Professioneller Händler werden Kann man die ESMA Beschränkungen umgehen

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Professioneller Händler werden: Kann man die ESMA Beschränkungen umgehen?

Es gibt jedoch eine Lösung: Trader können den Status als “Professional Client” erlangen und dann wie gehabt mit hohen CFD-Hebeln handeln. Für diesen Status gibt es Regularien, welche die ESMA vorschreibt.

Welche Anforderungen gelten für einen Professional Trader?

Die ESMA hat die Anforderungen an professionelle Trader, die es schon vorher im nationalen Recht gab (für Deutschland im Wertpapierhandelsgesetz § 67 formuliert), für europäische, dem EU-Recht unterstehende Broker und ihre Kunden vereinheitlicht. Es gilt nach wie vor, dass Privatkunden diesen Status auf Antrag von ihrem Broker erhalten können. Dafür müssen sie mindestens zwei der drei nachstehenden Voraussetzungen erfüllen:

  • durchschnittlich zehn Trades pro Quartal im vergangenen Jahr und in demjenigen Markt, für den die Einstufung als professioneller Kunde erfolgen soll
  • Besitz von Bankguthaben und/oder Finanzinstrumenten von über 500.000 Euro
  • mindestens einjährige professionelle Handelserfahrung als Finanzdienstleister oder auch privater Trader, die zur entsprechenden Kenntnis zu den betreffenden Geschäften und Wertpapierdienstleistungen führte

Der Punkt 2 dürfte von vielen Tradern nicht erfüllt werden, die anderen beiden Punkte erscheinen nicht unrealistisch. Das nötige Volumen der im Punkt 1 genannten Trades wird allerdings uneinheitlich kommuniziert. Es könnte sein, dass Trades mit fünfstelligen Einsätzen gemeint sind. Daran dürften viele private Trader scheitern. Viele Broker gehen derzeit kein Risiko ein und kündigen strenge Prüfungen entsprechender Anträge an. Gegenbeispiele gibt es auch. So soll ein nicht näher benannter Broker auch einen privaten Trader zum Professional Client hochgestuft haben, der nur eine niedrige zweistellige Summe auf seinem Tradingkonto vorweisen konnte. In einem anderen Fall soll ein Trader sogar mit einem Demokontoauszug den begehrten Status erhalten haben. Diese Berichte tragen allerdings den Status von Gerüchten. Das unterbindet wiederum nicht die heftige öffentliche Diskussion darum, ob es nicht möglich sei, die wirklich hohen Hürden zu überspringen.

Wie streng können die Prüfungen der Broker in Wahrheit ausfallen?

Wie streng die Broker in Zukunft ihre Kunden überprüfen, wird die nähere Zukunft der Jahre 2020 bis 2020 zeigen. Es gab solche Vorschriften schon immer, sie wurden mehr oder weniger streng gehandhabt. Vor 2020 ließen deutsche Discount-Broker Neukunden nur dann zu Derivategeschäften in einer bestimmten Risikoklasse zu, wenn diese Kunden glaubhaft machten, dass sie solche Derivate schon mindestens seit einem Jahr handeln – wo auch immer. Es genügte allerdings, das zu behaupten. Überprüft wurde es nicht. Nach 2020 wurde über solche Prüfungen gar nicht mehr gesprochen. Jedermann konnte überall ein CFD-Konto eröffnen und sofort handeln. Das deutsche WpHG sieht zwar schon immer solche Überprüfungen vor, doch es wurde noch nie als scharfes Schwert gegen allzu risikofreudige Trader und ihre Broker, die sie gewähren lassen, angewendet. Das ist ein typisch deutsches Phänomen. In Großbritannien etwa sind die Broker sehr wohl angehalten, den Background neuer Kunden zu überprüfen. Doch wenn ein Broker so eine Prüfung nur lax oder gar nicht durchführt: Was hätte er zu befürchten? Im Prinzip könnte ihm nur die Klage eines Anlegers drohen, der mangels Erfahrung sehr viel Geld verloren hat und nun den Broker für seinen Leichtsinn verantwortlich macht, weil dieser die nötigen Voraussetzungen nicht streng genug geprüft hat. Solche Klagen von Kunden sind nicht bekannt. Die Broker und ihre Trader sitzen viel zu sehr in einem Boot, als dass sich eine wirklich strenge Überprüfung von Professional Clients durch eine Behörde durchführen ließe.

