Rück- & Ausblick, News, Handel Nachrichten aus der Wirtschaft

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Wochenrückblick der 33Kw: Wiederholte Abwertung des Yuan schicken DAX auf Talfahrt

Viele Konjunkturdaten sind in dieser Woche veröffentlicht worden, unter anderem der Indikator ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die EU. Die Daten wurden jedoch durch geldpolitische Maßnahmen in China überschattet. Die PBOC (Peoples Bank of China) wertete den Yuan gegenüber dem US Dollar ohne Vorankündigung mehrere Male ab. Befürchtungen, dass Importe in China nun teurer werden, schickten den DAX Index in den freien Fall. Stark von Chinas Absatz abhängige Unternehmen wurden verkauft, so etwa VW.

Wirtschaft und Geldpolitik

EU: Aus der EU wurden folgende Daten veröffentlicht

  • Deutscher Großhandelspreisindex und ZEW-Konjunkturerwartungen
  • Italiens Verbraucherpreisindizes
  • EU ZEW-Konjunkturerwartungen und Industrieproduktion
  • Britischer Durchschnittsverdienstindex und Arbeitslosenquote
  • Deutsche, französische und spanische Verbraucherpreisindizes
  • Französisches, deutsches und italienisches BIP-Wachstum (Q2)
  • EU Verbraucherpreisindex

Der deutsche Großhandelspreisindex wurde am Dienstag veröffentlicht und fiel im Juli mit -0,5 % unverändert zum Vormonat aus. Der ZEW-Konjunkturerwartungen-Index fiel für Deutschland und den Monat August negativ aus, während der EU ZEW-Index im Vergleich zum Vormonat angestiegen ist. Die EU Industrieproduktion fiel im Vergleich zum Vormonat rückläufig aus, während der Anstieg auf Jahresbasis unter den Erwartungen und geringer als im Vorjahresmonat ausfiel.

Der britische Durchschnittsverdienstindex fiel im Vergleich zum Vormonat geringer aus als erwartet, während die Arbeitslosenquote unverändert bei 5,6 % verblieb.

Die VPIs der einzelnen Länder fielen im Vergleich zum Vormonat wie folgt aus: Italien -0,1 % nach -0,1 %, Deutschland 0,2 % nach 0,2 %, Frankreich -0,3 % nach -0,1 % und Spanien -0,9 % nach 0,3 %. Der europäische VPI wird am Freitag veröffentlicht und es wird ein VPI-Index von 0,2 % erwartet. Auch der Kern VPI sollte bei 1,0 % ausfallen, da es sich um die endgültigen Daten handelt.

Weiterhin stehen am Freitag die Schätzungen des BIP-Wachstums aus den Ländern Frankreich, Italien, Deutschland sowie der EU an. Die Erwartungen für das EU-BIP-Wachstum liegen im Vergleich zum Vorquartal bei 0,4 %. Für das Wachstum der Länder Deutschland, Frankreich und Italien werden jeweils die Werte 0,5 %, 0,2 % und 0,3 % erwartet.

USA: Aus den USA wurden folgende Daten veröffentlicht:

  • Non-farm Produktivität
  • JOLTS Job-Report sowie die Einzelhandelsumsätze
  • Kern- und Erzeugerpreisindex
  • Industrieproduktion

Die Non-farm Produktivität ist im Vergleich zum Vorquartal angestiegen, jedoch etwas weniger als erwartet. Der JOLTS Report fiel schlechter aus als erwartet, während die Einzelhandelsumsätze im Rahmen der Erwartungen ausfielen. Die am Freitag anstehenden Daten zur Industrieproduktion werden im Vergleich zum Vorwert etwas höher erwartet. Die Kern- und Erzeugerpreisindizes werden im Vergleich zu den Vorwerten allgemein etwas schwächer erwartet.

Geldpolitik

All die Daten wurden zwischen Dienstag und Donnerstag von der chinesischen PBOC-Yuan-Abwertung überschattet. Die Notenbank hat ein neues Fixing für den Yuan gesetzt, infolgedessen der Yuan gegenüber dem US Dollar in der besagten Zeit um mehr als 4 % abgewertet wurde. Diese Entscheidung ist vielen Analysten noch nicht ganz klar. Der Konsens begründet diesen Schritt mit der Veröffentlichung schlechter Export- und Industriedaten in dieser Woche.

