokus, darunter die Deutsche Bank, die mit knappen Reserven für zahlreiche teure Rechtsstreitigkeiten aufkommen muss. In Italien haben einige Banken mit faulen Krediten zu kämpfen, die sich in den Jahren der Wirtschaftsflaute auf etwa 360 Milliarden Euro summiert haben. Im gesamten Euroraum hatten die Banken Ende 2020 problematische Kredite in Höhe von 900 Milliarden Euro in ihren Bilanzen. Dieses macht Banken bei der Vergabe neuer Kredite sehr zurückhaltend, was wiederum langfristig das Wachstum in einer Volkswirtschaft bremsen kann.

Der Chef der europäischen Bankenregulierungsbehörde EBA warnt vor Turbulenzen in der Bankenbranche, falls sich die Banken vor notwendigen Veränderungen verschließen. In diesem Fall würden neue Anbieter auf den Markt kommen. Einige Banken in Europa gehen bereits mutig voran und haben ihre Geschäftsmodelle überarbeitet und in neue Technologien investiert. So konnten sie wieder zu Effizienz und Gewinnstärke zurückkehren. Andere Kreditinstitute zögern diese Veränderungen noch hinaus. Die gesamte Bankenbranche muss auf neue Vorgaben zur Regulierung, die noch immer niedrigen Zinsen und den technologischen Wandel reagieren. Zum Teil müssen die Banken noch immer Hinterlassenschaften aus der Finanzkrise bewältigen. Dies beeinträchtigt auch nach Ansicht der EBA die Fähigkeit mancher Banken, wieder Gewinnstärke zu zeigen.

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In Griechenland erwartet die Regierung für 2020 ein stärkeres Wirtschaftswachstum und auch die Arbeitslosenquote sowie die Gesamtverschuldung sollen sinken. In Athen wurde der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorgestellt. Dieser sieht ein Wachstum von 2,7 Prozent vor. Die Schuldenquote soll auf 174,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und die Arbeitslosigkeit auf 22,4 Prozent sinken. Im griechischen Haushaltsentwurf finden sich aber noch keine genauen Angaben, wann das Land wieder an die Finanzmärkte zurückkehren wird. Um die Haushaltsziele zu erreichen, sind höhere Steuern auf Benzin, Telefondienstleistungen und Tabakwaren geplant. Damit will die Athener Regierung internationale Vorgaben erfüllen, um weiter Hilfskredite zu erhalten.

Außerdem hat sich die Opec bei ihrem informellen Treffen in Algier auf eine Begrenzung der Fördermenge geeinigt. Diesem Beschluss gingen zweieinhalbjährige Verhandlungen voraus. Im Anschluss stiegen die Ölpreise und auch die Börsen reagierten positiv. Zum ersten Mal seit acht Jahren wurde nun eine Begrenzung der Ölmenge beschlossen. Das Ziel dieser Maßnahme ist eine Stabilisierung des Markts. In Zukunft sollen nur noch 32,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert werden. Dies sind fast 750.000 Barrel weniger als im August. Trotz den lang andauernden Verhandlungen kam die Entscheidung überraschend. Eine einschneidende Wende gelang wohl aufgrund einer Annäherung zwischen dem Iran und seinem Erzrivalen Saudi-Arabien.

Bei der nächsten Opec-Sitzung im November wollen die Teilnehmer Einzelheiten festlegen. Auch die genauen Fördermengen der einzelnen Länder werden dort bestimmt. Zudem sollen auch Länder wie Russland, die nicht Mitglied der Opec sind, aufgefordert werden, ihre Förderung zu reduzieren. Schon seit Monaten sind die Ölpreise weltweit sehr niedrig. Dennoch konnte man sich lange nicht dazu durchringen, das Angebot zu verknappen. Unter anderem verfolgte man lange die Strategie, neue Konkurrenten wie die Schiefergas-Industrie in den USA mit den niedrigen Preisen wieder aus dem Markt verdrängen zu wollen. Doch spätestens als auch die Saudi-Arabische Wirtschaft die schwachen Ölpreise deutlich zu spüren begann, lenkte man ein.

USA: In den USA scheint eine Zinserhöhung im Dezember möglich. Wie Charles Evans, Chef der Fed in Chicago, verlauten lies, sei eine Zinserhöhung für ihn in Ordnung, wenn die Konjunkturdaten weiterhin positiv ausfielen. Er schloss auch eine Zinserhöhung im November nicht aus. Wie es danach weitergehe, sei für ihn allerdings entscheidender als der Zeitpunkt. So müsse die Inflation weiter zulegen und die Arbeitslosenquote weiter zurückgehen. Ebenso wie die EZB verfolgt die Fed eine Inflationsrate von zwei Prozent. Diese wurde in den USA aber seit vier Jahren nicht erreicht.

Im Übrigen gaben die Konsumenten in den USA für ihren privaten Konsum im September etwa genauso viel aus wie im Vormonat. Bereinigen um Preiseffekte sank diese Zahl sogar um 0,1 Prozent. Die Kauflaune der US-Verbraucher hat sich im September allerdings gebessert. Die Kennzahlen für das Verbrauchervertrauen stiegen um 1,4 Punkte auf 91,2 Punkte. Der private Konsum in den USA bezieht sich auf rund zwei Drittel der Wirtschaftskraft und ist damit auch für die Konjunktur sehr wichtig. Auch hinsichtlich des geeigneten Zeitpunkts für eine Zinserhöhung durch die Fed sind diese Zahlen in der USA derzeit von großer Bedeutung. Die Fed will vor einer Zinsentscheidung zunächst Fortschritte im Konjunkturverlauf sehen. Vollbeschäftigung und stabile Preise sind das Ziel. Während die Arbeitslosenzahlen stabil sind, ist die Inflation aus Sicht der Fed noch zu niedrig.