Wie gehen Broker gegenwärtig mit einem Professional Account um?

Dieser Account wird oft Bestandskunden gewährt. Die Broker sind der Auffassung, dass langjährige Trader eigentlich wissen sollten, was sie tun. Es soll sogar Broker geben, die Kunden automatisch zum Professional Trader machen, wenn diese sechs Monate lang bei ihnen Orders gebucht haben. Juristen wie der Münchner Fachanwalt Dr. Philipp Hendel sehen das mit gemischten Gefühlen. Allerdings verweisen sie darauf, dass weder das deutsche WpHG noch die neue ESMA-Vorschrift explizit formulieren, auf welche Weise Broker ihre Kunden zu überprüfen hätten – etwa durch Vorlage von Bankauszügen. Daher bestehe wohl eine rechtliche Grauzone. Wenn es zum Streitfall käme, müsse ein Kunde davon ausgehen, dass der Broker durchaus seinen Angaben vertrauen dürfe, ein Broker müsse wiederum davon ausgehen, dass ein gewisses Monitoring des Kunden erwartbar sei. Neu- oder Bestandskunden einfach ungeprüft einen Professional Account zu verleihen könnte durchaus zum Problem werden. Schlimmstenfalls wird der Broker schadenersatzpflichtig.

Werden die ESMA-Restriktionen Bestand haben?

Solche Gesetze sind anfechtbar. In der Regel positionieren sich die Gegner in den wenigen ersten Monaten ihres Bestands, sammeln Fakten, Meinungen und damit Munition und führen dann Musterklagen durch. Vieles geschieht auch im Hintergrund, die Öffentlichkeit bemerkt es nicht. Anwälte beider Seiten verhandeln miteinander und einigen sich unauffällig. Eine solche Einigung könnte darin bestehen, dass Anwälte von sehr kapitalstarken Brokern den ESMA-Juristen zu verstehen geben, dass man mit unglaublichen Einsatz (den man auch finanziell gut durchstehe) eine Schikane von Brokern und ihren Kunden anfechten werde. Die ESMA könnte zu verstehen geben, dass man sich möglicherweise mit den Aussagen von Kunden gegenüber ihren Brokern zufriedengeben werde, also nicht auf der strengen Prüfung beharre und auch keine ungefragten Kontrollen durchführen werde, die eigentlich nötig wären. Danach könnte sich die Aufregung legen. Die Broker würden dann Fragebögen anfertigen, auf denen Kunden einige Kreuze machen. Danach sind sie professionelle Trader und können wie eh und je CFDs mit hohen Hebeln handeln. Die Beamten der ESMA hätten mit der Verordnung ihre Pflicht getan und den Kritikern des CFD-Geschäfts vorläufig den Wind aus den Segeln genommen.

Wie wahrscheinlich ist so eine friedliche Lösung?

Sie ist gar nicht so unwahrscheinlich, weil die neue Verordnung auf einer bedeutsamen Konstruktion basiert: Rein private Trader dürfen zwar nur noch niedrig gehebelt handeln, sind aber auch von der Nachschusspflicht befreit. Auf die professionellen Trader trifft das nicht zu. Daher dürfte sich ein jeder private Trader in Zukunft genau überlegen, ob er wirklich weiter so hoch gehebelt handeln möchte, dabei aber stets und ständig einen heftigen Nachschuss riskiert. Vielleicht regt die ESMA-Verordnung auch zum Nachdenken an und entfaltet allein dadurch ihre Wirkung.

