Candlestick Muster- Binäre Optionen 2020

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Formationen aus einzelnen Candlesticks

Es gibt diverse simple Candlestick-Muster, die eine gute Quelle für Handelssignale beziehungsweise als Bestätigung einer bestehenden Analyse darstellen können. Da die hier vorgestellten Formationen nur aus einer einzelnen Kerze bestehen, können sie im Chart relativ einfach ausfindig gemacht werden. Es gibt sogar Chartprogramme, mit denen Candlestick-Formationen automatisch gesucht und angezeigt werden können – derartige Tools bieten natürlich eine komfortable Hilfestellung. Dennoch macht es natürlich Sinn, dass die gebräuchlichen Formationen gekannt werden und verstanden wird, weshalb Sie als Kauf- oder Verkaufssignal in Betracht gezogen werden können. In den nachfolgenden Abschnitten werden diverse Hammer-Fomationen, Shooting Star, Hanging Man, Yo Sen und In Sen näher erläutert.

Hammer-Formationen – Ende der Abwärtsbewegung als potenzielle Folge

Die Hammer-Formation gehört zu den bekanntesten Candelstick-Mustern. Es handelt sich hier um eine Formation, die eine Trendumkehr nach einem zuvor fallenden Markt bedeuten könnte. Charaktristisch für einen Hammer-Kerze ist ein im Vergleich zum unteren Wick sehr klein ausgeprägter Body. Eine Regel besagt, dass der untere Wicks mindestens doppelt so lang sein muss wie der Body. Der obere Wick sollte nur sehr schwach ausgeprägt oder am besten überhaupt nicht vorhanden sein. Das nachfolgende Bild zeigt ein Paradebeispiel für eine Hammer-Situation.

Ein Inverted Hammer sieht ähnlich aus wie eine normale Hammer-Formation. Allerdings befindet sich bei dieser Candle der lange Wick nicht unten, sondern oben – die Position des Bodys ist am unteren Ende der Candle-Kursspanne anzutreffen. Der Inverted-Hammer ist eine Trendumkehrformation, die am Ende einer Abwärtsbewegung auftauchen kann. Diese Formation gewinnt an Stärke, wenn der Kurs der darauffolgenden Kerze oberhalb des Bodys der Inverted Hammer Candle schließt. Das nachfolgende Bild beschreibt eine derartige Situation.

Shooting Star und Hanging Man – eine Aufwärtsbewegung kann sich dem Ende neigen

Bei den Formationen Shooting Star und Hanging Man sind Parallelen zu den bereits hier dargestellten Mustern Hammer und Inverted Hammer erkennbar. Allerdings beziehen sich beide Formationen auf einen Markt, der im Vorfeld der ins Auge gefassten Candle bereits gestiegen ist. Synchron dazu hat der Shooting Star einen langen oberen Wick – der Body ist wie bei einer Hammer-Kerze relativ kurz. Je länger der obere Wick und je kürzer der Body, desto aussagekräftiger ist die Situation. Der untere Wick sollte möglichst marginal ausgeprägt sein. Es handelt sich hier um ein Signal, das eine bearishe Tendenz einleiten kann.

Der am Ende eine Marktanstiegs anzutreffende Hanging Man hat einen kurzen Body und einen langen unteren Wick. In diesem Fall gewinnt die Candle an Aussagekraft, wenn der Kurs der darauffolgenden Candle unterhalb des Bodys des Hanging Man schließt. Auch diese Situation kann eine Trendumkehr einleiten – wie das Beispiel sehr schön darstellt.

Yo Sen und In Sen – ein Indiz für ausgeprägtes Momentum

Yo Sen und In Sen Candles finden auch als Momentum Candles Bezeichnung. Dieser Begriff lässt schon erahnen, um was es sich hier für eine Formation handeln könnte. Es handeln sich um Kerzen, die starkes Kauf- beziehungsweise Verkaufsverhalten signalisieren. Während die Yo Sen Formation eine eindeutig bullishe Tendenz beschreibt, stellt die In Sen Candle eine starke bearishe Tendenz dar. Beide Formationen tauchen nicht selten im Bereich von Ausbruchszonen auf. Charaktristisch für diese Kerzen sind große Bodys und nur marginal oder überhaupt nicht ausgeprägte Wicks.