Gerade auf dem US-Arbeitsmarkt zeichnet sich ein positives Bild ab. Janet Yellen, Chefin der Fed, sagte, dass derzeit außergewöhnlich viele Stellen neu geschaffen würden. Wenn dies so weitergehe, müsse gar mit einer Überhitzung gerechnet werden. Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten hat sich spürbar von der Finanzkrise erholt, was sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar macht. Die Erwerbslosenquote liegt unter fünf Prozent, womit nach den Ansichten der Fed das Ziel der Vollbeschäftigung erreicht ist.

Trotz dieser positiven Signale ist der beste Zeitpunkt für eine Zinserhöhung weiterhin umstritten. Vor allem die Präsidentenwahl am 8. November sorgt für Unsicherheit. Daher sind auch immer wieder Stimmen zu hören, die für weiterhin niedrige Zinsen plädieren. So sagte der Fed-Präsident von Minneapolis, Neel Kashkari, dass es derzeit keinen Inflationsdruck gebe und die Zinsen daher weiterhin niedrig bleiben könnten.

Zudem spielt die Fed mit dem Gedanken, ihren jährlichen Stresstest für Banken zu verändern. Mit neuen Methoden könne man die Ergebnisse individueller bestimmen und beispielsweise erkennen, wie viel Kapital eine Bank als Puffer gegen Krisen zurücklegen müsse. In den USA gelten acht Bankhäuser als systemrelevant. Für sie könnten diese Änderungen deutlich höhere Anforderungen bedeuten.

Geldpolitik:

Die Konjunktur in der Eurozone zeigt sich recht widerstandsfähig. Laut EZB-Präsident Mario Draghi kommt die Wirtschaft in der Eurozone bislang gut mit der Verunsicherung durch derzeitige politische Ereignisse wie den Brexit klar. Aktuell vorliegende Informationen weisen darauf hin, dass die Konjunktur im Euroraum durchaus widerstandsfähig gegen weltweite politische Unsicherheiten ist. Allerdings wird die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland das Exportwachstum bremsen. Zugleich forderte EZB-Direktor Benoit Coeure mehr Unterstützung durch die politischen Akteure. Die Politiker dürften nicht allein auf die lockere Geldpolitik der EZB bauen, sondern müssten auch selbst aktiv werden. Geschieht dies nicht, drohe eine längere Phase mit niedrigem Wachstum.

Bislang rechnet die EZB für die beiden kommenden Jahre mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von je 1,6 Prozent. In diesem Jahr soll das BIP um 1,7 Prozent steigen. Die EZB arbeitet weiterhin daran, die europäische Konjunktur durch ihr Wertpapierkaufprogramm anzukurbeln. Dessen Wirksamkeit würde jedoch durch externe Einflüsse wie das Brexit-Votum oder die fallenden Rohstoffpreise gebremst.

Übrigens verteidigte EZB-Präsident Mario Draghi kürzlich bei einem Besuch im Bundestag die Geldpolitik der EZB. Er sagte, dass die Maßnahmen der Notenbank Wirkung zeigten und stellte sich der Kritik der Mitglieder aus den Bundestagsausschüssen für Europa, Haushalt und Finanzen. Draghi betonte, dass die Maßnahmen der EZB dazu beitragen, die wirtschaftliche Erholung auf Kurs zu halten und Arbeitsplätze zu schaffen. Dies würde langfristig auch Deutschland zugutekommen.

TECHNISCHE BEWERTUNG DER MÄRKTE:

Tageschart von Gold

Im Chart des gelben Edelmetalls lässt sich sehr schön erkennen, dass es am Mittwoch zum Bruch der unteren Trendlinie gekommen ist. Schon seit mehreren Tagen und Wochen konnten die Charttechniker unter uns eine bekannte Formation erkennen – ein fallendes Dreieck. Das bedeutet, dass es zu keinen höheren Kursen mehr kommt, also keine neuen Hochpunkte mehr generiert werden, auf der Unterseite aber die Tiefpunkte halten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Dreieck regelkonform aufgelöst wird und es zu stark fallenden Kursen kommt. Und genau diese Situation konnte Mitte der Woche beobachtet werden. Fundamental Analysten hingegen nennen die Aussagen der FED als Grund dafür, dass es zu fallenden Kursen gekommen ist. Dabei sollte jedem klar sein, dass weder FED noch EZB einfach so von jetzt auf gleich ihre Anleihekäufe stoppen werden oder Zinsen sofort angehoben werden würden. So oder so gab diese Formation hervorragende Chancen um mit Put Optionen auf fallende Kurse zu setzen. Da man bei Binären Optionen von einer zuvor festgelegten Rendite profitieren kann, egal wie hoch ein Kurs steigt, können spekulative Anleger auf eine Erholung der Kurse auf aktuellem Niveau setzen.