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TECHNISCHE BEWERTUNG DER MÄRKTE:

Screen 1: Tageschart des EUR/USD

EUR/USD: Das Währungspaar EUR/USD hat sich im Zuge der Yuan-Abwertung weiter erholt und durchbrach den Widerstand bei 1,11 US Dollar je Euro. Aktuell scheint es ein Pull-Back an das Ausbruchsniveau zu vollziehen. Es wird daher interessant zu sehen, ob das Niveau bei 1,11 US Dollar je Euro neue Käufer generiert oder ob der vorherige Durchbruch nur eine Übertreibung aufgrund der PBOC gewesen ist. Erst eine Bestätigung lässt das neue Ziel bei etwa 1,13 US Dollar je Euro auf die Agenda kommen. In diesem Bereich verläuft auch die 200er Moving Average auf Tagesbasis.

Screen 2: 12-Stundenchart des GBP/USD

GBP/USD: Nachdem sich weniger Mitglieder des geldpolitischen Komitees für den diesjährigen Zinsanstieg ausgesprochen haben, verlor das britische Pfund etwas an Wert, konnte jedoch aufgrund der US-Dollar-Schwäche nicht aus der Range nach unten herausbrechen. Ein Bruch nach oben oder unten könnte kurzfristige Tradingchancen darstellen. Das Ziel nach oben wäre sodann bei 1,5780 US Dollar je Euro im Blick, während nach unten der Bereich bei 1,52 US Dollar je Euro eine Unterstützungszone darstellt.

Screen 3: Tageschart des DAX

DAX: Der deutsche Leitindex hatte sich bis Anfang der Woche noch deutlich erholt. Auch hier wurde die Euphorie jedoch durch die Yuan-Abwertung gedämpft. Innerhalb von zwei Tagen gab der Future um 600 Pkt. nach und fiel knapp unter 11.000 Pkt., erholte sich aber kurz darauf wieder und notiert aktuell knapp oberhalb der 200er Moving Average. Ein nachhaltiger Bruch des gleitenden Durchschnitts würde ein erhöhtes Risiko signalisieren und weiteres Abwärtspotenzial zunächst bis zum Tief bei 10.600 Pkt. darstellen.

Screen 4: 12-Stundenchart von Gold

Gold: Der Goldpreis konnte sich deutlich von seinem Tief bei 1.070 US Dollar je Feinunze erholen. Die Dynamik scheint zumindest auf einen weiteren Anstieg hinzudeuten. Der nächste Widerstand läge in einem Bereich bei 1.140 US Dollar je Feinunze. Sollte die Dynamik nachlassen, so stünde die Unterstützung in dem Ausbruchsbereich bei 1.102 US Dollar je Feinunze als relevante Zone im Blick. Ein Durchbrechen nach unten würde den Ausbruch nach oben wieder relativieren.

Rück-, Ausblick, News und Handel – KW 36/2020

Die Volatilität ist des Kurzfristtraders bester Freund. Erst Recht, wenn man mit binären Optionen handelt. Da Volatilität durch Nachrichten geschaffen wird, sind Monate wie der September, wenn alle aus dem Sommerurlaub wieder zurück sind, ein Segen. Und so haben wir gleich in der ersten Woche eine Fülle an Ereignissen sowohl in der EU als auch in den USA und weiteren Ländern.

Wirtschaft

EU: Innerhalb der EU gab es gleich mehrere zu Beginn der Woche relevante Nachrichten. Zum einen ist der EU- Herstellungsindex niedriger als erwartet ausgefallen, außerdem die Einzelhandelsumsätze gesunken. Dies wurde allerdings bereits erwartet, daher gab es keinen nennenswerte Auswirkungen auf den Kursverlauf des Währungspaares Eur/Usd.

Was den ausschlaggebenden Impuls verursacht hat, war der am Donnerstag veröffentlichte Zinsentscheid der EZB. Indem diese den Leitzins noch mal unerwartet von 0,15 auf 0,05% gesenkt hatte, gab der Eur/Usd um satte 1,3% nach. Da die EZB einige weitere Maßnahmen zur Stützung der Inflation beschlossen hatte, beflügelte es zusätzlich die Aktienmärkte (DAX).