ESMA wird umgangen: Höherer Hebel und Binäre Optionen

Aktuell versenden viele CFD/FOREX-Broker Mails mit einem Hinweis, man könne einen Antrag als professioneller Trader stellen, um sich so einstufen zu lassen. Dabei geht es um die Möglichkeit die ESMA-Restriktionen, speziell die eingeschränkten Hebel, zu umgehen. Ferner verlagern einige Binäre Optionen Anbieter Ihren offiziellen Sitz in ein Nicht-EU-Land, um weiterhin Binäre Optionen anbieten zu können. Zwischenzeitlich gibt es aber auch eine dezentralisierte und kryptobasierte Lösung, die nicht unter die ESMA Beschränkungen fällt.

ESMA Anforderungsprofil für professionelle Trader

Ein Privatkunde kann als professioneller Kunde eingestuft werden. Eine Änderung der Einstufung oder bei einer Neuregistrierung kommt nur in Betracht, wenn der Privatkunde mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt:

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Professionelle Trader Einstufung um ESMA zu umgehen?

Aus unserer Community wissen wir, dass zumindest der Punkt 1 kein Problem darstellt. Man sollte sich auch nicht Trader nennen, wenn man keine Handelserfahrung hat.

Beim Punkt 3 könnten sicher auch einige mit ruhigem Gewissen ein Häkchen setzen, da schon der selbständige Bereich des Traders oder eine redaktionelle Tätigkeit im Finanzumfeld dafür ausreichend scheint. Blogger, die über Ihr Trading berichten, erfüllen diesen Punkt bereits.

Einzig Punkt 2 ist eine Thema. Was genau zählt hierzu? Aktien und direkte Firmenbeteiligungen können ebenso Teil von Finanzinstrumenten sein, wie eine eigene genutzte Immobilie. So zumindest könnte man es auslegen und damit auch diesen Punkt bejahen, sollte Punkt 3 doch nicht für euch in Frage kommen.

Prüft daher genau, ob ihr zwei der oben genannt Kriterien erfüllt.

Alternativen im Binäre Optionen Handel

Binäre Optionen werden innerhalb der EU nicht mehr angeboten. Ein ausweichen auf Broker außerhalb der EU ist möglich, jedoch unterliegen diese dann auch keiner sicheren EU-Regulierung. Wir haben einige Broker getestet und stellen diese bei trading-reloaded.com vor. Die Erfahrungsberichte findet ihr hier. Aus unserer Sicht gibt es durchaus zuverlässige und seriöse Alternativen. Wenige, aber sie gibt es.

Sämtliche Sicherheiten gewinnt ihr beim Handeln mit dezentralisierten Handelsplattformen zurück. Die erste dieser Art ist SPECTRE. Mehr Infos zu SPECTRE findet ihr hier.

Alternativen im CFD/FOREX-Handel

Wenn man ein Konto bei einem Broker außerhalb der EU eröffnet, dann greifen die ESMA-Beschränkungen nicht. Dafür verzichtet ihr allerdings auch auf eure Rechte als EU-Bürger und vor allem die EU-Einlagensicherung.

Australische Broker kommen immer mehr ins Gerede. Fälschlicherweise wird angenommen, dass ein Kundenschutz durch die australische Regulierung (ASIC) besteht. Dies ist jedoch nur für Trader mit Sitz in Australien der Fall! Wer also ein Problem mit einem dortigen Broker hätte, kann auf absolut keine Hilfe hoffen.

Umgehen der ESMA Regeln – CFD, Hebel und Margin

Umgehen der ESMA Regeln

Die Regulierung von Brokerkonten seitens der ESMA war sicherlich ein Schock für die ganze Finanzszene. Sie erging an alle aktiven Trader der Instrumente CFDs zum Jahresstart und hatte zur Folge, dass man hier eine aktive Entscheidung treffen musste. Welche Folgen das letztlich haben wird und wie man die ESMA Regeln umgehen kann, wird hier anhand der konkreten Prozesse aufgezeigt.

Aufforderung der ESMA

Von seitens der Broker erging an alle Kundenaccounts folgender Vorschlag, den ich hier stellvertretend noch einmal abbilden möchte.