Tageschart des GBP/USD

Und auch im Tageschart des GBP/USD scheint sich eine aussichtsreiche Formation auszubilden. Nachdem es am heutigen Tag zu starken Kursverlusten kam, scheint sich der Kurs aktuell gefangen zu haben und setzt zu einer Erholung an. Besonders interessant daran ist das Volumen, unter dem diese Abverkäufe stattgefunden haben. Sollte sich die Erholung weiter fortsetzen, so dürfte sich ein Hammer ausbilden. Nur oder gerade wenn diese Kerzenformation unter hohem Volumen ausgebildet wird, hat diese auch eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Bei diesem Volumen sollte sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein Kurswechsel vollziehen und wir werden in den nächsten Tagen deutlich steigende Kurse sehen. Eine sehr gute Möglichkeit mit Binären Optionen auf steigende Kurse zu setzen und Call Optionen zu kaufen.

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Rück- und Ausblick auf die KW 43: Aktuelle News aus Wirtschaft und Geldpolitik

In den USA verdichten sich kurz vor der Präsidentenwahl die Anzeichen, dass im Dezember eine Zinserhöhung ansteht. Daher ist der Dollar im Vergleich zum Euro derzeit im Aufwind. In Europa sorgte in den vergangenen zwei Wochen vor allem der „Flash Crash“ des ohnehin angeschlagenen britischen Pfunds für Aufregung. Darüber hinaus können Bengt Holmström und Oliver Hart über den Wirtschaftsnobelpreis für ihre Beiträge zur Vertragstheorie freuen.

WIRTSCHAFT UND GELDPOLITIK

EU: In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober brach der Pfund Sterling aufgrund von massenhaften Verkäufen plötzlich um fast zehn Prozent ein. Dieses Phänomen bezeichnen Börsianer als „Flash Crash“. Die Händler konnten zunächst keinen Grund für einen solch dramatischen Absturz ausmachen. Der Kurssturz wurde wohl durch den automatischen Computerhandel ausgelöst. Als Auslöser kommt übrigens auch ein sogenannter „Fat-Finger-Trade“ infrage. Dabei handelt es sich um eine versehentlich ausgeführte Transaktion aufgrund eines Tippfehlers. Das Pfund in verlor in kurzer Zeit dramatisch an Wert und könnte weitere technische Algotrader mitgezogen haben. Dies führte zu einem schnellen und scharfen Kursverlust. Dies zeigt erneut, welchen Einfluss computergesteuerte Handelsprogramme mittlerweile auf die Märkte haben. Die sogenannten Algotrades reagieren extrem schnell auf Schlagzeilen und Marktdaten und können so sehr rasch die Kurse von einzelnen Unternehmen, aber auch ganzen Branchen und Märkten in Bewegung bringen. Die Programme entscheiden automatischen, ob sie eine Aktie kaufen oder verkaufen möchten.

Nach dem „Flash Crash“ sank die britische Währung weiter. Am Montag danach verbilligte sich das Pfund um mehr als einen halben Cent. Weiterhin geht an der britischen Börse auch die Angst vor einem „harten Brexit“ um. Dieser könnte bedeuten, dass der freie Zugang zu EU-Binnenmarkt passé ist. Eine dauerhafte Schwäche des Pfunds wird daher nicht ausgeschlossen.

Das Brexit-Votum sowie der Kursverfall des Pfunds hat nun auch für die EU erste Folgen. Der Haushalt der EU weist ein Defizit von mehreren Hundert Millionen Euro auf. Der EU-Haushalt wird eigentlich in Euro aufgestellt, doch der britische Beitrag zum Haushalt wird in Pfund beglichen – nach dem Kurs vom Ende des Jahres 2020. Doch zwischen Dezember 2020 und Oktober 2020 ist viel passiert: Das Brexit-Votum im Juni hatten einen Verlust des Pfunds von mehr als zehn Prozent zur Folge. Nun kommt nicht der komplette fällige Betrag in Euro an. Allerdings darf der EU-Haushalt kein Defizit aufweisen. Daher gibt es nun drei Möglichkeiten: Die Briten erhöhen ihren Beitrag, andere Länder schließen die Lücke oder der Fehlbetrag wird mit Einnahmen aus Strafzahlungen ausgeglichen. Eine Entscheidung hierzu muss vor Jahresende fallen.

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Der drohende Brexit beschäftigt auch das Nachbarland Irland, doch in den vergangenen Monaten sind die anfänglichen Sorgen gewichen und man blickt wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. Die irische Wirtschaft wird in diesem Jahr dennoch etwas schwächer wachsen als zunächst gedacht. Eine frühere Prognose sah einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 4,9 Prozent vor. Derzeit wird nur noch ein Plus nur noch 4,5 Prozent erwartet. Die Gründe hierfür sind ein schwächeres Anziehen der Exporte sowie der Binnenkonjunktur. Dennoch bleibt Irland die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft in der EU. Und auch für das kommende Jahr erwartet die irische Notenbank einen Zuwachs des BIP von 3,6 Prozent.

Auch aus Italien gibt es positive Nachrichten. Die italienischen Unternehmen haben im August 1,7 Prozent mehr produziert als im Juli. Dies ist nicht nur der zweite Anstieg in Folge, sondern auch eine Überraschung, denn einige Ökonomen hatten eher mit einem leichten Rückgang der Produktion um 0,1 Prozent gerechnet. Der Anstieg der Produktion im August war der kräftigste seit sieben Monaten. Dies deutet insgesamt auf eine positive Entwicklung in Italien – immerhin die drittgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone – hin. Im Frühjahr stagnierte die italienische Wirtschaft noch, doch nun erwartet die Regierung aber ein BIP-Wachstum von 0,8 Prozent. Italien hat seit längerem mit einer hartnäckigen Konjunkturflaute zu kämpfen, die sich auch auf die Bankenbranche auswirkt.