Schauen Sie sich im Chart an wie das Ganze dann aussehen kann und welche Chancen auf einen Trade bestünden, wenn man sogar innerhalb der Bewegung eingestiegen wäre (Screen 1). Eine kurzfristige binäre Put-Option des Brokers Optiontime wäre hier beispielsweise zu empfehlen gewesen.

Screen 1 : Tageschart des Eur/Usd

Screen 2 : Kurzfrist-Option bei Optiontime

USA: Aus den Vereinigten Staaten gab es wiederum durchwachsene Daten. Auf der einen Seite gab es einen positiv ausgefallenen Herstellungsindex der Einkäufer, auf der anderen Seite sind die Werksaufträge geringer ausgefallen als erwartet. Auch der Arbeitsmarkt lässt noch keinen eindeutigen Schluß zu. Jeden ersten Freitag im Monat werden um 14:30 MEZ Arbeitsmarktdaten veröffentlicht, so auch heute. Diese sind für Trader enorm wichtig und lassen Schlüsse über die weitere Vorgehensweise der Notenbank (FED) zu. Ein weiterer positiver Impuls kam seitens des geringer ausgefallenen Handelsbilanzdefizits. Der Fokus liegt aber wie eben erwähnt auf den heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten.

Großbritannien: Aus Großbritannien gab es den positiv ausgefallenen Dienstleistungs-Einkaufsmanager-Index. Der Zins wurde bei 0,5% belassen. Im Allgemeinen überwiegt die Usd-Stärke trotz positiv ausgefallener Daten und der britische Pfund fällt weiter. Wir haben Ihnen im letzten Beitrag den Gbp/Usd Chart vorgestellt. Ein mustergültiger Abwärtstrend besteht weiterhin. Positiv ausgefallene Daten könnten allerdings kurzfristig innerhalb weniger Minuten mit binären Optionen gehandelt werden.
Japan: Aus Japan gab es diese Woche keine relevanten Daten außer, dass die Notenbank an ihrer lockeren Geldpolitik festhält. Solange das der Fall ist, kann die Korrelation zwischen den US-Indizes und dem Währungspaar Usd/Jpy weiter bestehen (siehe Technische Bewertung der Märkte).

Australien: Die Geldpolitik in Australien bleibt ebenso unverändert. Das Australische Leistungsbilanzdefizit sinkt. Die Stärke des US-Dollars aufgrund der EZB-Aussage hatte allerdings auf den Australischen Dollar keinen nachhaltigen Einfluss. So befindet sich das Währungspaar bereits seit einigen Wochen innerhalb einer Seitwärtsrange (siehe Technische Bewertung der Märkte).

Schweiz: Die Schweiz sowie der Schweizer Franken hatten einiges zu bieten. Das Schweizer BIP sowohl per Jahr als auch Monat ist gering ausgefallen. Das hindert den Schweizer Franken jedoch nicht daran gegenüber dem Euro weiter an Stärke zu gewinnen. Da der Schweizer Franken sehr an der Entwicklung der EU und Deutschland hängt, schlägt hier einfach die EU-Schwäche durch. Allerdings hat die Schweizer Notenbank vor einigen Jahren einen Interventionskorridor beschlossen, den Sie mit 1,20Chf/€ als untere Grenze durch Intervention demnächst verteidigen sollte.

Technische Bewertung der Märkte

Beleuchten wir das Ganze noch mal aus der markttechnischen Perspektive. Können die wirtschaftlichen Daten diese bestätigen?

Eur/Usd: Das Währungspaar befand sich nach wie vor in einem Abwärtstrend. Anfang der Woche noch sah es nach einer kurzfristigen Korrektur für den Euro aus. Diese wurde jedoch durch den EZB-Zinsentscheid verhindert. Aber selbst auf Basis der technischen Analyse hätte man hier eine gute Position in die fallende Richtung aufbauen können. Nachdem die Unterstützung nach unten gebrochen wurde, kehrte der Kurs noch mal zu dieser zurück. Wie bereits in den vorhergehenden Beiträgen erklärt eine durchaus normale Marktreaktion. Viele Trader nutzen solche Pull-Backs um in die entgegengesetzte Richtung einzusteigen(Screen 3).