Candlestick Muster als Infografik

Veröffentlicht am 27. Mai 2020 von Redaktion

Wichtige Candlestick Muster als Infografik

Die Candlestick Muster sind für die Signalerkennung sehr wichtig und liefern sehr genaue und zuverläßige Signale aus den man Vorhersagen für zukünftige Marktbewegungen ableiten kann, was natürlich für den erfolgreichen Handel mit binären Optionen wichtig ist!

Ich habe nun eine tolle Infografik mit insgesamt 10 Candlestick Muster gefunden, 5 Candlestick Muster für jede Kursrichtung, also für den Bullen- und Bärenmarkt und diese Infografik möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Mit Hilfe dieser Infografik können Sie die enthaltenen Candlestick Muster besser verstehen und so einfacher im Chart erkennen, was für den erfolgreichen Handel mit binären Optionen wichtig ist, aber auch beim Forex und CFD Handel eingesetzt werden kann…

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Infografik mit wichtigen Candlestick Muster

Bevor ich Ihnen aber die Infografik mit den Candlestick Mustern zeige, möchte ich Ihnen noch ein Bild aus der Infografik zeigen, dort werden die Candlesticks erklärt, was natürlich für absolute Einsteiger wichtig ist zu wissen!

Hier die Erklärung der Candlesticks:

Wichtige Candlestick-Muster als Infografik

Kommen wir nun aber zu den 10 Candlestick Mustern und wie diese im Chart gebildet werden bzw. wie die jeweiligen Candlestick Muster aussehen müssen, um so Gültigkeit für eine Vorhersage auf zukünftige Kursbewegungen zu erhalten.

Hier die Candlestick Muster in der Infografik:

Infografik mit wichtigen Candlestick-Muster

Wenn Sie mehr über die Candlestick Muster erfahren möchten, dann empfehle ich Ihnen das Buch „Technische Analyse mit Candlesticks“, wo Sie wirklich die besten Informationen zu den Kerzencharts bekommen!

Dieses Buch ist für alle Trader wichtig und sollte als Pflichtlektüre angesehen werden, denn mit Hilfe der Candlesticks kann man nicht nur binäre Optionen, sondern auch Forex und CFDs erfolgreicher spekulieren.

Für den Handel mit binären Optionen empfehle ich folgende Broker:

Diese Broker haben auch gute Proficharts mit Candlesticks, wo Sie dann das gelernte aus dem Buch bei der Analyse für den Handel mit binären Optionen anwenden können, um so erfolgreich und gewinnbringend zu spekulieren…

Binäre Optionen Trading mit Heikin-Ashi-Kerzen 2020

Trading ist ein Wettbewerb um den besten Preis, das beste Set-up, den besten Gewinn. Denn am Ende gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Ok, so genau ist es natürlich nicht, es gibt nicht nur einen Gewinner oder Verlierer, sondern mehrere auf beiden Seiten. Unter dieser bekannten Tatsache ist es verwunderlich, dass viele Trader sehr homogen im Trading vorgehen. Einen Edge oder einen Vorteil gegenüber anderen zu erlangen, ist auf diese Weise umso schwerer.

Der Trader Dan Valcu hat aus diesem Grund das Candlestick-Chart optimiert und das Heikin-Ashi-Chart daraus entwickelt. Im Grunde genommen handelt es sich dabei um eine geglättete Art des Candlestick-Charts. Somit sollen Trends besonders bei umsatzschwachen Märkten besser dargestellt und Gaps im Kursverlauf ausgeschlossen werden.