In Spanien gelingt es seit nunmehr neun Monaten und zwischenzeitlichen Neuwahlen nicht, eine tragfähige neue Regierung zu bilden. Die Sozialisten lehnen es weiterhin ab, eine von den Konservativen geführte Minderheitsregierung zu unterstützen. Dennoch kündigte der spanische Wirtschaftsminister Luis de Guindos für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum an. Er sagte, dass die Wirtschaftsleistung um mehr als 3,1 Prozent zulegen könnte. Derzeit lautet das offizielle Ziel 2,9 Prozent. Dennoch könnte Spanien sein Defizitziel von 3,1 Prozent der Wirtschaftsleistung im Jahr 2020 verfehlen. Bislang gelang es aufgrund der schwierigen politischen Situation im Land noch nicht, einen neuen Haushalt für das kommende Jahr aufzustellen.

Die deutschen Exporte sind im August so stark gestiegen wie seit mehr als sechs Jahren nicht mehr. Im August wurden 5,4 Prozent mehr Waren exportiert als im Juli. Experten hatten bislang nur mit einem Plus von 2,2 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum August 2020 lag die Zahl der Exporte sogar um 9,8 Prozent höher. Besonders stark waren im August die Exporte in andere EU-Länder, besonders in Länder die nicht zur Eurozone gehören. Diese stiegen um zehn Prozent. Und auch in den Rest der Welt wurden 9,6 Prozent mehr Waren geliefert. Von Januar bis August 2020 nahmen die deutschen Exporte insgesamt um 0,8 Prozent zu und stiegen damit auf 795 Milliarden Euro. Auch die Importe nahmen im August um drei Prozent zu, so viel wie seit fast zwei Jahren nicht mehr.

In Österreich plant der Finanzminister, in seiner Haushaltsplanung für 2020 die Kosten für Flüchtlinge herauszurechnen. Auf diesem Weg soll ein strukturell ausgeglichener Haushalt erreicht werden. In Österreich soll das strukturelle Defizit auch 2020 bei 0,5 der Wirtschaftsleistung liegen. Bei dieser Zahl sind Konjunkturschwankungen und Sondereffekte bereits herausgerechnet. So könnte Österreich die Vorgaben der Europäischen Union erreichen. Noch im Mai ging man in Österreich von einem doppelt so hohen Minus aus.

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Die Handelsabkommen TTIP und Ceta zwischen den Staaten der EU und den USA bzw. Kanada sind auf beiden Seiten des Atlantiks weiterhin umstritten. Nun hat Belgien, genauer gesagt die Region Wallonien, Ceta abgelehnt. Darüber hinaus haben Rumänien und Bulgarien weiterhin Vorbehalte gegen das Handelsabkommen der EU mit Kanada. Daher konnte bei der EU-Kommission in Brüssel noch keine endgültige Einigung erzielt werden. Es ist dennoch geplant, dass Ceta am 27. Oktober 2020 unterschrieben werden soll.

Während der Dollar in der Erwartung einer Zinserhöhung im Dezember weiter steigt, rutschte der Euro auf ein Elf-Wochen-Tief. Auch die Aussicht darauf, dass Hillary Clinton die US-Präsidentenwahl gewinnen wird, stärkt den Dollar. Die Märkte unterstellen ihr eine höhere Berechenbarkeit als ihrem Konkurrenten Donald Trump. Zudem geht man davon aus, dass sie die Politik von Barack Obama im Großen und Ganzen weiterführen wird.

USA: Weiterhin gehen viele Händler in den USA von einer Zinserhöhung im Dezember aus. Derzeit sehen einige Experten die Zahlen jedoch noch nicht stark genug, damit die Fed akut reagieren müsste. Unter anderem gibt es neue Daten vom Arbeitsmarkt: Die US-Unternehmen und der Staat schufen in den vergangenen Monaten insgesamt 156.000 Jobs außerhalb der Landwirtschaft, wie das US-Arbeitsministerium bekanntgab. Experten gingen ursprünglich von einem Zuwachs von 175.000 Stellen aus. Der Staat strich übrigens insgesamt 11.000 Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote stieg ein wenig auf nun fünf Prozent. Für Loretta Mester von der US-Notenbank in Cleveland sind dies „solide Zahlen“, die für US-Verhältnisse Vollbeschäftigung bedeuten. Daher sprach sie sich für eine Zinserhöhung um einen Viertelprozentpunkt aus. Fed-Chefin Janet Yellen bezeichnete den starken Stellenzuwachs in den vergangenen Monaten allerdings als nicht nachhaltig. Ihrer Ansicht nach drohe eine Überhitzung der Wirtschaft. Ein monatliches Stellenplus von knapp unter 100.000 sei ausreichend.

Im Vergleich zum Vormonat stiegen im September die Erlöse in den USA um 0,6 Prozent. Auch in der Automobilbranche, die zuletzt schwächelte, sah die Lage wieder positiver aus. Im Juli stiegen die Erlöse nur leicht und auch im August lagen die Umsätze im Einzelhandel nur bei 0,2 Prozent. Damit sind die September-Zahlen ein sehr gutes Zeichen für die US-Konjunktur, denn gerade der private Konsum ist in der größten Volkswirtschaft der Welt sehr wichtig und macht rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus. Dagegen sank das Barometer für Verbrauchervertrauen im Oktober überraschend von rund 91 Prozent auf nur noch knapp 88 Prozent. Dies ist der niedrigste Wert seit September 2020. Experten zeigten sich überrascht, denn man hatte mit einem Anstieg auf knapp 92 Prozent gerechnet.