Screen 3: Tageschart des Eur/Usd

Gbp/Usd: Wie bereits angesprochen hat das Währungspaar einen mustergültigen Abwärtstrend hingelegt und mit dem gestrigen EU-Zinsentscheid diesen noch mal verstärkt. Allerdings ist der Cable nun an einer starken Unterstützung angelangt und auf 4-Stunden Basis (Screen4) ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass zumindest eine kurze Gegenbewegung erfolgt.

Screen 4 : 4-Stundenchart des Gbp/Usd

Eur/Chf: Langsam nähert sich das Währungspaar Eur/chf seinem unteren Grenzbereich von 1,20Chf/€. Eine Intervention sollte daher nicht mehr lange auf sich warten lassen. Der Tages-Chart bestätigt den Abwärtstrend im Währungspaar und zeigt mögliche Kursverläufe für die nächste Woche an(Screen 5).

Screen 5 : Eur/Chf im Tageschart

Usd/Jpy: Im Währungspaar Usd/Jpy sehen wir ein Antasten an das Hoch vom letzten Jahr. Sollte dieses Hoch nachhaltig gebrochen werden, bestünde die Chance auf einen weiteren Schub nach oben über einige Wochen (Screen 6).

Screen 6 : Tageschart des Usd/Jpy

Aud/Usd: Das Währungspaar Aud/Usd hat wie gesagt nicht sehr stark auf den EZB-Zinsentscheid und damit verbundene US-Dollarstärke reagiert und fluktuiert bereits seit einigen Wochen innerhalb einer Seitwärtsrange (Screen 7).

Screen 7 : Aud/Usd im Tageschart

Trading-Chancen mit binären Optionen bestehen in den Boundary-Optionen oder klassisch Puts oder Calls nach Bruch der Seitwärtsphase. Allerdings ist es auch möglich auf kurzfristiger Basis Trends innerhalb dieser Range zu identifizieren und gleichsam Put und Call Optionen zu nutzen, beispielsweise des Brokers Optiontime.

Screen 8 : Option auf den Dax bei Optiontime

Der Broker Optiontime ist ein in der EU regulierter Broker und bietet seinen Kunden fortwährend ein Angebot an allen gängigen Optionsarten und Produkten zum Handel mit binären Optionen an. Einfach und unkompliziert können Sie mit einem Trade auf den Dax innerhalb von 30 min. 80% Rendite bekommen(Screen 8). Unsere vorgestellten Analysetechniken sollten Ihnen als Hilfestellung bei der Entscheidung zur Seite stehen.

Wirtschaft – Aktuelle Nachrichten

Wirtschaft

12.04.2020 13:27 Uhr

Temperatur und Ölpreis drücken Heizkosten

Wer mit Öl heizt, kann für diesen Winter mit niedrigeren Heizkosten rechnen. Milde Temperaturen in den eigentlich kalten Monaten und der Sturz des Ölpreises im ersten Jahresquartal drücken die Rechnung. | mehr

11.04.2020 12:28 Uhr

Wegen Corona in Not

Schuldner lassen ihre Zahlungen stunden

Wer wegen Corona in finanzielle Not geraten ist, kann seit Monatsbeginn seine Kreditrückzahlungen stunden lassen. Nach Angaben der Geldhäuser haben das jetzt schon Tausende Verbraucher genutzt. | mehr

11.04.2020 09:20 Uhr

Gutscheinregelung wegen Corona

Zwangsdarlehen oder Atempause?

Die Gutscheinregelung für Veranstaltungen, die wegen der Corona-Krise ausfallen, sorgt für Diskussionen. Verbraucherschützer kritisieren den Beschluss scharf. Veranstalter begrüßen die kurze „Atempause“. Von Ute Spangenberger. | mehr

Verwandte Multimediainhalte:

10.04.2020 22:07 Uhr

Google und Apple

Allianz beim Corona-Tracking

Google und Apple wollen bei der Entwicklung von Coronavirus-Apps zusammenarbeiten. So könnten Fälle besser zurückverfolgt werden. Der Schutz der Privatsphäre soll wichtig sein – versichern die Konzerne zumindest. | mehr