Die Berechnung der Heikin-Ashi-Kerze

Auch die Heikin-Ashi-Kerze besteht wie der Candlestick aus einem Eröffnungs- und Schlusskurs (Open, Close) sowie einem Tief und Hoch (High, Low). Die Berechnung der Heikin-Ashi-Kerze funktioniert folgendermaßen:

  1. Berechnung des HA-Open = (HA-Open vom Vortag) – (HA-Close vom Vortag)/2
  2. Berechnung des HA-Close = (Open + High + Low + Close)/4
  3. Berechnung des HA-High = Maximalwert von HA-High, HA-Open und HA-Close
  4. Berechnung des HA-Low = Minimalwert von HA-Low, HA-Open und HA-Close

Aufgrund dieser Berechnungsmethode wird die Darstellung des Charts geglättet, wie das untere Bild des Währungspaares NZD/USD deutlich macht.

Screen 1: NZD/USD im Tageschart

Wie man sieht, sind die Trends deutlich ausgeprägter. Dennoch fällt auf, dass die Tiefs und Hochs einer Kerze sehr weit auseinander liegen, was den kurzfristigen Handel zunächst einmal erschweren könnte. Im nächsten Beitrag werden wir dennoch versuchen, eine Strategie mit den Heikin-Ashi-Kerzen auch im kurzfristigen Bereich aufzubauen.

Interpretation der Heikin-Ashi-Kerzen

Es gibt mehrere Interpretationsregeln für die Heikin-Ashi-Kerzen.

  • Blaue Kerzen stellen Aufwärtstrends dar, rote Kerzen Abwärtstrends.
  • Es werden keine Gaps mehr dargestellt.
  • Je länger die Kerzenkörper, umso stärker ist der Trend.
  • Kleine Kerzen deuten auf einen Trendwechsel hin.
  • Kerzen mit weit auseinanderliegenden Dochten stellen Konsolidierungen dar (auch bei Wechsel zwischen blauen und roten Kerzen).
  • Im Aufwärtstrend haben Kerzen keinen unteren Docht und vice versa.

Des Weiteren können folgende Interpretationsregeln festgelegt werden:

  1. Ein normaler Trend wird durch größer werdende Kerzen signalisiert.
  2. Ein stärker werdender Trend wird durch länger werdende Kerzen ohne Schatten dargestellt.
  3. Ein schwächer werdender Trend wird durch kleiner werdende Kerzen mit teilweisen Schatten dargestellt.
  4. Eine Konsolidierung wird durch kleine Kerzen mit wechselnden oberen und unteren Schatten dargestellt.
  5. Eine Trendwende wird durch einen kleinen Kerzenkörper mit langem Schatten dargestellt.

Im unteren Chart haben wir versucht, die Interpretationsregeln 1-5 zu identifizieren. Jedoch haben wir das auf das Währungspaar NZD/USD getan. Dadurch fiel eines auf: Die Regeln 1-5 sind wie so oft nur als allgemein einzustufen und von Markt zu Markt zu prüfen. In diesem Fall wurden die Regeln – außer Regel Nr. 1 – kaum so identifiziert, wie angenommen. Stärker werdende Trends wiesen dennoch einen Schatten auf, Trendwenden wurden nicht unbedingt durch kleine Kerzen angezeigt. Das soll jedoch nicht davon abhalten, eigene Interpretationsregeln aufzustellen, was wir im nächsten Beitrag nach einer eingehenden Analyse tun werden.

Screen 2: NZD/USD im Tageschart

Fazit – Heikin Ashi als interessante Darstellungsform

Das Heikin-Ashi-Chart wird, wie auch das Candlestick-Chart, aus denselben Parametern berechnet, daher stellt es lediglich eine andere Darstellungsform dar. Besonders geeignet ist das Chart bei umsatzschwachen Märkten wie Einzelwerten. Auch im langfristigen Trading könnte das Chart seine Vorteile ausspielen. Jedoch ist wie so oft eine eigene Interpretation der Regeln bei verschiedenen Märkten notwendig.

