5. Fundamentale Methoden der Aktienauswahl

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Teil 5: Fundamentale Methoden der Aktienauswahl

[marker color=“#34aa6f“]Teil 5: Aktienauswahl – fundamentale Methoden[/marker]

So erkennen Sie Chancen ohne Experte zu sein

Der Kern der Fundamentalanalyse ist das Aufspüren von chancenreichen Aktien. Interessant sind immer solche Aktien, die von anderen Marktteilnehmern viel zu niedrig oder zu hoch bewertet werden.
Das ewige Auf und Ab der Aktienkurse und die unüberschaubare Menge der Aktien, stellen den Analysten vor eine schwere Aufgabe. So muss er den „inneren Wert“ eines Unternehmens stets im Vergleich zu anderen Unternehmen betrachten. Die Vorgehensweise der Analyse ist bei Spezialwerten nicht anders als bei großen Standardaktien (Blue Chips).

Als erstes muss die richtige Branche gewählt werden

Um eine gute Aktie zu finden, ist die Auswahl einer chancenreichen Branche von hoher Bedeutung. Manche Branchen wachsen, und andere wiederum schrumpfen. Deshalb beeinflusst das Branchenwachstum im Höchstmaß auch den Aktienwert.
Erfahrene Börsianer wissen, wenn eine interessante Branche identifiziert wurde, sollte man sich die wichtigsten drei Unternehmen und die Newcomer intensiv ansehen. Die Spitzenunternehmen der Branche stehen im Fokus der Medien. Deshalb zeigen die ersten drei der Branche oft eine überdurchschnittliche Aktien-Performance. Nicht zu unterschätzen sind Newcomer, die mit einem neuen Produkt oder Leistung eine Branche revolutionieren können.

So könnte eine grobe Branchen-Einteilung aussehen:

  • Finanzen, Versicherung (z.B. Deutsche Bank, Goldman Sachs, Allianz)
  • Umwelt, Versorger (z.B. RWE, E.ON, Energieunternehmen)
  • Maschinenbau (z.B. Linde, Nordex)
  • Autos (z.B. VW, Daimler Benz)
  • Elektro (z.B. Siemens, Deutsche Telekom)
  • Chemie (z.B. BASF, 3M)
  • Rohstoffe (z.B. Thyssenkrupp, K+S)
  • Bau (z.B. Bilfinger, HeidelbergCement)
  • Konsum (z.B. Wal Mart, Nike)
  • Gesundheit (Pfizer, Bayer)
  • Sonstige Branchen (z.B. Druck, Papier, Textil

Die Zuordnung eines Unternehmens in eine Branche sollte nicht zu streng erfolgen. Sehr häufig sind Unternehmen breit aufgestellt, und die einzelnen Geschäftsbereiche überschneiden sich mit mehreren Branchen. Vergleicht man Unternehmen miteinander, dann sollte die Leistungsstruktur ähnlich sein. Würde man zum Beispiel den Auto-Zulieferer Continental mit VW vergleichen, dann ist das eher ein Vergleich wie Äpfel mit Birnen. Beide Unternehmen gehören zwar der Auto-Industrie an, doch sie konkurrieren nicht miteinander. Das Leistungsspektrum ist grundlegend verschieden.

Rotation der lukrativen Branchen

Innerhalb eines Konjunkturzyklus gibt es eine Rotation des Branchenwachstums. Für die Börsianer bedeutet dies, dass die Verwendung der Anlagemittel auf die favorisierten Branchen angepasst werden muss. Bei der Auswahl einer aussichtsreichen Branche ist der Zeitpunkt (Phase innerhalb des Zyklus) von hoher Bedeutung. So kann zum Beispiel eine richtig gute Aktie eine schwache Performance aufweisen, weil sie Teil einer schwachen Branche ist.
Oft helfen Branchen-Charts weiter. Hierbei wird ein Index aus den Aktien einer Branche gebildet, und optisch aufbereitet. So kann der Analyst über einen historisch relevanten Zeitraum die Entwicklung verfolgen. Dann fällt es deutlich leichter, die überdurchschnittlich guten Marktphasen zu identifizieren.

Bild: Saisonaler Verlauf des DAX mit typischen Schwächephasen der vergangenen 10 Jahre. Saisonale Charts zeigen die Zeiträume der Vergangenheit, in denen die größten Gewinne und Verluste entstanden sind. Saisonale Charts sind für alle Branchen und Indizes nützlich.

Nach der Branchenentscheidung muss die Aktie ausgewählt werden.

Statistische Messungen haben ergeben, dass in den meisten Branchen die ersten drei Unternehmen die beste Performance aufweisen. Doch so einfach sollte man sich die Analyse nicht machen. Es zählt der „innere Wert“ eines Unternehmens. Dieser Wert begründet den Großteil einer Aktienbewegung.

Bild: Innerer Wert einer Aktie.

Ist der innere Wert zu hoch, dann gibt es eher eine Verkaufsneigung. Ist der innere Wert zu niedrig, dann ist dies einen Kauf wert.
Das Grundprinzip des inneren Wertes beruht auf der These, dass den Marktteilnehmern nicht alle Informationen über die Aktie bekannt sind. Sie über- bzw. unterschätzen den Wert. Der innere Wert kann auch als fairer Wert bezeichnet werden.

Typischerweise gibt es zwei betriebswirtliche Herangehensweisen, um ein Unternehmen und seine Aktie bewerten.

Beim Ertragswert geht es um die Prognose der zukünftigen Gewinne, bezogen auf die Marktkapitalisierung. Der Substanzwert errechnet sich aus dem Nettovermögen zuzüglich der stillen Reserven in Relation zur Marktkapitalisierung.
Die Marktkapitalisierung entsteht immer aus einer Momentaufnahme, und errechnet sich aus der Anzahl der ausgegeben Aktien und den aktuellen Aktienkurs.
Um den Ertrags- und Substanzwert zu errechnen, bedarf es umfangreiches betriebswirtschaftliches Wissen. Banken und institutionelle Investoren beschäftigen hierzu Fachkräfte. Für den Privatanleger ist das kein sinnvoller Ansatz, da ihm oft das Wissen, die Informationen und die Zeit fehlen.
Ein kleiner Trost: Sieht man sich die professionellen Analystenschätzungen an, und vergleicht sie mit den tatsächlichen Unternehmensdaten, dann stellt man sehr schnell fest, dass die Fehlerquote auch bei den Experten sehr hoch war.