10.04.2020 18:30 Uhr

OPEC-Staaten hoffen auf höheren Ölpreis

Das Ölkartell OPEC will den Ölpreis nach einem drastischen Rückgang wieder nach oben treiben. Die größten Förderländer einigten sich auf eine Kürzung der Produktion. Mexiko stimmte der Einigung nachträglich zu. | mehr

US-Geldschwemme beflügelt auch den Dax

Amerikas Notenbank überschüttet nach altbewährtem Muster die Volkswirtschaft in Krisenzeiten mit Liquidität. Die Aussicht auf das süße Geld, dem Schmierstoff jeder Börse, sorgte heute für steigende Kurse. Auch der Dax naschte kräftig aus dem Honigtopf. | mehr

Rück- und Ausblick auf die KW 41: Aktuelle News aus Wirtschaft und Geldpolitik

In der europäischen Wirtschaft sorgen derzeit die Banken für Aufsehen. Im Fokus steht dabei vor allem die Deutsche Bank, die nicht aus den Negativschlagzeilen herauskommt. Dennoch deutet nichts auf eine europäische Bankenkrise hin. Die EZB verteidigt weiterhin ihr Konjunkturprogramm und die amerikanische Notenbank wartet auf den passenden Zeitpunkt für die geplante Zinserhöhung.

WIRTSCHAFT UND GELDPOLITIK

EU: Die führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland haben ihre Prognose für das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes auf 1,9 Prozent erhöht. Dies würde das größte Plus seit fünf Jahren bedeuten. Im Frühjahr sah es nur nach 1,6 Prozent Wachstum aus. Dennoch fordern sie mehr Investitionen. Zudem geht man für 2020 von schlechteren Aussichten aus. Für den Aufschwung in Deutschland sind die Verbraucher verantwortlich. Im nächsten Jahr wird allerdings nur noch ein Wachstum um 1,4 Prozent erwartet. Ein Grund hierfür ist, dass 2020 weniger Arbeitstage anstehen. Insgesamt befindet sich die deutsche Wirtschaft jedoch in einem moderaten Aufschwung.

Trotz kauffreudiger Verbraucher fordern Wirtschaftsforscher aber mehr Investitionen seitens der Politik. Die Bundesregierung müsse im Steuersystem mehr Anreize für Wachstum setzen und in Bildung und Forschung investieren. Auch im Rentensystem werden Veränderungen gefordert. So solle die Rente an die demografische Entwicklung angepasst werden. Zudem sehen die Forscher Gefahren für die Konjunktur in einer wachsenden Skepsis gegenüber der Globalisierung.

Erstmals seit Ende 2020 stieg die Inflationsrate in Deutschland wieder auf 0,7 Prozent. Das bedeutet, dass die Preise im September in Deutschland so stark gestiegen sind wie seit Mai 2020 nicht mehr. Dies ist jedoch noch immer weit unter den Zielvorgaben der EZB. Diese sieht eine Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent als ideal für die Entwicklung der Konjunktur an. Während die Kosten für Nahrungsmittel um 0,4 Prozent stiegen, sanken die Energiekosten im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent.

Mit Binären Optionen kann man sehr gut News traden

Daher rechnen Ökonomen damit, dass die EZB ihr Wertpapier-Ankaufprogramm weiter ausweiten wird, um die Inflation anzukurbeln. Eine Verlängerung um sechs Monate und mehr scheint nicht ausgeschlossen. Allerdings kommen aus Sicht der EZB aus Spanien gute Nachrichten: Dort stiegen die Preise erstmals seit Juli 2020 wieder – und zwar um 0,3 Prozent. Seit 2020 konnte kein Land der Eurozone – noch nicht mal annähernd – den Optimalwert der EZB von zwei Prozent erreichen.