Anzumerken ist derweil, dass das Chart ebenfalls für den Einsatz von Indikatoren geeignet ist und dabei nachweislich gute Signale liefern kann, wenn man die richtigen dafür nutzt. Auch das wird unter anderem Bestandteil im nächsten Beitrag zur Entwicklung einer Strategie mit dem Heikin-Ashi-Chart sein.

Screen 3: Webseite des Brokers BDSwiss

Bis dahin können Trader mit dem Broker BD Swiss einige der vorgestellten Strategien mit geringem Einsatz ausprobieren.

Die Technische Analyse einfach erklärt!

Die Technische Analyse beginnt mit der Erkennung des aktuellen Trends. Es ist einfacher, als sie vielleicht denken. Sehen Sie sich die vergangene Kursentwicklung an. Fragen Sie sich: Befindet sich der Markt in einem Aufwärtstrend? Befindet sich der Markt in einem Abwärtstrend? Befindet sich der Markt in einem Seitwärtstrend?

Die Technische Analyse beginnt mit dem Kursverlauf. Wenn Sie den bisherigen Kursverlauf ansehen, müssen Sie die grundsätzliche Richtung mit einem Blick erkennen: Treppe nach oben (Aufwärtstrend), Treppe nach unten (Abwärtstrend), Entwicklung im selben Bereich (Seitwärtstrend). Lässt sich die Richtung der Kursentwicklung nicht eindeutig erkennen, so handeln Sie besser nicht. Abwarten heißt hier die Devise. Es ist sehr schwierig, vernünftige Trades abzuschließen, wenn der Markt keine eindeutigen Signale gibt. Warten auf die nächste Chance. Sie wird kommen!

Aufwärtstrend: Alle Hoch- und Tiefpunkte müssen steigen. Jedem Höhepunkt folgt ein noch höherer. Jedem Tiefpunkt folgt ein höherer Tiefpunkt.

Abwärtstrend: Alle Hoch- und Tiefpunkte müssen fallen. Jedem Tiefpunkt folgt ein tieferer Tiefpunkt. Jedem Höhepunkt folgt ein tieferer Höhepunkt.

Seitwärtstrend: Es sind keine klaren Hoch- und Tiefpunkte erkennbar. Der Kurs entwickelt sich am selben Niveau seitwärts.

Die Technische Analyse erkennt auch den Trend im Trend. Also Gegenbewegungen des Kurses während eines Trend.

Primär- und Sekundärtrend: Zusätzlich kann noch zwischen primären und sekundären Trends unterschieden werden. Der primäre Trend ist immer die langfristige Entwicklung des Kurses. Der generelle Haupttrend sozusagen. Befindet sich beispielsweise die Preisentwicklung eines Basiswertes in einem klaren Aufwärtstrend, ist das der primäre Trend. Betrachtet man die Kursentwicklung kurzfristiger, kann es immer wieder zu Bewegungen entgegen dieses Trends kommen. Hier handelt es sich dann um einen Sekundärtrend.

Handeln Sie als trading Einsteiger grundsätzlich mit der Richtung der Kursentwicklung. In der Regel setzen sich stabile Trends auch weiter fort. Je länger ein Trend läuft, desto stabiler ist dieser. Meist setzt er sich weiter fort.

Lern-Video: Die Technische Analyse

Häufig wird die Technische Analyse auch als Chartanalyse bezeichnet. Die Technische Analyse unterscheidet sich völlig von der Fundamentalen Analyse.

Die Technische Analyse analysiert historische Kursentwicklungen. Wie hat sich der Preis in der Vergangenheit entwickelt? Es wird versucht, mittels der Daten der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen. Um Prognosen für künftige Preisentwicklungen zu erstellen, werden sogenannte Charts analysiert. Charts stellen vergangene Kursverläufe in unterschiedlichen Zeiteinheiten dar.