Die ESMA hat eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt – die sich auf Privatkunden beziehen – um zu versuchen, die Verhaltensstandards in der gesamten Branche zu erhöhen. Wir unterstützen diese Änderungen weitgehend, sind jedoch der Ansicht, dass die Beschränkungen der Hebelwirkung unverhältnismäßig und zu restriktiv sind. Die vorgeschlagenen Hebelbeschränkungen der ESMA lauten:
30:1 Hebel für Hauptwährungspaare = 3,33% Margin
20:1 Hebel für die wichtigsten Indizes = 5% Margin
10:1 Hebel für Rohstoffe (Gold nicht eingeschlossen) = 10% Margin
5:1 Hebel für Aktien = 20% Margin

Doch vor allem dieser Eingriff in die Hebel, und damit einhergehend der mögliche Gewinn und Verlust, ist für viele Trader ein nur schwer zu akzeptierender Umstand. Denn dabei werden Anleger gänzlich anders behandelt als Trader. Gibt es dennoch Auswege für Trader?

Die eine Möglichkeit ist es, einen Broker zu wählen, der nicht der ESMA-Regelung unterliegt. Doch ergeben sich daraus wieder neue Risiken und vor allem geht dann die vielgelobte Transparenz verloren.

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen nun den wohl sinnvollsten Weg vor, die neuen Regeln der ESMA zu umgehen. Diese haben mit der Klassifizierung der Trader selbst zu tun. Denn nur „Privatkunden“ unterliegen der ESMA-Regelung. Um den Privatkundenstatus im Sinne eines Tradings mit weiterhin selbstbestimmtem abzugeben, sollten Sie folgende Schritte erwägen.

Fragen an Trader

Ausfüllen müssen Sie dabei folgendes Formular, welches Ihnen Ihr Broker sicherlich zugesendet hat. Dabei ist für den Wechsel des Status erforderlich, zwei Kriterien zu erfüllen. Aus meinem Umfeld weiß ich, dass zumindest der Punkt 1 kein Problem darstellt. Man sollte sich (hart formuliert) auch nicht Trader nennen, wenn man dies nicht erfüllt.

Beim Punkt 3 könnten sicher auch einige mit ruhigem Gewissen ein Häkchen setzen, da schon der selbständige Bereich des Traders oder eine redaktionelle Tätigkeit im Finanzumfeld dafür ausreichend scheint. Allein auf der Invest 2020 (dazu ein kleiner Artikel) traf ich eine Menge Blogger, welche über ihr Trading berichten.

Einzig Punkt 2 ist eine „Gewissensfrage„. Was genau zählt hierzu? Firmenbeteiligungen können ebenso Teil eines Investment-Portfolios sein, wie eine eigene genutzte Immobilie. So zumindest könnte man es auslegen und damit auch diesen Punkt bejahen, sollte Punkt 3 doch nicht für Sie nicht in Frage kommen. Denn aufgrund der Schnelligkeit einer Antwort fragt man sich, wo und ob überhaupt eine Prüfung seitens der Broker bzw. der ESMA (welche diese Regeln auferlegte) erfolgen kann.

Genauso sah die Abfrage beim Broker IGmarkets jedenfalls vor einigen Woche in meinem Postfach aus. Andere CFD-Broker hatten nur ein anderes „Design“, aber inhaltlich natürlich die gleichen Abfragen an uns Trader:

Grundaufbau der ESMA-Fragen

Nach dieser Auswahl kommen noch vertiefende Fragen. Dazu Punkt 1:

Und der angesprochene Punkt 3, welcher auf Ihre Erfahrungen im „Business“ abzielt. Sie können gerne testen, wie hier auch als Arbeitgeber das Donald Duck Heft durchgeht…

Erfahrungen als Trader: ESMA-Regulierung

Auswirkungen auf das Trading

Sollte man den Privatkundenstatus behalten wollen bzw. nicht auf die Fragen reagieren, ergeben sich diese Anforderungen für Ihr zukünftiges Trading:

ESMA Vorschläge führen zu erhöhten Marginanforderungen
Markt Größe Aktuelle Margin Vorgeschlagene Margin (ESMA)
EUR/USD 1 Standard-Kontrakt 611 $ 4.073 $
Deutschland 30 1 Standard-Kontrakt 1.650 € 16.500 €
Öl – Brent Rohöl 1 Standard-Kontrakt 1.035 $ 6.900 $
Apple 1000 Aktien 8.950 $ 35.800 $

Doch sollten Sie stattdessen als professioneller Kunde klassifiziert werden, betrifft Sie dies nicht. Aber Sie verlieren einige der Schutzmechanismen, welche für private „Trader“ gelten. Auf diese wird natürlich auch aufmerksam gemacht, wie hier auszugsweise zu sehen ist:

Warnhinweise bei den ESMA-Regeln

Dieser Umstand sollte immer bedacht werden, bevor man den hier aufgezeigten Weg geht und weiterhin mit hoher Margin, aber selbstbestimmt handeln möchte. Bereits vor wenigen Wochen hatte dazu Michael Hinterleitner einen langen Artikel verfasst und seinen Unmut geäußert:

Denn letztlich ist dieser Schritt auch für die Broker ein Problem. LYNX beendet wohl den CFD-Handel und IG Markets warnt seine Anleger vor schlechten Umsatzzahlen. Profitieren werden wohl in erster Linie die Zertifikate-Anbieter. Dies als Randnotiz.

Die neue Klassifizierung als professioneller Kunde

Hat man das aufgezeigte Prozedere durchlaufen, erfolgt die Prüfung seitens des Brokers binnen weniger Tage. Das Feedback kommt umgehend in Form einer grünen Mail:

ESMA ausgefüllt: Prüfung

Wie schon angedeutet, erschließt sich mir nicht, wie man diese Angaben prüfen sollte. Hierbei möchte ich keiner Institution etwas unterstellen, doch gefühlt glaube ich kaum, dass hier auch wirklich alle Arbeitgeber geprüft wurden können. In meinem Falle und von einigen befreundeten Bloggern ausgehend, kam auch keine Mail oder zumindest ein Anruf bei der info-Mailadresse zwecks Nachfrageersuchen. Ebenso ist es in meinen Augen fast unmöglich, ein Investment-Portfolio mit der entsprechenden Höhe einer Privatperson zu überprüfen. Es muss also ein hohes Maß an Vertrauen gegenüber dem Kunden bzw. dessen Eigenverantwortung erfolgen. Wer nicht geschützt werden will, der kann dies also umgehen.

Schon wenige Tage nach der abgesendeten Formulare kann die Genehmigung als einfache Mail zugestellt werden. Damit ist das Thema ESMA Regulierung quasi umgangen, da weiterhin die Marginsätze wie zuvor Gültigkeit besitzen. Meine Mail lautete so:

ESMA Regulierung erfolgt

Damit war der Fall erledigt. Auf Ihre Entscheidung möchte ich hier keinen Einfluß nehmen, sondern nur den Prozess und meine Gedanken hinter den Auswahlmöglichkeiten darstellen. Festlegen muss sich jeder selbst, wie er in der Datenbank des Brokers und letztlich auch bei der ESMA eingeordnet sein möchte. Wer hier bereits eine Erklärung abgegeben hat, kann diese sicher noch revidieren, ähnlich der Risikoklassifizierung bei einem depotführenden Bank.

Wie auch immer Ihr Umgang mit den ESMA Regeln sein wird, halten Sie sich auf jeden Fall beim Trading mit CFDs und einem Hebel an ein (wie auch immer ausgearbeitetes) Risikomanagement und schützen Sie so Ihr Kapital!

In diesem Sinne wünsche ich viel Erfolg – Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

Einstufung als professioneller Trader: Fluch oder Segen?