Worauf Sie bei der Aktienanalyse achten sollten

Für den Privatanleger ist es sinnvoll, sich auf Details zu konzentrieren, die das Unternehmen in der Außendarstellung zeigen. Dabei sind die eigene Einschätzung und die Wahrnehmung anderer Marktteilnehmer entscheidend. Wenn Sie eine Aktie gekauft haben, dann können Sie nur gewinnen, wenn andere Marktteilnehmer der Meinung sind, dass die Aktie einen höheren Wert hat, als Ihr Einstiegskurs.

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Auf das Produkt oder die Dienstleistung kommt es an

Die Gewinnerwartung des Unternehmens steht in einem direkten Zusammenhang mit den Absatzerwartungen. Der Absatz ist untrennbar mit den Produkten bzw. den Leistungen des Unternehmens verbunden. Achten Sie deshalb auf die Qualität und die Marktstellung der Produkte. Stellen Sie sich die Frage, ob das Produkt die Bedürfnisse des Kunden erfüllt, und ob es sich auch in Zukunft behaupten kann?

Gutes Management erhöht den Wert der Aktie

Die Qualifikation des Managements ist schwer einzuschätzen. Sie zeigt sich in der Fähigkeit,en innovative Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen. Hier sollte man unbedingt auf das Image des Unternehmens achten. Denn nicht selten zieht ein gutes Image auch gute Mitarbeiter an. Sie sind es, die den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen.
Ein Tipp: Achten Sie auf Luxussymbole des Managements. Erfahrene Fond-Manager reagieren „allergisch“ auf übertriebenen Luxus einer Unternehmensführung. Und das zu recht. Wenn sich das Unternehmen übertriebene Luxusfahrzeuge leistet oder sogar Privatflugzeuge unterhält, dann deutet dies auf einen „Egotrip“ des Managements hin. So ein Management entwickelt das Unternehmen nicht weiter, sondern verwaltet es. Es sonnt sich in alten Erfolgen. Für den Aktienkurs sind das schlechte Bedingungen.

Hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben

Hohe Aufwendungen können auch durch Forschung- und Entwicklung entstehen. Das sind allerdings immer Ausgaben, die eine Investition in die Zukunft darstellen. In diesem Fall ist hohes Unternehmenspotenzial gleichbedeutend mit einem zukünftigen Aktienkursanstieg.

Achten Sie auf die Auftragseingänge als Frühindikator

Ein wichtiger Indikator für den Absatz sind die Auftragseingänge. Hierbei sollte man sich die Entwicklung der Zahlen ansehen. Damit lässt sich auch die Entwicklung der zukünftigen Nachfragesituation gut abschätzen. Sinkende Auftragseingänge wirken auf die kurzfristige Liquidität des Unternehmens. Nicht wenige „gesunde“ Unternehmen sind schon in Liquiditätsschwierigkeiten gekommen, weil lebenswichtige Einnahmen kurzfristig entfallen sind.

Beachten Sie die Konkurrenzsituation

Ein Unternehmen ist selten Monopolist in seiner Branche. Wo Geld verdient wird, gibt es immer Nachahmer und Profiteure. Geld ist wie Licht, dass die Motten in der Dunkelheit anzieht. Eine Konkurrenzzunahme in der Branche wirkt langfristig als Umsatz- und Gewinnbremse. Es heißt, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Diese Aussage kommt jedoch meist von neuen Marktteilnehmern, die sich ein Stück des Kuchens erobern möchten. Etablierte Unternehmen sind weniger erfreut.

Fazit

Die Fundamentalanalyse ist ein umfangreiches und komplexes Thema. Wie vertiefend die Herangehensweise des Analysten sein muss, kann nicht abschließend geklärt werden. Für den Privat-Börsianer ist es schwer, die richtigen Fakten zusammenzutragen. Das Internet ist dabei sehr nützlich, doch der persönliche Besuch des Unternehmens muss in den meisten Fällen entfallen. Die Wettbewerbsvorteile der Banken und institutionellen Anleger in der Recherche, sind so gut wie uneinholbar. Daher sollte der private Börsianer seinen Fokus auf die wichtigsten Dinge des Unternehmens legen. Detaillierte Finanzanalysen des Privatanlegers bringen in der Regel keinen Nutzen, das sich in profitables Trading umwandeln lassen könnte.

5. Fundamentale Methoden der Aktienauswahl

So erkennen Sie Chancen, ohne Experte zu sein

Der Kern der Fundamentalanalyse ist das Aufspüren von chancenreichen Aktien. Interessant sind immer solche Aktien, die von anderen Marktteilnehmern viel zu niedrig oder zu hoch bewertet werden.

Das ewige Auf und Ab der Aktienkurse und die unüberschaubare Menge an Aktien stellen den Analysten vor eine schwere Aufgabe. So muss er den „inneren Wert“ eines Unternehmens stets im Vergleich zu anderen Unternehmen betrachten. Die Vorgehensweise der Analyse ist bei Spezialwerten nicht anders als bei großen Standardaktien (Blue Chips).

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Als Erstes muss die richtige Branche gewählt werden

Um eine gute Aktie zu finden, ist die Auswahl einer chancenreichen Branche von großer Bedeutung. Manche Branchen wachsen, andere schrumpfen. Deshalb beeinflusst das Branchenwachstum im höchsten Maß auch den Aktienwert.

Erfahrene Börsianer wissen: Wenn eine Branche sich als interessant herausgestellt hat, sollte man sich die drei wichtigsten Unternehmen und die Newcomer intensiv ansehen. Die Spitzenunternehmen der Branche stehen im Fokus der Medien. Deshalb zeigen die ersten drei der Branche oft eine überdurchschnittliche Aktien-Performance. Nicht zu unterschätzen sind Newcomer, die mit einem neuen Produkt oder einer Dienstleistung eine Branche revolutionieren können.