In Großbritannien sorgt man sich um die Zukunft der Finanzbranche im Falle eines „harten Brexits“. Bei einem sogenannten „harten Brexit“, also einen EU-Austritt Großbritanniens ohne freien Zugang zum europäischen Binnenmarkt, könnten der britischen Finanzbranche Verluste von bis zu 43 Milliarden Euro drohen. Mit einem „harten Brexit“ ginge den Briten auch das Recht auf den Verkauf von Dienstleistungen in der EU verloren. Dies könnte den Verlust von 75.000 Arbeitsplätzen nach sich ziehen. Diese Zahlen wurde in einer Studie der Beratungsfirma Oliver Wyman veröffentlicht. Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel sei der volle Zugang zum EU-Binnenmarkt mit der Akzeptanz der Grundfreiheiten der EU wie der Freizügigkeit von Personen untrennbar verbunden. Laut der britischen Premierministerin Theresa May soll der Antrag auf den EU-Austritt spätestens Ende März 2020 gestellt werden. Gerade für den Finanzplatz London sind europäische Fragen wichtig. So ist für Banken der ungehinderte Zugang zu den Kapitalmärkten in der EU unerlässlich.

Obwohl gerade einige europäische Kreditinstitute in Schwierigkeiten stecken, sieht die EZB keine Gefahr einer allgemeinen Bankenkrise. Die EZB ist für 129 Kreditinstitute im Euroraum zuständig, die von ihr überwacht werden. Derzeit stehen von diesen in mehreren Ländern einige im Fokus, darunter die Deutsche Bank, die mit knappen Reserven für zahlreiche teure Rechtsstreitigkeiten aufkommen muss. In Italien haben einige Banken mit faulen Krediten zu kämpfen, die sich in den Jahren der Wirtschaftsflaute auf etwa 360 Milliarden Euro summiert haben. Im gesamten Euroraum hatten die Banken Ende 2020 problematische Kredite in Höhe von 900 Milliarden Euro in ihren Bilanzen. Dieses macht Banken bei der Vergabe neuer Kredite sehr zurückhaltend, was wiederum langfristig das Wachstum in einer Volkswirtschaft bremsen kann.

Der Chef der europäischen Bankenregulierungsbehörde EBA warnt vor Turbulenzen in der Bankenbranche, falls sich die Banken vor notwendigen Veränderungen verschließen. In diesem Fall würden neue Anbieter auf den Markt kommen. Einige Banken in Europa gehen bereits mutig voran und haben ihre Geschäftsmodelle überarbeitet und in neue Technologien investiert. So konnten sie wieder zu Effizienz und Gewinnstärke zurückkehren. Andere Kreditinstitute zögern diese Veränderungen noch hinaus. Die gesamte Bankenbranche muss auf neue Vorgaben zur Regulierung, die noch immer niedrigen Zinsen und den technologischen Wandel reagieren. Zum Teil müssen die Banken noch immer Hinterlassenschaften aus der Finanzkrise bewältigen. Dies beeinträchtigt auch nach Ansicht der EBA die Fähigkeit mancher Banken, wieder Gewinnstärke zu zeigen.

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In Griechenland erwartet die Regierung für 2020 ein stärkeres Wirtschaftswachstum und auch die Arbeitslosenquote sowie die Gesamtverschuldung sollen sinken. In Athen wurde der Haushaltsentwurf für das kommende Jahr vorgestellt. Dieser sieht ein Wachstum von 2,7 Prozent vor. Die Schuldenquote soll auf 174,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und die Arbeitslosigkeit auf 22,4 Prozent sinken. Im griechischen Haushaltsentwurf finden sich aber noch keine genauen Angaben, wann das Land wieder an die Finanzmärkte zurückkehren wird. Um die Haushaltsziele zu erreichen, sind höhere Steuern auf Benzin, Telefondienstleistungen und Tabakwaren geplant. Damit will die Athener Regierung internationale Vorgaben erfüllen, um weiter Hilfskredite zu erhalten.

Außerdem hat sich die Opec bei ihrem informellen Treffen in Algier auf eine Begrenzung der Fördermenge geeinigt. Diesem Beschluss gingen zweieinhalbjährige Verhandlungen voraus. Im Anschluss stiegen die Ölpreise und auch die Börsen reagierten positiv. Zum ersten Mal seit acht Jahren wurde nun eine Begrenzung der Ölmenge beschlossen. Das Ziel dieser Maßnahme ist eine Stabilisierung des Markts. In Zukunft sollen nur noch 32,5 Millionen Barrel pro Tag gefördert werden. Dies sind fast 750.000 Barrel weniger als im August. Trotz den lang andauernden Verhandlungen kam die Entscheidung überraschend. Eine einschneidende Wende gelang wohl aufgrund einer Annäherung zwischen dem Iran und seinem Erzrivalen Saudi-Arabien.