Außerdem ging in den USA am 30. September das Steuerjahr zu Ende. Das US-Haushaltsdefizit ist im abgelaufenen Steuerjahr zwar gestiegen, aber nicht so stark wie befürchtet. Die USA gaben insgesamt 3,85 Billionen Dollar aus und kamen damit auf ein Defizit von 587 Milliarden Dollar. Dies bedeutet einen Anstieg des Defizits um 34 Prozent. Die US-Regierung ging bis vor kurzem noch von 28 Milliarden Dollar mehr beim Haushaltsdefizit aus. In einigen Ressorts konnte man allerdings die Ausgaben senken und so ein besseres Ergebnis als erwartet erreichen.

Geldpolitik:

Die EZB will ihre lockere Geldpolitik beibehalten, um der Konjunktur und der Preisentwicklung weiterhin Impulse zu geben. Im Protokoll der EZB-Sitzung aus dem September, das kürzlich veröffentlicht wurde, heißt es, dass die Finanzierungsbedingungen so gestaltet werden müssen, dass sie zur Erholung der Konjunktur und der Inflationsentwicklung beitragen. Da Aufrechterhalten der gegenwärtigen geldpolitischen Unterstützung sei daher sehr wichtig. Dennoch soll sich der EZB-Rat nicht übermäßig von Markterwartungen beeinflussen lassen. Zudem wiesen die EZB-Verantwortlichen auf ihrer Sitzung im September darauf hin, dass bei einigen Anleihen im Wertpapier-Kaufprogramm der EZB Knappheitsprobleme bestehen. Man betonte dass zu jeder zeit die Details des Programms verändert werden können, um das selbstgesteckte Ziel zu erfüllen.

Die Preisentwicklung in der EU zeigt jedoch, dass die EZB noch weit von ihrem Ziel entfernt ist. Die Zentralbank sieht eine Teuerungsrate von zwei Prozent als optimal für die Konjunktur an. Im September kosteten Waren in der Eurozone etwas mehr als ein Jahr zuvor. Die Teuerungsrate betrug 0,4 Prozent und ist damit noch weit von der Zielvorgabe der EZB entfernt. Im Vergleich zum August (0,2 Prozent) legte sie etwas zu. Ein Grund für den Preisanstieg sind die Energiepreise, die nicht so stark gefallen sind wie in den Vormonaten. Energie war nur noch drei Prozent billiger als im September 2020.

In dieser Woche findet erneut ein Treffen des EZB-Rates statt. Politik und Wirtschaft erwarten aber nicht, dass die EZB von ihrem umstritten Anleihen-Programm abweichen wird. Auch wenn die EZB ihre Strategie ändern sollte, muss dies umsichtig geplant werden. Auf ein abruptes Ende der Geldschwemme durch die EZB könnten die Märkte nervös reagieren.

Markttechnische Betrachtung:

Tageschart des EUR/USD

Im Tageschart des EUR/USD kann man deutlich erkennen, dass sich der Kurs seit Mai letzten Jahres in einem Abwärtstrend befindet. Aktuell sieht man, dass der Kurs fast das Tief aus dem März diesen Jahres erreicht hat. Diese Marke sollte auf jeden Fall Unterstützung bieten. Seit geraumer Zeit vertrete ich die Meinung, dass erst beim Kurs von 1$ das Ende der Fahnenstange erreicht sein wird. Alle fundamentalen Daten sprechen dafür. Aber aus markttechnischer Sicht wird es mittelfristig zu einer weiteren Erholung kommen, bis der Kurs weiter nach Süden fortgesetzt werden wird.

Tageschart von Gold

Seit dem Sommer des Jahres 2020 bewegt sich der Kurs von Gold in einer Seitwärtsrange. An der Oberseite, die natürlich schwer auszumachen war, hätten sich erste Short Positionen angeboten. Trader, die von fallenden Kursen ausgingen hätten an dieser Marke Gold online Short kaufen können. Aktuell ist der Kurs an der Unterseite der Range angekommen, sodass charttechnisch orientierte Trader hier auf jeden Fall Long Positionen kaufen können. Mit Laufzeiten von mehreren Tagen könnten auch gut Call Optionen bei einem binäre Optionen Broker gekauft werden. Mittelfristig gehe ich auf jeden Fall von erstmal steigenden Kursen aus.

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Rück- und Ausblick auf die KW 44: Aktuelle News aus Geldpolitik und Wirtschaft

In den vergangenen Wochen hielt eine kleine Region Europa in Atem: Die Wallonie. Die französischsprachige Region Belgiens stimmte zunächst gegen das Freihandelsabkommen der EU mit Kanada. Erst nach weiteren Verhandlungen stimmte die Wallonie dem CETA-Abkommen zu und die EU und Kanada konnten das Abkommen drei Tage später als geplant unterzeichnen. In Nachverhandlungen handelte man einen Kompromiss bei den umstrittenen Themen Schiedsgerichte und Landwirtschaft aus.

WIRTSCHAFT UND GELDPOLITIK

In Großbritannien bereiten sich die Banken derweil auf einen Wegzug vor. Kleinere Banken wollen sogar noch vor Weihnachten ihre Geschäfte in andere Länder verlagern. Größere Banken werden wahrscheinlich im ersten Quartal 2020 mit dem Umzug beginnen. Derzeit herrscht im britischen Bankenwesen große Unsicherheit hinsichtlich der Austrittsverhandlungen mit der EU. Die Banken, Versicherer und Hedgefonds in Großbritannien befürchten, dass sie im Zuge des EU-Austritts die Erlaubnis verlieren, ihre Dienstleistungen in der gesamten EU anbieten zu dürfen.