Die Fundamentale Analyse basiert auf betriebswirtschaftliche Daten. Wie wirken sich betriebswirtschaftliche Ereignisse auf den Kursverlauf aus? Das ist die zentrale Frage bei der Fundamentalanalyse. Beispielsweise wird die Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten miteinbezogen. Aufgrund der Zusammenhänge mit anderen Märkten ist es hier schwierig, eine einfache Prognose für die künftige Kursentwicklung zu erstellen.

Die Technische Analyse hat ihre Wurzeln in Japan. Dort wurde sie bereits im 18. Jahrhundert angewendet. Unter den Kritikern ist die Methode der Chartanalyse als „Kaffeesatzleserei“ verpönt. Doch inzwischen greifen selbst konservativ eingestellte Trader gerne auf die Technische Analyse zurück. Viele Trader konnten mit dieser Methode bereits hohe Gewinne erzielen.

Die Technische Analyse kümmert sich nicht darum, warum sich der Preis eines Basiswertes auf- oder abwärts entwickelt hat. Es wird angenommen, dass sich die Meinungen und Reaktionen der Marktteilnehmer im Preis des Vermögenswertes widerspiegeln. Untersucht man den historischen Verlauf von Angebot und Nachfrage, wird automatisch das teilweise auch irrationale Verhalten des Marktes berücksichtigt. Somit nimmt diese Art der Chartanalyse auch Rücksicht auf die Psychologie der Marktteilnehmer. Im Unterschied dazu, geht man bei der Fundamentalen Analyse nur von rationalen Marktteilnehmern aus.

Technische Analyse: Charts richtig lesen

Ein Chart stellt den vergangenen Kursverlauf eines Vermögenswertes innerhalb eines ausgewählten Zeitraumes grafisch dar. Am häufigsten werden Linien-Charts und Bar-Charts zur Analyse verwendet.

Aufbau eines Bars

Linien-Chart: Beim Linien-Chart werden alle Schlusskurse verbunden. So entsteht eine Linie, die den Kursverlauf eines bestimmten Zeitraumes darstellt. Die Linie kann einen ganzen Handelstag oder auch nur die Entwicklung innerhalb von 10 Minuten abbilden.

Bar-Chart: Bei einem Bar-Chart wird die Kursentwicklung einer Periode zu einem Bar zusammengefasst. Die Periode kann beispielsweise ein einzelner Handelstag oder eine Zeitspanne von 5 Minuten sein. An einem einzelnen Bar können Sie den Anfangs- oder Eröffnungskurs und den Schlusskurs ablesen. Weiters wird der höchste und niedrigste Kurs während dieser Zeit dargestellt.

Die Kursentwicklung des zugrunde liegenden Basiswertes ist kein Zufall. Sie folgt bestimmten Regeln. Mit Hilfe der Technischen Analyse lassen sich diese Regeln aufspüren und für die Erstellung einer Prognose genutzt werden.

Kerzen- oder Candlestick-Chart: An einer Kerze können Sie den Eröffnungskurs und den Schlusskurs ablesen. Auch das höchste Hoch und das tiefste Tief in der gewählten Periode ist klar ersichtlich.

Aufbau einer Kerze

Die Kerzen gehören zur weitaus ältesten Darstellung der Kursentwicklung. Diese sind besser bekannt als Candlesticks. Reishändler in Japan nutzten diese bereits im 18. Jahrhundert. Meist stellt eine Kerze oder ein Candle eine einzige Zeiteinheit dar z.B. einen Handelstag. Wenn Sie bei der Technischen Analyse einen Fünf-Minuten-Chart verwenden, stellt eine Kerze die Entwicklung in diesen fünf Minuten dar. Zur Analyse betrachten Sie aber einen längeren Zeitraum. Das heißt, mehrere Kerzen aneinandergereiht ergeben die Richtung der Kursentwicklung. Daraus lassen sich die Trends erkennen.

Die Technische Analyse versucht mit den Daten der Vergangenheit auf die Zukunft zu schließen.