Bei der nächsten Opec-Sitzung im November wollen die Teilnehmer Einzelheiten festlegen. Auch die genauen Fördermengen der einzelnen Länder werden dort bestimmt. Zudem sollen auch Länder wie Russland, die nicht Mitglied der Opec sind, aufgefordert werden, ihre Förderung zu reduzieren. Schon seit Monaten sind die Ölpreise weltweit sehr niedrig. Dennoch konnte man sich lange nicht dazu durchringen, das Angebot zu verknappen. Unter anderem verfolgte man lange die Strategie, neue Konkurrenten wie die Schiefergas-Industrie in den USA mit den niedrigen Preisen wieder aus dem Markt verdrängen zu wollen. Doch spätestens als auch die Saudi-Arabische Wirtschaft die schwachen Ölpreise deutlich zu spüren begann, lenkte man ein.

USA: In den USA scheint eine Zinserhöhung im Dezember möglich. Wie Charles Evans, Chef der Fed in Chicago, verlauten lies, sei eine Zinserhöhung für ihn in Ordnung, wenn die Konjunkturdaten weiterhin positiv ausfielen. Er schloss auch eine Zinserhöhung im November nicht aus. Wie es danach weitergehe, sei für ihn allerdings entscheidender als der Zeitpunkt. So müsse die Inflation weiter zulegen und die Arbeitslosenquote weiter zurückgehen. Ebenso wie die EZB verfolgt die Fed eine Inflationsrate von zwei Prozent. Diese wurde in den USA aber seit vier Jahren nicht erreicht.

Im Übrigen gaben die Konsumenten in den USA für ihren privaten Konsum im September etwa genauso viel aus wie im Vormonat. Bereinigen um Preiseffekte sank diese Zahl sogar um 0,1 Prozent. Die Kauflaune der US-Verbraucher hat sich im September allerdings gebessert. Die Kennzahlen für das Verbrauchervertrauen stiegen um 1,4 Punkte auf 91,2 Punkte. Der private Konsum in den USA bezieht sich auf rund zwei Drittel der Wirtschaftskraft und ist damit auch für die Konjunktur sehr wichtig. Auch hinsichtlich des geeigneten Zeitpunkts für eine Zinserhöhung durch die Fed sind diese Zahlen in der USA derzeit von großer Bedeutung. Die Fed will vor einer Zinsentscheidung zunächst Fortschritte im Konjunkturverlauf sehen. Vollbeschäftigung und stabile Preise sind das Ziel. Während die Arbeitslosenzahlen stabil sind, ist die Inflation aus Sicht der Fed noch zu niedrig.

Gerade auf dem US-Arbeitsmarkt zeichnet sich ein positives Bild ab. Janet Yellen, Chefin der Fed, sagte, dass derzeit außergewöhnlich viele Stellen neu geschaffen würden. Wenn dies so weitergehe, müsse gar mit einer Überhitzung gerechnet werden. Die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten hat sich spürbar von der Finanzkrise erholt, was sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar macht. Die Erwerbslosenquote liegt unter fünf Prozent, womit nach den Ansichten der Fed das Ziel der Vollbeschäftigung erreicht ist.

Trotz dieser positiven Signale ist der beste Zeitpunkt für eine Zinserhöhung weiterhin umstritten. Vor allem die Präsidentenwahl am 8. November sorgt für Unsicherheit. Daher sind auch immer wieder Stimmen zu hören, die für weiterhin niedrige Zinsen plädieren. So sagte der Fed-Präsident von Minneapolis, Neel Kashkari, dass es derzeit keinen Inflationsdruck gebe und die Zinsen daher weiterhin niedrig bleiben könnten.

Zudem spielt die Fed mit dem Gedanken, ihren jährlichen Stresstest für Banken zu verändern. Mit neuen Methoden könne man die Ergebnisse individueller bestimmen und beispielsweise erkennen, wie viel Kapital eine Bank als Puffer gegen Krisen zurücklegen müsse. In den USA gelten acht Bankhäuser als systemrelevant. Für sie könnten diese Änderungen deutlich höhere Anforderungen bedeuten.