Dies kann für Großbritannien einen großen Verlust darstellen. Viele große, weltweit agierende Banken haben ihre europäischen Zentralen in Großbritannien. Insgesamt sind in der Finanzbranche über zwei Millionen Menschen beschäftigt und die Banken und Versicherer tragen etwa zwölf Prozent zum britischen BIP bei.

Einige Brexit-Befürworter sind der Ansicht, dass die Finanzbranche durchaus auf den sogenannten EU-Pass verzichten kann. Die sogenannten Gleichwertigkeitsbestimmungen könnten dafür sorgen, dass die Vorgaben in Großbritannien gleichwertig mit den EU-Vorgaben sind. Doch die britischen Bestimmungen gelten nur für bestimmte Dienstleistungen. Zudem könnten sie jederzeit zurückgenommen werden. Großbritannien könnte daher gezwungen sein, Regeln anzuerkennen, auf die das Land keinen Einfluss hat.

Derweil erholt sich die britische Industrie vom Brexit-Schock. Von August bis Oktober stiegen die Investitionsabsichten der Betriebe nach Angaben des Industrieverbands CBI wieder. Die starken Kursverluste nach der Abstimmung über den EU-Austritt haben für einen Anstieg der Exporte gesorgt. Gerade hinsichtlich der weiteren Export-Erwartungen blicken die britischen Unternehmen positiv nach vorne. Das schwächere Pfund beschert den Unternehmen Aufträge aus dem Ausland. Dennoch hat der Fall des Pfunds auch höhere Kosten zur Folge. Auch ein Fachkräftemangel wird von Seiten der britischen Industrie befürchtet falls die Zuwanderung aus EU-Ländern begrenzt wird.

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Der Brexit wird sich auch auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland auswirken. Das Institut der deutschen Wirtschaft schätzt, dass der EU-Austritt der Briten das Wirtschaftswachstum in Deutschland um etwa 0,25 Prozent verringern wird. Der Grund dafür ist der deutliche Verlust des britischen Pfunds gegenüber dem Euro sowie der zu erwartende Wachstumsrückgang in Großbritannien im kommenden Jahr. Die Abwertung des Pfunds bedeutet, dass die deutschen Exporte nach Großbritannien 2020 um neun Prozent gegenüber dem Vorjahr sinken werden. Und auch von Großbritannien nach Deutschland werden wohl 3,5 Prozent weniger Waren exportiert.

Neben Großbritannien wird mittlerweile wird nicht mehr Griechenland als das Sorgenkind der Eurozone gesehen, sondern Italien. Das Marktforschungsinstitut Sentix befragte über 1.000 Investoren. Das Ergebnis war, dass die Wahrscheinlichkeit für einen EU-Austritt Italiens derzeit höher eingeschätzt wird als ein Austritt Griechenlands. Zehn Prozent der Befragten sehen die Wahrscheinlichkeit eines Austritts Italiens, während nur noch 8,5 Prozent von einem Austritt Griechenlands ausgehen. Der griechische Wert ist damit so gering wie seit 2020 nicht mehr.

Besonders die Lage der italienischen Banken bereit vielen Sorgen. Außerdem steht im Dezember ein Verfassungsreferendum an und die Konjunktur Italiens stagniert seit langem. Kürzlich kündigte die italienische Bank Popolare die Vicenza, die bereits Teil des nationalen Rettungsfonds Atlante ist, einen massiven Personalabbau an. Mindestens ein Viertel der Stellen soll abgebaut werden, sagte der Verwaltungsratschef der Bank, Gianni Mion. Dies bedeutet, dass 1.300 bis 1.500 Stellen wegfallen werden. Die Gewerkschaften müssen noch von der Notwendigkeit der Stellenstreichungen überzeugt werden.

Ende Juni arbeiteten bei Popolare die Vicenza noch 5.400 Mitarbeiter. Die Bank fuhr im ersten Halbjahr 2020 einen Verlust von 795 Millionen Euro ein. Bereits in den vergangenen Jahren wurden 2,2 Milliarden Verluste erzielt. Schon im April rief die italienische Regierung den Rettungsfonds Atlante ins Leben, um den angeschlagenen Banken zu helfen. Der Fonds wird mehrheitlich von privaten Investoren gehalten.

Die Regierung in Rom bereitet sich derweil auf einen weiteren Stellenabbau in der Bankenbranche vor und will für diesen Fall 500 Millionen Euro öffentliche Gelder bereitstellen. Beispielsweise will man in den nächsten drei Jahren Vorruhestandsregelungen unterstützen. Die Gelder sollen den Banken helfen, die Kosten zu decken die bei Entlassungen von bis zu 25.000 Beschäftigten entstehen. Bislang trugen die Banken selbst die Kosten für Entlassungen und Frühverrentungen. Doch in den letzten Jahren sind auch hier hohe Kosten entstanden.