Kaum ein Tag vergeht, ohne dass ich mit meinen Dutzenden Echtgeldkonten bei verschiedenen CFD/FX-Brokern eine Mail erhalte mit dem Hinweis, einen Antrag stellen zu können um mich als professioneller Trader einstufen zu lassen. Um damit die in wenigen Monaten kommenden ESMA-Restriktionen, speziell die eingeschränkten Hebel, zu umgehen. Die eigentlich strengen Voraussetzungen dafür dürften zwar wohl nur 1-5% aller Trader erfüllen. Doch ob und wie die Broker die Kundenangaben überprüfen, ist Auslegungssache. Damit steht diese Option theoretisch jedem offen. Alles easy also? Oder ein Schritt in Richtung Produktverbot?

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Zuerst zur Erinnerung noch einmal die drei Voraussetzungen, von denen man zwei erfüllen muss, um als professioneller Trader zu gelten laut § 67 Abs. 6 des WpHG:

Anforderungsprofil professioneller Trader

Ein Privatkunde kann auf Antrag oder durch Festlegung des Wertpapierdienstleistungsunternehmens als professioneller Kunde eingestuft werden. Eine Änderung der Einstufung kommt nur in Betracht, wenn der Privatkunde mindestens zwei der drei folgenden Kriterien erfüllt:

Auf mich persönlich bezogen werde ich den Status als professioneller Trader problemlos erlangen können mit meinen zig Trades im Jahr (Punkt 1) und der jahrelangen beruflichen Beschäftigung mit Wertpapieren als redaktioneller Analyst sowie über die Tätigkeit für BrokerDeal (Punkt 3).

Beides problemlos überprüfbar für den Broker. Entweder indem er einen Blick in meine Tradinghistorie bei ihm selbst wirft und mich googelt. Oder indem ich ihm einfach einen beliebigen Kontoauszug schicke von einem Konto mit mindestens je zehn Trades in den letzten vier Quartalen.

Einen nachweisbaren Beruf am Kapitalmarkt werden aber nur die wenigsten privaten Trader vorweisen können. Also läuft es auf die mindestens je zehn Trades in den letzten vier Quartalen sowie ein liquides Vermögen von mindestens 500.000 EUR hinaus. Hat ein Kunde etwa großes Immobilienvermögen, aber „nur“ 250.000 EUR auf seinem Girokonto oder als Wertpapiere im Depot, reicht das nicht.

[su_youtube url=“https://youtu.be/vSPFO_UMK0Q“ width=“440″ height=“280″]https://www.youtube.com/watch?v=W3iFToTdkjg[/su_youtube]

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Keine Prüfpflicht der Broker?

Vor wenigen Wochen noch ließen die Broker verlauten:

[su_quote]Wir prüfen sehr genau, ob der Kunde über entsprechendes Vermögen verfügt. Er muss uns Belege zukommen lassen.[/su_quote]

Mittlerweile sind mir aber Berichte zugetragen worden, die bei dem ein oder anderen Broker ein anderes Bild zeichnen. Als Extrembeispiel wurde etwa die Bewerbung eines Traders als professioneller Trader akzeptiert, der beim Broker selbst seit Monaten nur noch 15 Euro auf dem Konto rumliegen hatte. Es wurden weder Belege angefordert ob er die nötige Anzahl an Trades bei einem anderen Broker erzielt hat. Noch ob er auch tatsächlich über 500.000 Euro Vermögen verfügt. Ein anderer Trader erzählt, dass sogar ein Kontoauszug akzeptiert wurde, auf dem klar erkenntlich war, dass es sich um ein Demo-Konto handelte.

Andreas Müller hat seine Erfahrungen in diesem Artikel auf trading-treff.de festgehalten.

Mit persönlich widerfährt aktuell eigentlich eher das Gegenteil: Bei meinen ersten Anträgen wurde zwei gleich abgelehnt, einer davon bittet um Belege die meine Anzahl an Trades sowie meine berufliche Qualifikation bestätigen. Und zwei sind seit Tagen „in Bearbeitung“. Also aktuell noch sehr unterschiedliche Erfahrungen.