So könnte eine grobe Branchen-Einteilung aussehen:

  • Finanzen, Versicherungen (z.B. Deutsche Bank, Goldman Sachs, Allianz) – Umwelt, Versorger (z.B. RWE, E.ON, Energieunternehmen)
  • Maschinenbau (z.B. Linde, Nordex)
  • Autos (z.B. VW, Daimler Benz)
  • Elektro (z.B. Siemens, Deutsche Telekom) – Chemie (z.B. BASF, 3M)
  • Rohstoffe (z.B. Thyssenkrupp, K+S)
  • Bau (z.B. Bilfinger, HeidelbergCement)
  • Konsum (z.B. Wal Mart, Nike)
  • Gesundheit (Pfizer, Bayer)
  • Sonstige Branchen (z.B. Druck, Papier, Textil)

Die Zuordnung eines Unternehmens zu einer Branche sollte nicht zu streng erfolgen. Sehr häufig sind Unternehmen breit aufgestellt, und die einzelnen Geschäftsbereiche gehören unterschiedlichen Branchen an. Vergleicht man Unternehmen miteinander, dann sollte deren Leistungsstruktur ähnlich sein. Würde man zum Beispiel den Auto-Zulieferer Continental mit VW vergleichen, dann wäre das eher wie ein Vergleich von Äpfeln mit Birnen. Beide Unternehmen gehören zwar der Auto-Industrie an, doch sie konkurrieren nicht miteinander. Das Leistungsspektrum ist grundlegend verschieden.

Rotation der lukrativen Branchen

Innerhalb eines Konjunkturzyklus gibt es eine Rotation des Branchenwachstums. Für die Börsianer bedeutet dies, dass die Verwendung der Anlagemittel auf die favorisierten Branchen immer neu angepasst werden muss. Bei der Auswahl einer aussichtsreichen Branche ist der Zeitpunkt (Phase innerhalb des Zyklus) von hoher Bedeutung. So kann zum Beispiel eine richtig gute Aktie eine schwache Performance aufweisen, weil sie einer schwachen Branche angehört. Oft helfen Branchen-Charts weiter. Sie bilden einen Index aus den Aktien einer Branche und bereiten ihn optisch auf. So kann der Analyst über einen historisch relevanten Zeitraum die Entwicklung verfolgen. Dann fällt es deutlich leichter, die überdurchschnittlich guten Marktphasen zu identifizieren.

Saisonaler Verlauf des DAX mit typischen Schwächephasen der vergangenen 10 Jahre. Saisonale Charts zeigen die Zeiträume der Vergangenheit, in denen die größten Gewinne und Verluste entstanden sind. Saisonale Charts sind für alle Branchen und Indizes nützlich.

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Nach der Branchenentscheidung muss die Aktie ausgewählt werden

Statistische Messungen haben ergeben, dass in den meisten Branchen die größten drei Unternehmen die beste Performance aufweisen. Doch so einfach sollte man sich die Analyse nicht machen. Es zählt der „innere Wert“ eines Unternehmens. Dieser Wert begründet den Großteil einer Aktienbewegung.

Innerer Wert einer Aktie

Ist der innere Wert zu hoch bewertet, dann überwiegt die Verkaufsneigung. Wird der innere Wert zu niedrig eingeschätzt, dann ist dies einen Kauf wert. Das Grundprinzip des inneren Wertes beruht auf der These, dass den Marktteilnehmern nicht alle Informationen über die Aktie bekannt sind. Sie über- bzw. unterschätzen den Wert. Der innere Wert kann auch als fairer Wert bezeichnet werden.

Typischerweise gibt es zwei betriebswirtschaftliche Herangehensweisen, um ein Unternehmen und seine Aktie zu bewerten:

Beim Ertragswert geht es um die Prognose der zukünftigen Gewinne, bezogen auf die Marktkapitalisierung. Der Substanzwert errechnet sich aus dem Nettovermögen zuzüglich der stillen Reserven in Relation zur Marktkapitalisierung.

Die Marktkapitalisierung entspricht immer einer Momentaufnahme, denn sie errechnet sich aus der Anzahl der ausgegebenen Aktien und dem aktuellen Aktienkurs.

Um den Ertrags- und Substanzwert zu errechnen, bedarf es umfangreichen betriebswirtschaftlichen Wissens. Banken und institutionelle Investoren beschäftigen hierzu Fachkräfte. Für den Privatanleger ist das kein sinnvoller Weg, da ihm oft das Wissen, die Informationen und die Zeit fehlen.

Ein kleiner Trost: Sieht man sich die professionellen Analystenschätzungen an und vergleicht sie mit den tatsächlichen Unternehmensdaten, dann stellt man schnell fest, dass die Fehlerquote auch bei den Experten sehr hoch ist.

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Worauf Sie bei der Aktienanalyse achten sollten

Für den Privatanleger ist es sinnvoll, sich auf Details zu konzentrieren, die das Unternehmen in der Außendarstellung zeigen. Dabei sind die eigene Einschätzung und die Wahrnehmung anderer Marktteilnehmer entscheidend. Wenn Sie eine Aktie gekauft haben, dann können Sie nur gewinnen, wenn andere Marktteilnehmer der Meinung sind, dass Ihr Einstiegskurs niedriger ist als der tatsächliche Wert der Aktie.

Auf das Produkt oder die Dienstleistung kommt es an

Die Gewinnerwartung des Unternehmens steht in einem direkten Zusammenhang mit den Absatzerwartungen. Der Absatz ist wiederum untrennbar mit den Produkten bzw. den Leistungen des Unternehmens verbunden. Achten Sie deshalb auf die Qualität und die Marktstellung der Produkte. Stellen Sie sich die Frage, ob das Produkt die Bedürfnisse des Kunden erfüllt und ob es sich auch in Zukunft wird behaupten können.