Technische Analyse: Trendlinien und Trendbruch

Trendlinie: Erkennbare Trends, also Aufwärts-, Seitwärts- oder Abwärtstrends werden oft mit sogenannten Trendlinien in den Charts dargestellt. Eine Trendlinie ist eine Linie, in Richtung des Kursverlaufs. Solange der Kursverlauf diese eingezeichnete Trendlinie nicht durchbricht, ist davon auszugehen, dass sich der Trend fortsetzen wird. Sie werden sich für Spekulationen in diese Richtung entscheiden.

Trendbruch: Über- bzw. unterschreitet der Kurs jedoch diese Trendlinie, spricht man von einem Trendbruch. Das Ende der Kursentwicklung in diese Richtung wurde erreicht. Meist stellt sich nach einem Trendbruch eine Seitwärtsbewegung ein. Manchmal bildet sich direkt ein entgegengesetzter Trend aus.

Trendlinie und Trendbruch

Widerstand und Unterstützung

Technische Analyse: Widerstände und Unterstützungen

Die einfachsten Kursmuster der Technischen Analyse sind Unterstützungen und Widerstände. Diese bilden sich aus, wenn der Kurs immer wieder an einer bestimmten Kursmarke scheitert.

Unterstützung: Der Kurs fällt nicht unter ein bestimmtes Niveau. Er scheint immer wieder abzuprallen.

Widerstand: Dem Kurswert gelingt es nicht, ein bestimmtes Niveau nach oben zu durchbrechen.

Bei Widerständen und Unterstützungen gibt es die Strategie, auf Ausbrüche zu setzen. Das heißt, Sie spekulieren auf das Überschreiten eines Widerstandes oder das Unterschreiten einer Unterstützung. Bei einem Ausbruch kommt es häufig zu starken Kursbewegungen. Viele Trader versuchen davon zu profitieren. Einige hoffen auch, dass sich erneut eine Unterstützung oder ein Widerstand bildet.

Technische Analyse: Kursmuster/Pattern

Die Technische Analyse geht davon aus, dass sich die Interpretation von Marktinformationen, die daraus entstehenden Handelsentscheidungen und somit das Verhalten der Marktteilnehmer in der Kursentwicklung widerspiegelt. Deshalb wird bei der Analyse nicht gefragt, „warum“ sich der Kurs so entwickelt hat, sondern „wie“ er sich entwickelt hat. Im Laufe der Zeit wurde eine große Anzahl von Kursmustern entdeckt. Die bekanntesten Kursmuster die die Technische Analyse verwendet, stellen wir Ihnen kurz vor.

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Patterns. Man unterscheidet zwischen Fortsetzungsformationen und Umkehrmuster. Je nachdem, ob die Muster eine Fortsetzung des vorangegangenen Trends oder eine Umkehr des Trends vorhersagen. Zu den bekanntesten Fortsetzungsformationen gehören Wimpel und Flagge.

Pattern: Wimpel und Flagge

Die beiden Kursmuster Wimpel und Flagge sind Fortsetzungsformationen. Das heißt, wenn Sie bei Ihrer Technischen Analyse diese Muster identifizieren, werden Sie von einer Fortsetzung des vorangegangenen Trends ausgehen. Beide Formationen treten üblicherweise nach einer schnellen Trendbewegung auf.

Wimpel und Flagge

Bei einem Wimpel bewegt sich der Markt seitwärts, während die Kursschwankungen abnehmen. Die Flagge zeigt eine Richtung entgegen des Trends. Das Muster wird durch einen Ausbruch beendet. Die Richtung des vorangegangenen Trends wird erneut bestätigt.

Pattern: Doppel-Top und Doppel-Boden

Zu den bekanntesten Umkehrformationen der Technischen Analyse gehören Doppel-Top und Doppel-Boden. Bei Doppel-Top befindet sich die Kursentwicklung in einem Aufwärtstrend. Nach dem Doppel-Top folgt eine Umkehrung des Trends in einen Abwärtstrend. Beim Doppel-Boden ist es genau umgekehrt. Hier befindet sich die Preisentwicklung in einem Abwärtstrend. Nach dem Doppel-Boden stellt sich ein Aufwärtstrend ein.