Bitte diskutiert mit uns unter dem Artikel wie es euch ergangen ist bei den verschiedenen Brokern, oder schickt uns euer Feedback per Mail.

Auf die widersprüchlichen Kundenberichte angesprochen hat mittlerweile scheinbar ein Großteil der Broker folgenden Standpunkt eingenommen:

[su_quote]Wir sind nicht dazu verpflichtet, die Angaben der Kunden auf Richtigkeit zu überprüfen. Wenn diese uns anlügen, sind wir dagegen machtlos.[/su_quote]

Aber kann es tatsächlich so einfach sein? Nehmen wir noch einmal den entsprechenden Gesetzestext zur Hand, so heißt es dort auch in Absatz 6

Der Änderung der Einstufung hat eine Bewertung durch das Wertpapierdienstleistungsunternehmen vorauszugehen, ob der Kunde aufgrund seiner Erfahrungen, Kenntnisse und seines Sachverstandes in der Lage ist, generell oder für eine bestimmte Art von Geschäften eine Anlageentscheidung zu treffen und die damit verbundenen Risiken angemessen zu beurteilen.

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Also doch eine Prüfpflicht? Aber jetzt wird es richtig tricky.

Die angesprochenen Broker sind der Meinung, dass sie aufgrund dieser Definition eine Pflicht zur Bewertung nur bei Bestandskunden hätten. Wenn etwa jemand bei der Kontoeröffnung ursprünglich angegeben hat, er sei von Beruf Maurer mit einem Jahreseinkommen von 30.000 EUR, und plötzlich möchte er sich als professioneller Trader einstufen lassen und gibt an, über mindestens 500.000 EUR zu verfügen. Dann träfe den Broker die Pflicht diese neuen Angaben nicht ungeprüft zu glauben.

Dass man aber Neukunden auf den Zahn fühlen müsste, die schon bei Kontoeröffnung angegeben haben über entsprechendes Vermögen zu verfügen, sei Auslegungssache.

Eine wunderbare Lösung?

Kann die Einstufung zum professionellen Trader also eine einfache Lösung sein, um die in wenigen Monaten geplanten sehr beschränkten Hebel zu umgehen? Ja, speziell bei Brokern mit deutscher Lizenz. Da das WpHg sogar noch zahnloser formuliert, also etwa die britischen Vorgaben. UK-regulierte Broker sind nämlich sehr wohl dazu angehalten, Backgroundchecks durchzuführen. Nur dass eben wieder nicht genau definiert ist wie genau und anhand welcher Unterlagen. Also am Ende Auslegungssache.

Sogar auf die Nachschusspflicht werden selbst bei Status als professioneller Trader immer noch der ein oder andere Broker verzichten (die entsprechenden Namen und Links liefern wir aber erst nach, wenn das Bild im Laufe der nächsten Wochen klarer wird).

Von zwei anderen Brokern (die zwar EU- aber nicht BaFin-reguliert sind) werden sogar folgende Meinungen vertreten:

Broker A meint, wer vor Umsetzung der Restriktionen bereits aktiver Kunde war, kann auch weiterhin wie gewohnt handeln. Und

Broker B meint, er wird einfach jeden, der z.B. 6 Monate lang bei ihm gehandelt hat, zum professionellen Trader hochstufen.

Damit machen es sich aber manche wohl deutlich zu einfach.

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Bauchschmerzen

Der von BrokerDeal gerne zu Rate gezogene Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, Dr. Hendel aus München, bestätigt zwar, dass sich die Broker erst einmal auf die Richtigkeit der gemachten Angaben verlassen dürfen. Dass aber auch ein gewisses Monitoring durchgeführt werden müsse.

Und vor allem dass Bestandskunden, die ursprünglich andere Angaben gemacht hätten, nicht ungeprüft hochgestuft werden dürfen.