Gutes Management erhöht den Wert der Aktie

Die Qualifikation des Managements ist schwer einzuschätzen. Sie zeigt sich in der Fähigkeit, innovative Mitarbeiter für das Unternehmen zu gewinnen. Hier sollte man unbedingt auf das Image des Unternehmens achten. Denn nicht selten zieht ein gutes Image auch gute Mitarbeiter an. Sie sind es, die den Unterschied zur Konkurrenz ausmachen.

Ein Tipp: Achten Sie auf Luxussymbole des Managements. Erfahrene Fondsmanager reagieren „allergisch“ auf übertriebenen Luxus einer Unternehmensführung. Und das zu Recht: Wenn sich das Unternehmen unnötige Luxusfahrzeuge leistet oder sogar Privatflugzeuge unterhält, dann deutet dies auf einen „Egotrip“ des Managements hin. So ein Management entwickelt das Unternehmen nicht weiter, sondern verwaltet es. Es sonnt sich in alten Erfolgen. Für den Aktienkurs sind das schlechte Bedingungen.

Hohe Forschungs- und Entwicklungsausgaben

Hohe Aufwendungen können auch durch Forschung und Entwicklung entstehen. Das sind allerdings immer Ausgaben, die eine Investition in die Zukunft darstellen. In diesem Fall ist hohes Unternehmenspotenzial gleichbedeutend mit einem zukünftigen Aktienkursanstieg.

Achten Sie auf die Auftragseingänge als Frühindikator

Ein wichtiger Indikator für den Absatz sind die Auftragseingänge. Hierbei sollte man sich die Entwicklung der Zahlen ansehen. So lässt sich auch die Entwicklung der zukünftigen Nachfragesituation gut abschätzen. Sinkende Auftragseingänge wirken sich auf die kurzfristige Liquidität des Unternehmens aus. Nicht wenige „gesunde“ Unternehmen sind schon in Liquiditätsschwierigkeiten gekommen, weil lebenswichtige Einnahmen kurzfristig entfallen sind.

Beachten Sie die Konkurrenzsituation

Ein Unternehmen ist selten Monopolist in seiner Branche. Wo Geld verdient wird, gibt es immer Nachahmer und Profiteure. Geld ist wie Licht, das die Motten in der Dunkelheit anzieht. Eine Konkurrenzzunahme in der Branche wirkt langfristig als Umsatz- und Gewinnbremse. Es heißt, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Diese Aussage kommt jedoch meist von neuen Marktteilnehmern, die ein Stück des Kuchens erobern möchten. Etablierte Unternehmen sind weniger erfreut.

Fazit

Die Fundamentalanalyse ist ein umfangreiches und komplexes Thema. Wie vertiefend die Herangehensweise des Analysten sein muss, kann nicht abschließend geklärt werden. Für den Privat-Börsianer ist es schwer, die richtigen Fakten zusammenzutragen. Das Internet ist dabei sehr nützlich, doch der persönliche Besuch des Unternehmens muss in den meisten Fällen entfallen. Die Wettbewerbsvorteile der Banken und institutionellen Anleger bei der Recherche sind so gut wie uneinholbar. Daher sollte der private Börsianer seinen Fokus auf die wichtigsten Eigenschaften des Unternehmens legen. Detaillierte Finanzanalysen des Privatanlegers bringen in der Regel keinen Nutzen, der sich in profitables Trading umsetzen lassen könnte.

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Aktienauswahl: Fundamentalanalyse, technische Analyse oder beides?

Zuletzt aktualisiert & geprüft: 17.03.2020

  • Order Inter­national: 0,00% Spread
  • Einlagen­sicherung: 20.000 €
  • Depot­gebühr: 0 €
  • Order­gebühr Inland: 0,00% Spread

Der Aktienmarkt ist sehr kompliziert aufgebaut, sodass es nicht ohne Weiteres möglich ist, eine richtige Prognose für die Marktentwicklung zu stellen. Aus diesem Grund nutzen unterschiedliche Aktionäre in der Regel Methoden, um klären zu können, ob der Aktienmarkt sich in der nahen Zukunft anhebt oder ob aktuelle Aktienwerte eher steigen. Daher muss beachtet werden, dass es zahlreiche Analysemethoden gibt, die ein wenig näher betrachtet werden sollten. Die Fundamentalanalyse wird häufig von Händlern genutzt, wie auch die technische Analyse, um zu erreichen, dass eine Vorhersage auf den Kurs getroffen werden kann.

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Was ist unter der Fundamentalanalyse zu verstehen?

Mithilfe der Fundamentalanalyse soll erreicht werden, dass ein Wert erschaffen wird, der unter anderem die gesamten Zahlen eines Unternehmens in Bezug auf die Aktien analysiert. Das heißt, dass mitunter durch die Fundamentalanalyse erreicht werden soll, einen Wert zu finden, der die Anlagemöglichkeit analysiert. Es werden Daten, wie Gewinne, Kostenstrukturen, Ertragskraftbeträge und auch die Zukunftsaussichten, analysiert. Mithilfe von Kennzahlen kann verglichen werden, wie die Anlageaussicht ist. Die Analyse untersucht die Veränderung von Angebot und Nachfrage und außerdem werden weitere zahlreiche Faktoren in die Analyse miteinbezogen. Die Zinspolitik der Zentralbank und der Einfluss von der Wirtschaft auf das Unternehmen ist ebenso ein wichtiger Punkt, der weiter in Augenschein genommen wird. Das Marktpotenzial ist dabei sehr wichtig und sollte einen Ertragswert mit sich bringen. Zu den bekanntesten Kennzahlen der Fundamentalanalyse gehören unter anderem:

  • Gewinn je Aktie
  • Höhe der Dividende
  • Dividentenrendite
  • Cash-Flow von Aktien
  • Verhältnis von Kurs und Umsatz
  • Verhältnis von Kurs und Gewinn
  • Marktkapitalisierung
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis

Darüber hinaus wird der Jahresüberschuss berechnet und der Umsatz von den Unternehmen. Ist eine Verschuldung vorhanden, muss diese ebenso in die nähere Untersuchung miteinbezogen werden. Vor allem ist zu beachten, ob das Unternehmen weitgehend auf eigenen Beinen steht und somit eine gute Eigenkapitalquote zu verzeichnen ist. Sehr wichtig ist bei der Fundamentalanalyse der Wert von Kurs und Gewinn. Dieser Zahl verleihen Experten einen sehr hohen Stellenwert, um den wirklich fairen Wert einer Aktie berechnen zu können. Ein KGV-Wert, der unter 10 liegt, gilt als sehr günstig. Werte über 40 sind eher als teuer einzustufen. Viele der Daten können leicht kostenlos auf unterschiedlichen Finanzportalen eingesehen werden. Dieser Einblick bietet zusätzlich eine sehr gute Einsicht in ein Unternehmen an. Das untersuchte Unternehmen wird auf Herz und Nieren geprüft, da diese Daten in der Regel frei zugänglich sind. Es sollte aber auch erwähnt werden, dass die Fundamentalanalyse jedoch nur eine Möglichkeit bleibt, um eine Aktie besser einzuschätzen. Ein guter Wert, der durch die Analyse erhalten wird, ist noch lange keine Garantie, um in eine Aktie gewinnbringend investieren zu können.

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Technische Analyse

Die technische Analyse wird immer dann verwendet, wenn es unter anderem um kurzfristige Entwicklungen auf dem Aktienmarkt geht. Die technische Analyse wird auch gerne als Chartanalyse bezeichnet. Diese verwendet teilweise die Fundamentaldaten, die auch in historischen Kursen eher kurz eingeflossen sind. Jedoch wird sich vordergründig auf die Analyse von Mustern gestützt, die in der Analyse ausschlaggebend ist. Neben der Chartanalyse gibt es aber auch die Marktanalyse, die auch als technische Analyse bezeichnet wird. Bei der Marktanalyse wird versucht, die aktuellen Verläufe der Kurse durch das Verhalten der Händler zu erklären. Das Abschätzen von Kauf- und Verkaufsverhalten steht dabei im Vordergrund. Hierbei wird die unterschiedliche Art der Anleger berücksichtigt und deren kurzfristige oder langfristige Handelsstrategie. Die Marktanalyse wird in der Regel seltener von privaten Händlern durchgeführt als von geschulten Analytikern, die an der Börse häufig handeln.
Der Vorteil der technischen Analyse ist dauerhaft, dass alle wichtigen Informationen bereits in dem vorhandenen Kurs vorhanden sind und dass keine weiteren Informationen zu Unternehmen oder zu den vergangenen Verhaltensweisen der Kurse gesucht werden müssen. Die technische Analyse wird auch immer mehr von Neueinsteigern genutzt, um sich auf den aktuellen Kurs einzustellen und einen Einblick in den Handel zu bekommen. Anhand von den Chartmustern ist gesichert, dass eine deutliche Statistik vorhanden ist, die sich auf Käufer und Verkäufer bezieht. Bei der technischen Analyse kann gesehen werden, wie sich der Verkauf und Kauf in der Vergangenheit verhalten hat und welche aktuellen Veränderungen zu erhalten sind. Es kann mit der Analyse jedoch nicht in die Zukunft geschaut werden, um zu 100 Prozent sicher zu sagen, wie sich das Marktverhalten verändern wird. Allerdings werden für die Analyse und Prognose der Marktwerte Liniencharts und Balkencharts verwendet. Ebenso gerne genutzt sind Kerzencharts, die deutlich zeigen, wie in der aktuellen Minute die Marktentwicklungen sind. Am gefragtesten sind Kerzencharts, die genaue Preisspannen aufweisen und am umfangreichsten Details zu den Preisen anbieten. Die unterschiedlichen Charts weisen in der Regel die gleichen Informationen auf, die jedoch je nach Darstellung auf bestimmte Daten fokussieren. Die Analyse bietet außerdem folgende Vorteile an:

  • Charts liegen im Hier und Jetzt und können den aktuellen Preis zur folgenden Preisfeststellung anbieten
  • Die Vergangenheit der Kurse kann deutlich an den Charts abgelesen werden, um Prognosen für die Zukunft zu stellen
  • Aktuelle Situation kann sehr gut eingeschätzt werden, auch wenn Markt-Unsicherheiten vorhanden sind
  • Marken für das Geldmanagement sind vorhanden, die abzulesen sind
  • Marktverhalten ist durch Wiederholungsmuster profitabel einzusetzen

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Welche Strategie ist sinnvoller?

Die Fundamentalanalyse kann nicht in allen Fällen genutzt werden. Sie funktioniert besonders dann nicht, wenn zu wenig Daten für die Fundamentalanalyse vorhanden sind. Ein Mangel an den Kennzahlen eines Unternehmens führt zu vielen Lücken, die in der Analyse zu einem falschen Wert führen. Die Einschätzung der Marktteilnehmer, die ein Unternehmen analysieren können, müssen grundsätzlich korrekt genug sein, um eine professionelle Analyse durchführen zu können. Bei der Entwicklung von langfristigen Kursen ist die Fundamentalanalyse wichtig und kann einen sinnvollen Aufschluss über ein Unternehmen und die dazugehörigen Aktien geben. Jedoch kann die Fundamentalanalyse keine Aussagen über aktuelle und sehr kurzfristige Entwicklungen geben, was für Händler, die nicht langfristig handeln, sinnlos ist.
Darüber hinaus muss beachtet werden, dass aktive Händler, die aktuell direkt ihr Geld in eine Aktie investieren wollen und nicht in Hinblick auf die Zukunft ansparen möchten, mit der Fundamentalanalyse nicht gut beraten sind. In der Regel ist nämlich zu beachten, dass die Analyse zeigt, wie sich ein Unternehmen in der aktuellen Zeit und auch möglicherweise in der Zukunft auf dem Markt halten wird. Die Analyse kann jedoch keine aktuelle Aussage über die derzeitige Lage bringen, die für die Aktienentwicklung ausschlaggebend ist. Es gilt zu beachten, dass in der Regel besonders geschulte Händler mit der Analyse gut zurechtkommen, wenn sie sich mit dem langfristigen Investment beschäftigen. Natürlich gibt es unterschiedliche Indikatoren, die bei der Analyse zu beachten sind. Dennoch ist zu erwähnen, dass es sich nur um die Identifizierung von einem langfristigen Investment handelt, die durch die Fundamentalanalyse gewonnen werden kann. Zusätzlich müssen alle Indikatoren vorhanden sein, die einen durchaus brauchbaren Wert anbieten. Die Werte der Unternehmen müssen aktuell sein und wahrheitsgetreu. Ansonsten sind komplexe Falschwerte für die Prognose zu verwenden, die keine deutlichen Aussagekräfte mit sich bringen.
Die technische Analyse wird im Vergleich dazu immer mehr von jungen Menschen genutzt, die nicht ausreichend Geduld haben, um eine weitere Veränderung des Marktes abzuwarten. Es ist für die unterschiedlichen Personen wichtig, dass sie direkte Ergebnisse der technischen Analyse erhalten, um sicherstellen zu können, dass sie mit dem Handel einsteigen können. Schließlich möchten drei Ziele mit der Analyse erreicht werden:

  1. Erkennen aktueller Trends
  2. Früherkennung von Trendpausen und dazugehörigen Veränderungen
  3. Erkennung zukünftiger Trends

Wurde ein Trend erkannt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass sich dieser Trend weiter fortsetzt. Die wenigsten Händler setzen auf eine Trendveränderung, sodass die technische Analyse in der Regel schnellere Ergebnisse mit sich bringt. Immerhin gilt: Ist die Masse in Bewegung, neigt sie dazu, die gleiche Bewegung fortzusetzen. Auch wenn für Laien eine Schwierigkeit vorhanden ist, einen besonderen Trend zu erkennen, muss dennoch erwähnt werden, dass die technische Analyse schnellere Handlungsmöglichkeiten mit sich bringt. Zwar muss ein wenig Zeit investiert werden, um die Grafen der Aktienkurse richtig lesen zu können. Dennoch kann nach dem Erhalt des neuen Wissens viel Handlungsfreiheit genutzt werden. Die Kombination von der Fundamentalanalyse mit der technischen Analyse kann für den aktuellen Zeitraum wenig Aussagekraft mit sich bringen. Es würde nicht viel Sinn machen, beide Analysearten zu kombinieren, da die langfristige Prognose der Fundamentalanalyse und die technische Analyse keine deutlichen Ergebnisse bringen würde. Die technische Analyse ist schließlich nur für eine zukunftsausgerichtete Prognose sinnvoll und kann keine ausreichenden Details zum aktuellen Markt und dem Kursverhalten geben.

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Experten-Tipp:

Die Auswahl der passenden Analyse basiert auf den Wünschen und Vorstellungen des Traders, daher lässt sich hier keine allgemeine Aussage treffen. Grundsätzlich ist es nicht verkehrt, sich in alle Analyse-Arten einzuarbeiten.

Aktienanalyse

Als Anleger stehen den Kunden, die gerne in Aktien investieren möchten, global viele Tausend unterschiedliche Aktientitel zur Auswahl. Daher nimmt die Aktienanalyse eine wichtige Stellung ein, denn auf diese Weise kann eine sorgfältige Auswahl der Aktien auf Grundlage verschiedener Faktoren erfolgen. Somit hat die Aktienanalyse zum Ziel, „schlechten“ von den guten und somit aussichtsreichen Aktienwerten zu trennen, sodass der Anleger eine möglichst renditestarke Anlage vornehmen kann. Es gibt mehrere Teile und Varianten der Aktienanalyse, auf die wir im Folgenden näher eingehen werden.

Die Formen der Aktienanalyse im Überblick

Zunächst einmal wird die Aktienanalyse in zwei große Varianten unterteilt, nämlich zum einen in die Fundamentalanalyse sowie zum anderen in die Chartanalyse. Die Chartanalyse wird von Experten häufig auch als technische Analyse bezeichnet, was damit zusammenhängt, dass dort vor allem historische Kursverläufe innerhalb der Charttechnik betrachtet werden. Neben der Einteilung in die zwei Gruppen Fundamental- und Chartanalyse gibt es noch einige einzelne Analysenformen, die ebenfalls in die Gruppe der Aktienanalyse fallen, nämlich:

Während es bei der Fundamentalanalyse in erster Linie darauf ankommt, bestimmte Kennzahlen für das jeweilige Unternehmen und somit für die Aktie zu ermitteln, wird die Chartanalyse in aller Regel auf Grundlage einer speziellen Software durchgeführt. Hier spielen nahezu ausschließlich historische Kursverläufe eine Rolle, anhand derer bestimmte Regelmäßigkeiten identifiziert werden sollen.

Die Fundamentalanalyse: Kennzahlen und Daten zum Unternehmen

Ein sehr wichtiger Bestandteil der gesamten Aktienanalyse ist die zuvor kurz angesprochene Fundamentalanalyse. Diese beschäftigt sich ausschließlich mit konkreten Informationen über die jeweilige Aktiengesellschaft. Allerdings können auch branchenspezifische Fakten und Wirtschaftsdaten eine Rolle spielen, da die weitaus meisten Unternehmen natürlich in gewisser Art und Weise von der Wirtschaftsentwicklung abhängig sind. Die Fundamentalanalyse selbst gliedert sich in mehrere Bereiche, die insbesondere aus unterschiedlichen Kennzahlen bestehen. So besteht ein Teil der Fundamentalanalyse beispielsweise darin, den sogenannten inneren Wert der Aktie zu ermitteln. Notiert der aktuelle Kurs des Wertpapiers dann unterhalb dieses inneren Wertes, wird die Aktie als unterbewertet bezeichnet, was in der Regel ein klassisches Kaufsignal darstellt. Ist der innere Wert hingegen geringer als der aktuelle Kurs, gilt die Aktie nach der Fundamentalanalyse als überbewertet, sodass es sich dabei eher um ein Verkaufssignal handelt.