Doppel-Top und Doppel-Boden

Technische Analyse: Candlestick-Muster

Bei den Candlestick-Formationen gehören Evening- und Morning-Star zu den wohl bekanntesten. Die beiden Muster zeigen eine bevorstehende Trendumkehr an. Der Evening Star ist eine Bildung eines Gipfels nach einem vorangegangenen Aufwärtstrend. Der Morning-Star ist ein spitzes Tal nach einem vorangegangenen Abwärtstrend.

Candlestick-Muster: Evening Star

Die Formation besteht im Wesentlichen aus drei Elementen. Die erste Kerze ist der sogenannte „Long White Body“. Die Preisentwicklung befindet sich im Aufwärtstrend. Es sind neue Hochs zu verzeichnen. In der nächsten Periode erscheint der sogenannte „Real Body“. Diese Kerze kann weiß oder schwarz sein. Ihr Volumen ist gering. Sie liegt immer oberhalb der ersten Kerze. Sie weist keine Berührung mit dem „Long White Body“ auf. Auch in dieser Periode sind immer noch hohe Kursgewinne zu verzeichnen. Die Trendumkehr bringt das dritte Element, der sogenannte „Long Black Body“. Das ist eine Kerze in Form eines großen, schwarzen Körpers. Diese tritt in der dritten Periode auf. Sie eröffnet mit einem GAP. Der „Long Black Body“ überschneidet sich mindestens bis zur Hälfte mit dem „Long White Body“.

Ein GAP bei Börsenkursen ist eine Lücke in der Darstellung der Kursentwicklung. Ein GAP kann entstehen wenn zwischen dem Schlusskurs am Vortag und dem Anfangskurs des aktuellen Tags ein Unterschied besteht. Die Lücke entsteht durch die nicht gehandelten Kurse dazwischen. Ein Aufwärtsgap entsteht, wenn der Tiefstkurs des aktuellen Tages über dem Höchstkurs des Vortages notiert. Das Abwärtsgap entsteht, wenn der Höchstkurs des aktuellen Tages unter dem Tiefstkurs des Vortages liegt.

Candlestick-Muster: Morning Star

Auch der Morning Star besteht aus drei Elementen. Das erste Element bildet hier der „Long Black Body“. Die Kursentwicklung befindet sich in einem Abwärtstrend. Es sind neue Tiefs zu verzeichnen. In der zweiten Periode folgt der „Real Body“. Diese Kerze kann weiß oder schwarz sein. Das Volumen der zweiten Kerze ist gering. Der „Real Body“ liegt immer unterhalb der ersten Kerze. Sie weist keine Berührung mit dem „Long Black Body“ auf. Es entsteht ein Abwärtsgap.

Als letztes Element folgt der „Long White Body“, eine weiße, große Kerze. Dieser überschneidet sich mindestens bis zur Hälfte mit dem „Long Black Body“. Die Kurse steigen wieder. Eine Kaufflut wird ausgelöst.

Viele der bekannten Kursmuster in der Technischen Analyse sind relativ selten zu beobachten. Sie folgen auch keinen strengen Gesetzen. Es hängt vom Analysten selbst ab, wie er die Kursentwicklung interpretiert. Bei der Analyse müssen Sie selbst überprüfen, ob die Entwicklung mit einem bekannten Muster übereinstimmt. Es bedarf langer Übung, die Regeln und Muster der Technischen Analyse erfolgreich anzuwenden.

Es gibt noch viele bekannte Kursmuster in der Technischen Analyse. Diese Aufzählung der bekanntesten Pattern soll Ihnen den Einstieg in die Technische Analyse erleichtern. Besorgen Sie sich gut bewertete weiterführende Literatur, um die Möglichkeiten der Technischen Analyse voll auszuschöpfen.

Welchen Markt möchten Sie handeln?