Die Pläne der Regierung sind ein Teil der Budgetpläne, die das italienische Kabinett vor einigen Tagen genehmigt hat. Im neuen Haushalt für 2020 sind dafür 100 Millionen Euro vorgesehen. Für die beiden darauf folgenden Jahre sind je 200 Millionen Euro eingeplant. Die italienischen Banken leiden derzeit unter einer großen Zahl an sogenannten faulen Krediten. Außerdem ist das Filialnetz der italienischen Kreditinstitute im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sehr dicht. Insgesamt arbeiten 317.000 Menschen bei den Banken des Landes. Die Gewerkschaft FABI schätzt, dass bis zum Jahr 2020 allein bei den fünf wichtigsten Banken des Landes rund 16.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

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In Portugal freut man sich, dass die Ratingagentur DBRS ihre Einschätzung für das Land nicht gesenkt hat. Der Grund ist, dass das Land bei der Verringerung des Haushaltsdefizits durchaus Fortschritte gemacht hat. Damit bleibt Portugal bei DBRS auf dem Status „BBB (low)“. Wenn die Ratingagentur eine Herabstufung vorgenommen hätte, hätte die EZB keine portugiesischen Anleihen mehr kaufen dürfen. Damit wäre die Kreditaufnahme verteuert worden. Die Regierung zeigte sich erleichtert und sah sich auf ihrem Weg bestätigt. Die anderen drei Ratingagenturen Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch führen Portugal allerdings weiterhin als „Ramsch“. Wenn auch DBRS Portugal auf „negativ“ herabgestuft hätte, hätte dies eine weitere Herabstufung in den nächsten sechs Monaten bedeutet. Damit wäre die Regierung weiter unter Druck geraten.

Dennoch ist Portugal weiterhin hoch verschuldet und das Wachstum ist sehr gering. Die Regierung vor wichtigen Aufgaben: Im Jahr 2020 soll das Haushaltsdefizit auf 1,6 Prozent der Wirtschaftsleistung gesenkt werden. 2020 lag das Defizit bei 4,4 Prozent und in diesem Jahr soll es unter 2,5 Prozent fallen. Diese Zahl war mit der EU vereinbart. Diese ehrgeizigen Ziele sollen mit einer strengen Ausgaben-Kontrolle erreicht werden. Dennoch wurden Steuersenkungen und Rentenerhöhungen in Aussicht gestellt.

Der IWF, der Portugal während der Euro-Schuldenkrise in sein Rettungsprogramm aufgenommen hatte, erklärte kürzlich, dass das Land unter den Erwartungen geblieben sei. Zwar konnte eine Bankenkrise vermieden und der Zugang zum Geldmarkt wiederhergestellt werden, aber der Staat und seine Bürgen leiden weiter unter hohen Schulden und Arbeitslosigkeit. Auch das Wirtschaftswachstum wird in diesem Jahr wohl nur bei rund ein Prozent liegen.

Deutschland bleibt unterdessen der Konjunktur-Motor der Eurozone. Im Oktober legten die Geschäfte der deutschen Industrie weiter zu. Der Einkaufsmanagerindex für die Privatwirtschaft im Euroraum liegt derzeit bei 53,7 Punkten. Dies ist der höchste Stand seit Dezember 2020. Er stieg im vergangenen Monat um 1,1 Punkte und damit stärker als erwartet. Ein Wert von mehr als 50 Punkten steht für Wachstum. Gerade die Konjunktur in Deutschland sorgte für diesen hohen Wert.

Das Anziehen der deutschen Wirtschaft sorgt auch für gute Zahlen in der Baubranche und auf dem Arbeitsmarkt. Die Bauwirtschaft profitiert von niedrigen Zinsen und konnte damit ihre Umsätze um 12,4 Prozent steigen. Die Aufträge stiegen um 16,6 Prozent. Und auch andere Branchen profitieren von einem deutlichen Auftragsplus.

Schlechte Nachrichten kommen allerdings aus der Autobranche. Im Oktober sank die Zahl der Neuzulassungen um 5,6 Prozent. Von Januar bis Oktober registrierte man aber mit 2,82 Millionen Neuzulassungen einen Anstieg um fast fünf Prozent. Besonders Volkswagen kommt nicht aus den Negativschlagzeilen heraus: Im Oktober übergab der Marktführer fast ein Fünftel weniger Autos in Deutschland.

Auch die Inflation in Deutschland zieht an. Im Oktober stiegen die Preise so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Der Grund ist, dass billiges Öl kaum mehr Wirkung erzielt. Die Preise für Waren und Dienstleistungen stiegen so durchschnittlich um 0,8 Prozent mehr als 2020.

In den USA wartet man derzeit gespannt auf die Präsidentenwahl. Wird Hillary Clinton das Rennen machen oder kann Donald Trump auf den letzten Metern noch aufholen? Vor den Präsidentschaftswahlen wird sich hinsichtlich der Geldpolitik der US-Notenbank Fed nichts mehr bewegen. Daher ist mit einer Zinserhöhung weiterhin erst zum Jahresende zu rechnen. William Dudley, der Chef der Fed in New York, sagte, dass wohl nur noch ein Konjunktureinbruch gegen eine Zinserhöhung im Dezember sprechen würde. Wenn aber die Wirtschaft auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben wird, steht einer Zinserhöhung zum Jahresende nichts mehr im Wege.

Dagegen ist der Chef der Fed in Dallas, Robert Kaplan, der Ansicht, dass die Inflation wohl anziehen wird. Er befürwortet daher eine etwas weniger konjunkturstimulierende Geldpolitik und sprach sich für eine Wachstumsrate von etwa 1,75 Prozent aus. Dieser Wert liegt zwar unter dem Normmaß der Vergangenheit, sei aber zu einer weiteren Verringerung der Arbeitslosigkeit ausreichend. Laut dem sogenannten „Beige Book“, dem Konjunkturbericht der Fed, wuchs die US-Wirtschaft in den meisten Bezirken zuletzt nur wenig.