Zu den Faktoren, die im Rahmen der Fundamentalanalyse eine Rolle spielen und im Zuge der Analyse betrachtet werden, gehören zunächst einmal die folgenden Kennzahlen:

Wir möchten Sie in den folgenden Abschnitten näher zu den wichtigsten Kennzahlen informieren, die Bestandteil einer jeden Fundamentalanalyse und damit auch der Aktienanalyse sind, nämlich über die Dividendenrendite, den Gewinn pro Aktie sowie das Kursgewinnverhältnis.

Dividendenrendite als wichtige Kennzahl der Fundamentalanalyse

Nicht zu verwechseln ist die Dividendenrendite mit der nominal gezahlten Dividende, denn bei der Dividendenrendite wird der aktuelle Kurs der Aktie in ein Verhältnis zur gezahlten Dividende gesetzt. Die nominale Dividende selbst sagt noch nichts darüber aus, ob der Anleger damit eine gute oder schlechte Rendite erzielt. Erst dann, wenn man die Dividende in ein Verhältnis zum aktuellen Kurs und somit zum eingesetzten Kapital des Anlegers setzt, lässt sich eine Aussage darüber treffen, ob es sich um eine gute oder eher schlechte Aktie im Hinblick auf diese Ertragsform handelt. Betrachtet man sich einmal die durchschnittliche Dividendenrendite der 30 im DAX notierten Aktien, so liegt diese aktuell (2020) bei durchschnittlich etwa drei Prozent. Manche Aktiengesellschaften aus dem DAX erreichen sogar eine Dividendenrendite von über fünf Prozent, was natürlich auch für manch andere Aktien aus einem anderen Index, beispielsweise aus dem MDAX, zutrifft.

Im Detail wird die Dividendenrendite mittels der folgenden Formel ermittelt:

Dividendenrendite= Dividende*100/aktueller Kurs

Wie diese Berechnung im Detail funktioniert, möchten wir auf Grundlage des folgenden Beispiels erläutern:

Aktueller Kurs der Aktie: 55 Euro
Nominale Dividende: 2,50 Euro
Dividendenrendite: 4,55%

Den Gewinn pro Aktie ermitteln

Der Gewinn pro Aktie ist eine Kennzahl, die bei der Fundamentalanalyse eingesetzt wird und gleichzeitig die Grundlage ist, um einen anderen interessanten Wert zu ermitteln, nämlich das Kursgewinnverhältnis. Zunächst einmal muss der Gesamtgewinn der Aktiengesellschaft bekannt sein, damit dieser auf eine einzelne Aktie heruntergerechnet werden kann, um so den Gewinn pro Aktie ermitteln zu können. Dies geschieht im Zuge der folgenden Formel:

Gewinn pro Aktie = Jahresüberschuss (vor Ausschüttung) / Anzahl der emittierten Aktien

Auch hier möchten wir kurz anhand eines Beispiels verdeutlichen, wie sich der Gewinn pro Aktie im Detail berechnet:

Jahresüberschuss der Aktiengesellschaft: 20 Millionen Euro
Anzahl der ausgegebenen Aktien: 5 Millionen Stück
Gewinn pro Aktie: 4 Euro

Der Gewinn pro Aktie ist an sich noch nicht besonders aussagekräftig, sondern erst dann, wenn auf Grundlage dieser Kennzahl das Kursgewinnverhältnis berechnet werden kann, gibt dieses einen größeren Aufschluss darüber, ob die Aktie aktuell aus fundamentaler Sicht eher ein Kauf oder ein Verkauf ist.

Das Kursgewinnverhältnis als weitere wichtige Kennzahl

Neben der Dividendenrendite ist auch das sogenannte Kursgewinnverhältnis eine wichtige Kennzahl, die im Rahmen der Fundamentalanalyse zum Einsatz kommt. Wie die Bezeichnung dieser Kennzahl bereits erkennen lässt, wird der Kurs der Aktie in ein Verhältnis zum erzielten Gewinn gesetzt. Somit ist es notwendig, nicht nur den aktuellen Kurs des Wertpapiers zu kennen, sondern auch den erzielten Gewinn der Aktiengesellschaft, und zwar als Gewinn je Aktie. Daher ist es notwendig, zunächst mit dem Gewinn pro Aktie eine weitere Kennzahl zu berechnen.

Ist dies geschehen, wird das Kursgewinnverhältnis mittels der folgenden Formel berechnet:

Kursgewinnverhältnis (KGV)= aktueller Aktienkurs/Gewinn pro Aktie

Die Berechnung möchten wir wiederum anhand des folgenden Praxisbeispiels verdeutlichen:

Aktueller Aktienkurs: 64 Euro
Gewinn pro Aktie: 5 Euro
KGV: 12,8

Das Kursgewinnverhältnis hat im Wesentlichen die Aufgabe, dass die Analysten bewerten können, ob die jeweilige Aktie unter- oder überbewertet ist. Je nach Branche gibt es durchschnittliche Kursgewinnverhältnisse, die typisch für die Unternehmen sind, die in der Branche tätig sind. Beträgt das durchschnittliche Kursgewinnverhältnis für Unternehmen aus der Chemiebranche beispielsweise 16 und weist die analysierte Aktie ein KGV von 12,8 auf, gilt sie als günstig. Dies wiederum wäre durchaus auf fundamentaler Grundlage ein Kaufsignal. Läge das Kursgewinnverhältnis hingegen oberhalb des Durchschnitts der Branche, wäre dies eher ein Indiz dafür, dass die Aktie vergleichsweise teuer ist.