Was mir persönlich allerdings ganz andere Bauchschmerzen bereitet: wenn es jetzt die übliche Vorgehensweise wird, einfach bei einem neuen Broker ein Konto zu eröffnen, entsprechende Angaben über meine finanziellen Verhältnisse zu machen, eine Hochstufung zum professionellen Trader zu erbitten und einen Kontoauszug über die letzten 12 Monate zu schicken. Dann dürften sich die Regulierungsbehörden doch auch ziemlich verschaukelt vorkommen…

Statt dass man also versucht die ESMA-Restriktionen für die ersten 3 Monate durchzustehen (danach werden diese übrigens juristisch angefochten werden können, mindestens zwei Parteien scharren diesbezüglich bereits in den Startlöchern) und den Kopf unten zu halten, wird weiter Staub aufgewirbelt.

Im besten Fall ist es den Beamten egal, und sie sind einfach nur froh das Thema Binäre Optionen und CFDs endlich vom Tisch zu haben. Was im schlimmsten Fall allerdings noch folgen könnte, darüber möchte ich gar nicht anfangen zu spekulieren. Ich versuche ja ewiger Optimist zu sein.

Um uns ein genaueres Bild von der Lage machen zu können, bitten wir um deine Erfahrungen zu dem Thema unter dem Artikel als Kommentar. Oder als Erfahrungsbericht per Mail.

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Alternativen

Sehr viele Anfragen erreichen mich zum Thema „Offshore“-Broker. Ja, wenn man ein Konto bei einem Broker außerhalb der EU eröffnet, dann scheren diesen die ESMA-Hebelbeschränkungen nicht. Dafür verzichtet ihr allerdings auch auf eure Rechte als EU-Bürger und vor allem die EU-Einlagensicherung.

Weil australische Broker immer mehr ins Gerede kommen erachte ich den Hinweis als wichtig, dass der Kundenschutz durch die australische Regulierung (ASIC) nur für Trader mit Sitz in Australien gilt. Wer also eine Auseinandersetzung mit einem dortigen Broker hätte, kann auf absolut keine Hilfe hoffen.

Zwei Partnerbroker von BrokerDeal arbeiten allerdings bereits an sehr konkreten Lösungen, die nichts mit der Einstufung als professioneller Trader zu tun haben. Für wen diese in Frage kommen und ab wann, darüber halten wir euch natürlich auf dem Laufenden.

Fazit

Die Einstufung als professioneller Trader kann für viele ein einfacher Weg sein, weiter mit hohen Hebeln handeln zu können, speziell bei nicht UK-regulierten Brokern. Manche Broker werden das sogar ohne Nachschusspflicht anbieten. Viele gut betuchte Trader sind ja der Meinung wo denn das Problem sei bei einem Hebel von 1:5 bis 1:30, es braucht doch niemand einen Hebel von 200 oder mehr. Ja, das ist korrekt, wer erfolgreich traden möchte muss ohnehin sein Risiko- und Moneymanagement im Griff haben. Nur dass eine Verzehnfachung der Margin etwa beim DAX-CFD jenseits von Gut und Böse ist, man selbst bei nur 1% Risiko pro Trade plötzlich an Grenzen stößt.

Kleinkonten werden damit zu den viel intransparenteren und teureren Hebelzertifikaten und Optionsscheinen „abgedrängt“ werden. Und dass ein hoher Hebel nicht das gleiche wie Zocken bedeutet, dazu verlinke ich auf ein Video zum Thema „Wie der Hebel dein Depot ruinieren kann“:

[su_youtube url=“https://youtu.be/W3iFToTdkjg“ width=“440″ height=“280″]https://www.youtube.com/watch?v=W3iFToTdkjg[/su_youtube]

Bitte keine Hektik liebe Leute, die Hebelbeschränkungen gelten erst ab 1. August. Und müssen dann alle 3 Monate verlängert werden von der ESMA. Bis dahin erst einmal fröhliches Trading und viel Erfolg dabei, wir halten euch natürlich über Lösungen auf dem Laufenden!

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Wie man mit binären Optionen Geld verdient
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