Die Frage welche Märkte Sie traden sollen, ist keine einfache. Wir möchten Ihnen eine kleine Übersicht darüber geben, welche Märkte sich für den Einstieg in den Handel eignen. Gerade zum Beginn stellt sich die große Frage des geeigneten Marktes. Jeder Markt hat seine Vor- und Nachteile. Folgende Märkte sind ideal für den Einstieg in die Welt des Tradings:

  • Zinsmärkte: Zum Einstieg sind Zinsmärkte ideal. Die Zinsen steigen oder sinken im Regelfall über Jahre hinweg. Sie können hier robuste Trends gut verfolgen.
  • Aktienindizes: Aktienindizes sind auch häufig von langen und stabilen Trends geprägt. Diese Märkte sind hoch liquide. Die Kurse sind allerdings etwas unruhiger als Zinsmärkte. Deswegen ist es schwieriger, den Einfluss von aktuellen Nachrichten richtig zu interpretieren als bei Zinsen.
  • Aktienindizes: Bei den Währungen gibt es viele Einflussfaktoren. Das müssen Sie immer bedenken. Denn, Währungen zu handeln, ist schon eine große Herausforderung. Es gibt viele Akteure, verschiedene Volkswirtschaften die hinter der jeweiligen Währung stehen. Der Währungshandel ist sehr anspruchsvoll, da sich eine Währung nicht nur gegenüber einer anderen, sondern gegenüber mehreren anderen Währungen verändert. So verändert sich beispielsweise der Euro gegenüber den Doller und auch gegenüber dem Britischen Pfund und weiteren. Bei einem Handel mit Währungspaaren müssen Sie viele Großmärkte im Blick haben.

Welches Produkt möchten Sie handeln?

Das wichtigste zuerst: Sie müssen sich mit dem Produkt wohlfühlen. Spezialisieren Sie sich auf ein Produkt und wechseln sie nicht zu oft. Je länger Sie mit einem Produkt handeln, umso mehr Erfahrungen können Sie machen. Ein großer Erfahrungsschatz ist wichtig, um Ihre Strategien entwickeln und erfolgreich anwenden zu können.

Hier haben wir für Sie ein paar Produkte aufgelistet und kurz beschrieben:

  • Aktien: Handel direkt an der Börse. Sie müssen den vollen Kaufpreis hinterlegen. D.h. Sie können nur in der Größenordnung Ihres Kontos handeln.
  • CFD, Forex, Optionen: Hier handelt es sich um Hebelprodukte. Also Finanzprodukte, bei denen Sie mit einem Hebel eine viel größere Wirkung Ihres Trades erzielen können. Das kann ein sehr großer Vorteil sein. Grundbedingung ist allerdings ein gut funktionierendes Risikomanagement. Hier müssen Sie das Risiko das Sie eingehen genau kennen. Nur so können Sie die Vorteile dieser Produkte für sich erfolgreich nutzen. Erzielen Sie hohe Gewinne, trotz geringer Einsätze.
  • Futures: Futures können Sie öffentlich an der Börse handeln. Der Preis wird von allen Marktteilnehmern bestimmt. Das heißt, der Preis wird aus Angebot und Nachfrage gebildet. Futures sind auch Hebelprodukte.

Alle Hebelprodukte können auf Aktien, Indizes, Zinsen, Währungen, Rohstoffe oder andere Einzeltitel gehandelt werden.

Überlegen Sie sich gut, welches Produkt Sie handeln möchten. Sie sollten einige Jahre dabei bleiben. Aber handeln Sie nicht mehr als 3 oder 4 Märkte zugleich. Am Besten, Sie fangen nur mit einem an und steigern sie sich erst, nachdem Sie sehr gut mit dem gehandelten Markt zurechtkommen. So bleiben Sie konzentriert und verpassen keine Chancen, den Ihnen der Markt bietet. Wenn Sie schlechte Erfahrungen machen, und das werden Sie, lernen Sie daraus! Suchen Sie die Fehler bei sich und Ihren getroffenen Entscheidungen und nicht beim Produkt.

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Wie man mit binären Optionen Geld verdient
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