Die Chartanalyse bzw. technische Analyse

Die Chartanalyse ist zwar nicht unbedingt das Gegenteil der Fundamentalanalyse, aber dennoch werden die Erkenntnisse auf einer anderen Grundlage gewonnen. Im Mittelpunkt steht bei der technischen Analyse die Untersuchung historischer Kurse zu einer bestimmten Aktie, wie diese sich in der Vergangenheit dargestellt haben. Der sogenannte Kurschart spielt bei dieser Chartanalyse eine wichtige Rolle, denn in ihm werden auf der einen Achse die Kurse einer Aktie festgehalten und auf der anderen Achse des Koordinatensystems wird eine bestimmte Zeit bzw. ein Zeitraum markiert. Der Sinn und Zweck der Chartanalyse besteht darin, aufgrund der vergangenen Kursverläufe möglichst viele Regelmäßigkeiten zu erkennen. Dazu gehört auch, interessante Kurse und sogenannte Linien auszumachen, wie zum Beispiel:

• Unterstützungslinien
• Widerstandslinien
• Markante Kurse wie Trendwendepunkte

Ist der technischen Analyse zum Beispiel zu entnehmen, dass der Kurs einer Aktie in der Vergangenheit fast immer nach einer Abwärtsbewegung an einem bestimmten Kurs angehalten hat, wobei er anschließend eine Trendwende vollzog und gestiegen ist, wäre dies auch im Zuge der technischen Analyse interessant. Es würde sich bei diesem Kurs nämlich gleichzeitig um eine Unterstützungslinie sowie um ein Kaufsignal handeln. Innerhalb der Chartanalyse gibt es zahlreiche sogenannte Chartmuster und Figuren, die sich auf Grundlage der historischen Kurse bilden. Dazu zählen beispielsweise Balkendiagramme, Kerzen und zahlreiche andere Darstellungsformen, die letztendlich in den Bereich der technischen Analyse fallen. Anhand der Chartmuster, Formationen und Handelssignale können die Analysten oftmals eine Einschätzung vornehmen, ob der Kurs einer Aktie beim Erreichen eines bestimmten Punktes zukünftig eher steigen oder fallen wird. Dabei gibt es die technische Analyse für nahezu jeden möglichen Zeitraum, angefangen von mehreren Jahren bis hin zu wenigen Stunden oder sogar Minuten.

Staaten analysieren: die Länderanalyse

Zur Aktienanalyse gehören nicht nur die zwei bekanntesten Analysemethoden, nämlich zum einen die Fundamental- und zum anderen die Chartanalyse, sondern es gibt noch weitere Möglichkeiten, einzelne Länder, Branchen, Aktien oder deren Umfeld zu analysieren. Zu diesen Analysemethoden zählt unter anderem auch die Länderanalyse. In diesem Fall wird nicht konkret die einzelne Aktie analysiert, sondern vielmehr das Land, in welchem die entsprechende Aktiengesellschaft beheimatet ist. Im Zuge der Länderanalyse kommt es in erster Linie auf wirtschaftliche und politische Faktoren in diesem jeweiligen Land an. Diese werden oftmals an Zahlen und Daten festgemacht, aber auch eine Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Lage und der politischen Situation findet statt.

Somit sind es vor allem die folgenden Daten, Fakten und Zahlen, die im Rahmen der Länderanalyse eine Rolle spielen:

• Politische Situation (Staatsform)
• Wirtschaftliche Lage und Wirtschaftswachstum
• Arbeitslosigkeit
• Wirtschaftssystem
• Inflation
• Zinsniveau
• Gibt es eine Kapitalmarktaufsicht?
• In welchem Umfang greift der Staat in die Wirtschaft ein?

Anhand dieser Daten und Zahlen versucht man letztendlich festzumachen, wie gut das Marktumfeld im entsprechenden Land für die Aktien ist.

Branchenanalyse: Einzelne Wirtschaftssektoren analysieren

Bei der Branchenanalyse geht es ebenfalls nicht darum, sich eine Aktie konkret zu betrachten. Stattdessen liegt der Fokus auf der jeweiligen Branche, in welcher die Aktiengesellschaft beheimatet ist, deren Aktie analysiert werden soll. Meistens wird die Branchenanalyse durchgeführt, nachdem die zuvor erläuterte Länderanalyse abgeschlossen ist. Konkret betrachtet die Branchenanalyse den Wirtschaftssektor bzw. Markt, in welchem das Unternehmen tätig ist, welches mit seinen Aktien analysiert werden soll.

Auch bei der Branchenanalyse gibt es mehrere Faktoren, Daten und Zahlen, die zur Beurteilung der Gesamtsituation eine Rolle spielen, wie zum Beispiel:

• Angebots- oder Nachfragemarkt?
• Verhandlungsmacht von Abnehmern und Lieferanten
• Konkurrenzsituation / Mitbewerber
• Interner Wettbewerb innerhalb der Branche
• Kennzahlen in der Branche

Einzelanalyse der Aktien

Während die Länder- und Branchenanalyse ihren Fokus nicht auf die einzelne Aktie im Detail richtet, sondern etwas übergeordneter agiert, beschäftigt sich die Einzelanalyse ausschließlich mit der Untersuchung der jeweiligen Aktie. Dort geht es demzufolge unter anderem auch um die im Zuge der Fundamentalanalyse bereits erwähnten Kennzahlen, Fakten und Zahlen zum Unternehmen, wie zum Beispiel um die Dividendenrendite oder das Kursgewinnverhältnis. Darüber hinaus beschäftigt sich die Einzelanalyse aber noch mit zahlreichen anderen Faktoren, wie zum Beispiel:

• Umsatzwachstum
• Ertragssteigerung
• Qualifikation des Managements
• Rechtliche Risiken
• In welchen Märkten ist die AG tätig?
• Marktanteil des Unternehmens
• Historische Entwicklung des Aktienkurses
• Wird eine Dividende ausgeschüttet?
• An welchen Börsen bzw. Marktsegmenten werden die Aktien gehandelt?
• Bestehen markante Wettbewerbsvorteile?
• Wie sieht Entwicklung des Unternehmens innerhalb der Branche im Vergleich aus?

In der Summe dient natürlich auch die Einzelanalyse der Aktie dazu, um letztendlich möglichst gut beurteilen zu können, ob die Aussichten für eine positive Kursentwicklung auf Basis des aktuellen Kurses eher positiv sind, oder ob die Analysten eher von sinkenden Aktienkursen ausgehen.

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