Geldpolitik:

Die Konjunktur in der Eurozone zeigt sich recht widerstandsfähig. Laut EZB-Präsident Mario Draghi kommt die Wirtschaft in der Eurozone bislang gut mit der Verunsicherung durch derzeitige politische Ereignisse wie den Brexit klar. Aktuell vorliegende Informationen weisen darauf hin, dass die Konjunktur im Euroraum durchaus widerstandsfähig gegen weltweite politische Unsicherheiten ist. Allerdings wird die nachlassende Nachfrage aus dem Ausland das Exportwachstum bremsen. Zugleich forderte EZB-Direktor Benoit Coeure mehr Unterstützung durch die politischen Akteure. Die Politiker dürften nicht allein auf die lockere Geldpolitik der EZB bauen, sondern müssten auch selbst aktiv werden. Geschieht dies nicht, drohe eine längere Phase mit niedrigem Wachstum.

Bislang rechnet die EZB für die beiden kommenden Jahre mit einem Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von je 1,6 Prozent. In diesem Jahr soll das BIP um 1,7 Prozent steigen. Die EZB arbeitet weiterhin daran, die europäische Konjunktur durch ihr Wertpapierkaufprogramm anzukurbeln. Dessen Wirksamkeit würde jedoch durch externe Einflüsse wie das Brexit-Votum oder die fallenden Rohstoffpreise gebremst.

Übrigens verteidigte EZB-Präsident Mario Draghi kürzlich bei einem Besuch im Bundestag die Geldpolitik der EZB. Er sagte, dass die Maßnahmen der Notenbank Wirkung zeigten und stellte sich der Kritik der Mitglieder aus den Bundestagsausschüssen für Europa, Haushalt und Finanzen. Draghi betonte, dass die Maßnahmen der EZB dazu beitragen, die wirtschaftliche Erholung auf Kurs zu halten und Arbeitsplätze zu schaffen. Dies würde langfristig auch Deutschland zugutekommen.

TECHNISCHE BEWERTUNG DER MÄRKTE:

Tageschart von Gold

Im Chart des gelben Edelmetalls lässt sich sehr schön erkennen, dass es am Mittwoch zum Bruch der unteren Trendlinie gekommen ist. Schon seit mehreren Tagen und Wochen konnten die Charttechniker unter uns eine bekannte Formation erkennen – ein fallendes Dreieck. Das bedeutet, dass es zu keinen höheren Kursen mehr kommt, also keine neuen Hochpunkte mehr generiert werden, auf der Unterseite aber die Tiefpunkte halten. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis das Dreieck regelkonform aufgelöst wird und es zu stark fallenden Kursen kommt. Und genau diese Situation konnte Mitte der Woche beobachtet werden. Fundamental Analysten hingegen nennen die Aussagen der FED als Grund dafür, dass es zu fallenden Kursen gekommen ist. Dabei sollte jedem klar sein, dass weder FED noch EZB einfach so von jetzt auf gleich ihre Anleihekäufe stoppen werden oder Zinsen sofort angehoben werden würden. So oder so gab diese Formation hervorragende Chancen um mit Put Optionen auf fallende Kurse zu setzen. Da man bei Binären Optionen von einer zuvor festgelegten Rendite profitieren kann, egal wie hoch ein Kurs steigt, können spekulative Anleger auf eine Erholung der Kurse auf aktuellem Niveau setzen.

Tageschart des GBP/USD

Und auch im Tageschart des GBP/USD scheint sich eine aussichtsreiche Formation auszubilden. Nachdem es am heutigen Tag zu starken Kursverlusten kam, scheint sich der Kurs aktuell gefangen zu haben und setzt zu einer Erholung an. Besonders interessant daran ist das Volumen, unter dem diese Abverkäufe stattgefunden haben. Sollte sich die Erholung weiter fortsetzen, so dürfte sich ein Hammer ausbilden. Nur oder gerade wenn diese Kerzenformation unter hohem Volumen ausgebildet wird, hat diese auch eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit. Bei diesem Volumen sollte sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ein Kurswechsel vollziehen und wir werden in den nächsten Tagen deutlich steigende Kurse sehen. Eine sehr gute Möglichkeit mit Binären Optionen auf steigende Kurse zu setzen und Call Optionen zu kaufen.

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