Das Bruttoinlandsprodukt der USA erlebt gerade das größte Wachstum seit zwei Jahren. Auch dies erhöht den Druck auf die Fed, die Normalisierung der Geldpolitik zum Jahresende anzustreben. Nach Angaben des Büros für Wirtschaftsanalysen stieg das BIP zwischen Juli und September von 1,4 auf 2,9 Prozent. Erwartet wurden nur 2,5 Prozent. Diese sehr positive Zahl wurde maßgeblich durch einen Anstieg der Exporte um zehn Prozent begünstigt. Im vorangegangenen Quartal erreichten die US-Exporte lediglich einen Anstieg von 1,4 Prozent.

Die täglichen Konsumausgaben in den USA stiegen im dritten Quartal dagegen nur um 2,1 Prozent. Damit wurden die Erwartungen, die um 0,5 Prozent höher lagen, deutlich verfehlt. Im Vorquartal lag der Anstieg noch bei 4,3 Prozent.

Geldpolitik

Die EZB hält weiterhin an ihrem Anleihen-Programm fest. Auch das letzte Treffen des EZB-Rates änderte nichts an diesem Plan. Auf der Sitzung sprach man laut EZB-Präsident Mario Draghi nicht über das sogenannte „Tapering“. Dies bezeichnet das graduelle Herunterfahren der Transaktionen im Rahmen des Anleihen-Programms. Bislang sieht es so aus, als würden mindestens bis März 2020 weiterhin jeden Monat Wertpapiere im Wert von 80 Milliarden Euro gekauft. Allerdings sagt nun auch die Zentralbank, dass man nicht ewig an dieser Geldpolitik festhalten kann. Dies wird als erster Hinweis auf mögliche Veränderungen gedeutet.

Viele Experten gehen aber davon aus, dass das Anleihen-Programm der EZB auch über März 2020 hinaus weitergehen wird. Die Weichen dafür könnten durch kleine Veränderungen im Dezember gestellt werden, sodass die EZB auch in Zukunft genügend Anleihen zum Kaufen findet. Auf der nächsten EZB-Sitzung im Dezember wird die EZB verkünden, wie es weitergehen wird. Dann werden auch die Inflations- und Wachstumsprognosen der EZB-Volkswirte vorliegen. Und auch die Ausschüsse werden bis dahin Vorschläge zum Anleihen-Programm einreichen. Diese sollen prüfen, wie die Anleihenkäufe auch in Zukunft reibungslos realisiert werden können.

Schritt für Schritt kommt durch die Geldflut der Kreditfluss in der Eurozone wieder in Schwung. Im September vergaben die europäischen Banken 1,9 Prozent mehr Kredite an Firmen als ein Jahr zuvor. Auch im Sommer war das Wachstum in dieser Größenordnung. An Privathaushalte wurden im September 1,8 Prozent mehr Kredite vergeben, als im September 2020. Dies entsprach ebenfalls dem Zuwachs aus den Vormonaten.

Trotz dieser positiven Signale erzielt das Anleihen-Programm der EZB nur zum Teil Wirkung. Der Kreditmarkt sorgt derzeit kaum dafür, dass das Wirtschaftswachstum in der Eurozone anzieht. Die Unternehmenskredite erholen sich weiterhin nur langsam. Die Entwicklung am Kreditmarkt deutet darauf hin, dass viele Unternehmen ein Investitionsrisiko scheuen. Zudem kämpfen die Banken mit steigenden Regulierungsanforderungen und verdienen aufgrund der niedrigen Zinsen weniger.

Die Geldmenge M3, die in der Eurozone sehr wichtig ist, stieg im September um fünf Prozent. Hier werden unter anderem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, kurzfristige Geldmarktpapiere und Schuldverschreibungen mit zweijähriger Laufzeit zusammengerechnet. Experten hatten mit einen etwas höheren Zuwachs gerechnet.

Markttechnische Betrachtung der Märkte:

Chartbild des DAX

Im Chartbild des DAX ist deutlich zu erkennen, dass sich der Kurs seit dem Sommer diese Jahres in einer Seitwärtsrange befindet. Dabei oszilliert der Kurs um die Zone von 10.600 Punkten zwischen 10.200 Punkten auf der Unterseite und 10.800 Punkten auf der Oberseite. Ich persönlich tendiere eher dazu langfristig von steigenden Kursen auszugehen, jedoch stehen die Zeichen in den nächsten Tagen und Wochen auf Sturm. Da wäre zum einen der ungewisse Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen und zum anderen die mögliche Zinsanhebung im Dezember diesen Jahres. Sollten diese Ereignisse anders als von den Analysten erwartet ausfallen, so könnten uns schnell wieder Kurse um 9.000 Punkte ereilen. Vielleicht preist die Börse aber auch nur den Worst Case ein und die Kurse erholen sich wieder und wir sehen doch noch eine Jahresendrally. Immer wenn Kurse an einer wichtigen Marke angekommen sind, bieten sich sehr gute Einstiegschancen für Trader. Aktuell können mittelfristig orientierte Trader Call Optionen kaufen und diese eng absichern. Trader könnten den Stop Loss eng setzen und von möglichen Zielen auf der Oberseite im Abstand von 800 Punkten und mehr profitieren.

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